Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Johanna Matz – Wikipedia Zum Inhalt springen

Johanna Matz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hannerl Matz)
Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F001053-0009, Göttingen, Dreharbeiten im Filmstudio.jpg
Johanna Matz (links) mit Karl Hartl und Olga Tschechowa, 1953

Johanna „Hannerl“ Matz (* 5. Oktober 1932 in Wien; † 21. April 2025<ref>Schauspielerin Johanna Matz 92-jährig gestorben. In: apa.at. 23. April 2025, abgerufen am 23. April 2025.</ref>) war eine österreichische Kammerschauspielerin.

Leben

Bereits als Vierjährige erhielt die Tochter eines Wiener Privatbeamten Ballettunterricht bei Toni Birkmeyer. Von 1940 bis 1948 besuchte sie die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien, danach absolvierte sie bis 1950 das Max-Reinhardt-Seminar. Bei der Abschlussaufführung wurde sie von Berthold Viertel<ref>Die Premiere von gestern Abend. Carson McCullers: „Frankie und die Hochzeit“. In: Weltpresse. Das österreichische Informationsblatt, Abendausgabe, Nr. 273/1950 (VI. Jahrgang), 24. November 1950, S. 8, rechte Spalte. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dwp</ref> entdeckt und bereits 1950 für das Burgtheater engagiert. Sie blieb dem Haus abgesehen von einer Unterbrechung von 1952 bis 1954 als Mitglied bis 1993 verbunden, wobei sie mehr als dreihundertneunzig Mal auf der Bühne stand.<ref name="orf.at">Schauspielerin Johanna Matz gestorben. In: wien.orf.at. 23. April 2025, abgerufen am 24. April 2025.</ref>

Sie spielte von Beginn an Hauptrollen in Stücken wie Der Raub der Sabinerinnen, Der eingebildete Kranke, Peer Gynt, George Bernard Shaws Caesar und Cleopatra sowie in Stücken von Ödön von Horváth, Jean Anouilh, Ferenc Molnár, Carlo Goldoni, Molière und Karl Schönherr.

1951 wurde sie für den Film entdeckt und hatte im selben Jahr ihr Filmdebüt. Ihre erste Filmrolle in dem Episodenfilm Asphalt war die des Mädchens Erika, das zur Prostituierten wird. Nach diesem für sie untypischen Einstand machte sie als nettes, braves und süßes Mädchen in den Filmen der 1950er Jahre Karriere. Johanna Matz verkörperte besonders häufig den Typus des „Wiener Mädels“, so in den 1950er-Jahre-Verfilmungen von Im weißen Rößl und Der Kongreß tanzt.

1953 wurde sie von dem Regisseur Otto Preminger nach Hollywood geholt, wo sie in der deutschen Fassung von The Moon is Blue (Die Jungfrau auf dem Dach) als Partnerin von Hardy Krüger spielte. Nach dem Ausklang der 1950er-Filmära war sie seltener in Kinofilmen zu sehen und konzentrierte sie sich auf ihre Theaterarbeit. Ab Ende der 1960er Jahre war die Schauspielerin vor allem für das österreichische Fernsehen tätig. Sie war bis ins neue Jahrtausend als Schauspielerin tätig, ihre letzte Fernsehrolle hatte sie 2004 in der Serie Schlosshotel Orth.

Matz war ab 1956 in erster Ehe mit dem Schauspieler Karl Hackenberg (1932–2002) verheiratet, der Ehe entstammt der Sohn Daniel. In zweiter Ehe war sie mit dem Kaufmann Harry von Wutzler verheiratet.<ref name="steffi-line">Johanna Matz. In: steffi-line.de. Abgerufen am 24. April 2025.</ref><ref>Johanna Matz Biografie. In: imdb.com. Abgerufen am 24. April 2025.</ref> Johanna Matz lebte zurückgezogen in Wien und Unterach am Attersee.

Sie starb am 21. April 2025 im Alter von 92 Jahren im Kreise ihrer Familie.<ref name="orf.at" /><ref>Kammerschauspielerin Johanna Matz 92-jährig gestorben. In: kleinezeitung.at. 23. April 2025, abgerufen am 24. April 2025.</ref>

Filmografie

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Auszeichnungen

Literatur

  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 643.
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 341.

Weblinks

Commons: Johanna Matz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein