Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Schotentang – Wikipedia Zum Inhalt springen

Schotentang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Halidrys siliquosa)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Schotentang
Datei:Halidrys siliquosa Helgoland.JPG

Halidrys siliquosa, Herbarbogen

Systematik
ohne Rang: Stramenopile (Stramenopiles)
ohne Rang: Braunalgen (Phaeophyceae)
ohne Rang: Fucales
Familie: Sargassaceae
Gattung: Halidrys
Art: Schotentang
Wissenschaftlicher Name
Halidrys siliquosa
(L.) Lyngb.
Datei:Alger, Halidrys siliquosa, Nordisk familjebok.png
Halidrys siliquosa (Zeichnung)

Der Schotentang (Halidrys siliquosa), auch Meereiche genannt, ist eine im Nordost-Atlantik vorkommende Braunalge.

Beschreibung

Die bis 2 m (selten bis 3 m) lange Braunalge ist mit einer kegelförmigen Haftscheibe auf dem Untergrund verankert. Sie hat einen relativ festen Thallus, der schwach abgeflacht und in einer Ebene regelmäßig wechselseitig verzweigt ist. Die Breite der Thallusäste beträgt 2 bis 5 mm. An jeder Verzweigung ist die Hauptachse leicht abgewinkelt, wodurch ein charakteristisches Zickzack-Muster entsteht. Die Farbe des Thallus ist hellbraun, angeschwemmte Exemplare sind meist dunkelbraun verfärbt. Die Bezeichnung Schotentang bezieht sich auf die langgestreckten und gekammerten Schwimmblasen an den Seitentrieben. Diese Schwimmkörper sind gestielt und laufen in eine dünne Spitze aus und ähneln dadurch kleinen Schoten.

Zur Fortpflanzungsreife tragen die Zweigenden die ebenfalls lanzettlichen, abgeflachten Rezeptakeln. Auf diesen sind die Fortpflanzungsstrukturen (Konzeptakeln) als kleine Wärzchen erkennbar. Halidrys siliquosa ist monözisch. Als Vertreter der Fucales ist der Schotentang ein Diplont ohne Generationswechsel.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Küstenregionen der Nordsee, der westlichen Ostsee sowie des östlichen Nordatlantiks von Marokko bis nach Norwegen (Färöer).

Der Schotentang wächst im Sublitoral unterhalb der Niedrigwasserlinie auf Felsboden, Steinen und Holz. Auf Helgoland werden Bestände bei besonders tiefem Niedrigwasser in Prielen an der Westseite sowie breiten Mulden im Nordosten der Insel sichtbar.

Systematik

Die Erstbeschreibung des Schotentangs erfolgte 1753 durch <templatestyles src="Person/styles.css" />Carl von Linné unter dem Namen Fucus siliquosus in Species plantarum, Band 2, S. 1160. Von <templatestyles src="Person/styles.css" />Hans Christian Lyngbye wurde diese Art 1819 in die Gattung Halidrys eingeordnet (in: Tentamen hydrophytologiae danicae, Hafniae, S. 37).

Synonyme von Halidrys siliquosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lyngb. sind Fucus siliquosus <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Cystoseira siliquosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) C. Agardh und Fucus siliculosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Stackhouse.

Der Schotentang gehört zur Familie der Sargassaceae in der Ordnung Fucales. Früher wurde er in eine Familie Strauchtange (Cystoseiraceae) gestellt.

Quellen

Weblinks

Commons: Schotentang (Halidrys siliquosa) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien