Haidengrün
Haidengrün Stadt Schauenstein
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(71)&title=Haidengr%C3%BCn 50° 17′ N, 11° 42′ O
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dim=10000 | globe= | name=Haidengrün | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 605 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 71 (31. Dez. 2006)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 95197 | |||||
| Vorwahl: | 09289 | |||||
Lage von Haidengrün in Schauenstein
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Haidengrün ist ein Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Haidengrün hat eine Fläche von 2,339 km². Sie ist in 385 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6074,04 m² haben.<ref>Gemarkung Haidengrün (091933). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 25. April 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haueisen und Papiermühle.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. April 2025.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes und ist von Acker- und Grünland umgeben. Im Ort entspringt der Thronbach. Etwas weiter östlich erstreckt sich das 20,75 ha große Naturschutzgebiet Thronbachtal. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2194 bei Thron (2,6 km südwestlich) bzw. nach Uschertsgrün zur Kreisstraße HO 26 (3 km östlich). Ein Anliegerweg führt zur Papiermühle (0,6 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Zur Realgemeinde Haidengrün gehörte Papiermühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Haidengrün aus 17 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Centamt Enchenreuth. Grundherren waren das bambergische Kastenamt Stadtsteinach (12 Halbhöfe, 3 Tropfhäuser, 1 Ziegelhütte) und die Gemeinde (1 Tropfhaus).<ref name="G73">Vorlage:Guttenberg Hofmann Stadtsteinach</ref><ref name="Kö287">M. Körner: Naila, S. 287.</ref>
1803 kam Haidengrün aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Herzogtum Bayern. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Haidengrün dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Döbra zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Haidengrün, zu der Haueisen und Papiermühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Haidengrün zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde Haidengrün hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,337 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Haidengrün am 1. Mai 1978 nach Schauenstein eingemeindet.<ref> </ref><ref>Schauenstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1: Wohnstallhaus<ref>Denkmalliste für Schauenstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Satteldach und Gauben, vorderes Giebeldreieck in der oberen Hälfte verbrettert. Wohl zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, Stall in jüngerer Zeit zu Wohnzwecken umgebaut.<ref name="L31">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 31. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 7: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach; östliche Hälfte mit verputzt massivem Erdgeschoss und verputztem Fachwerkobergeschoss; westliche Teile in jüngerer Zeit massiv ausgebaut. Scheitelstein über Wohnungstür, bezeichnet „NH 1861“ (=Nikol Häßler).<ref name="L31"/>
- Haus Nr. 10: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Halbwalmdach; Giebeltrapeze aus verschiefertem und verbrettertem Fachwerk; Stall verkürzt.<ref name="L31"/>
- Haus Nr. 18: Altes Schulhaus. Eingeschossiges, verputzt massives Gebäude, wohl Mitte des 19. Jahrhunderts, drei zu sieben Achsen, mit Halbwalmdach, Westgiebel verschiefert; Türrahmung mit Scheitelstein.<ref name="L31"/>
- Haus Nr. 20: Eingeschossiges, verputzt massives Kleinhaus mit Kellerstall und Satteldach, Mitte des 19. Jahrhunderts; westliche Giebelfront verschiefert.<ref name="L31"/>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Haidengrün
| Jahr | 1819 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 158 | 220 | 253 | 243 | 252 | 246 | 240 | 252 | 260 | 256 | 240 | 227 | 243 | 247 | 233 | 216 | 222 | 228 | 210 | 251 | 249 | 242 | 207 | 183 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 47 | 46 | 37 | 39 | 39 | 43 | 47 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Heidengrün inklusive Haueisen (S. 47).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 918, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 143 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1091, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1039 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1089 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1124–1125 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 972 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 715 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 155 (Digitalisat).</ref> |
Ort Haidengrün
| Jahr | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *110 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *175 | 172 | 169 | 169 | 150 | 187 | 155 | 141 | 98 | 71 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 33 | 27 | 27 | 31 | 35 | 35 | |||||
| Quelle | <ref name="OV 1820" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Haidengrün ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Schauenstein) gepfarrt.<ref name="G73"/><ref name="Kö287"/><ref name="OV 1961"/>
Vereine
An Vereinen gibt es in Haidengrün die Freiwillige Feuerwehr Haidengrün und die Ortsgruppe Haidengrün des Frankenwaldvereins e. V.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 26. Januar 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Haidengrün. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 470 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Heidengrün. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 543 (Digitalisat).
- Vorlage:Guttenberg Hofmann Stadtsteinach
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- Vorlage:Körner Naila
- Vorlage:Lippert Landkreis Naila
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Haidengrün in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Haidengrün im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
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- Geographie (Schauenstein)
- Ort im Landkreis Hof
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)
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- Gemeindeauflösung 1978
- Gemarkung im Landkreis Hof