Zum Inhalt springen

Haczów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Haczów
Wappen der Gmina Haczów
Haczów (Polen)
Haczów (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Brzozowski
Gmina: Haczów
Fläche: 25,00 km²
Geographische Lage: 49° 40′ N, 21° 54′ OKoordinaten: 49° 40′ 0″ N, 21° 54′ 0″ O
 {{#coordinates:49,666666666667|21,9|primary
dim=10000 globe= name= region=PL-18 type=city
  }}

Höhe: 284 m n.p.m.
Einwohner: 3370 (31. Dez. 2004)
Postleitzahl: 36-213
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RBR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów
Datei:Haczów old latin church.jpg
Spätgotische Holzkirche (14. Jh.)
Datei:Haczow old latin church.jpg
Spätgotische Holzkirche

Haczów ist ein Dorf im Südosten Polens am Wisłok im Karpatenvorland, 17 km südöstlich von Krosno. Es ist Sitz der Landgemeinde Haczów im Powiat Brzozowski der Woiwodschaft Karpatenvorland.

Geschichte

Im Jahr 1344 nahm der König Kasimir III. der Große († 1370) den westlichen Rand Rotrutheniens um Krosno ein. Vor seinem Tod stellte der König den Gründungsprivileg des Dorfs, das im Jahr 1388 als Hoczow erstmals urkundlich erwähnt wurde.<ref name="haczow">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Außerdem wurde der örtliche Bach Morbach (jetzt Morawa bzw. Tabor) erwähnt, was auf deutschstämmige Siedler deutete.<ref>Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. In: Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Jan Gancarski. Krosno 2007, ISBN 978-83-60545-57-7, S. 82.</ref> Erst andere Quellen aus dem 19. Jahrhundert sprechen zweifelhaft über Villa, colonia teutonica. Hatshof, vel Hanshoff, das der ursprüngliche Name des Dorfs wäre.<ref>"Villa, colonia teutonica. Hatshof, vel Hanshoff a Casimiro Magnus Reg. Pol. huc deducta. E previlegio nimirum Vladislai Jagiellonis ex anno 1388 locationem villae confirmate, patet, eam praedicto Casimiro Regni deberi." op.cit. [in:] Schematismus Universi Venerabilis Cleri. Jasło. 1872</ref><ref></ref> Später wurde das Dorf als Oczow, Hoczow (1419), Hoczaw (1423), Hoczowo (1424), Hoczczw (1432), Hotczow (1433), Hocze (1440) sowie Haczow 1481 erwähnt.<ref name="haczow"/>

Der früher sehr hohe deutsche Anteil der Bevölkerung wird besonders in den Kirchenbüchern deutlich, z. B. in den Jahren 1432–1440<ref group="A">Benner (Bonar), Dressler (Dreslar), Weiss (Weys, Weisz), Schulzenhayn, Eschenrath, Nickel (Nikiel), Weissgerber (Weisgirb), Scholz (Solcz). Flossnitzer, Schweingreber, Grebestetter, Gerlach (Gierlach, Gierloch), Glockenbrecht, Hansel, Sauhaar, Zöckler, Grob, Niebel</ref> oder 1523.<ref group="A">Keller (Kyellar, Kielar/Kielur), Springler (Szprynglar), Krauss (Krausz), Meierth, Haechsler, Ross, Strampe, Paetzhold, Kolb, Rosenberg (Rozenbark, Rozembark), Rautenkranz, Schindler (Szyndlar), Struner, Polnar (Pojnar), Kassner, Regel, Heckerth (Ekiert), Matthorn, Rothbart, Szmyd, Scheiner, Reichel, Vlamann, Fakenday, Rumpel, Reiss, Schwarz, Schmidt, Büttner (Butnar/Bytnar)</ref>

Sie gehörte seit dem Sanoker Land an, Woiwodschaft Ruthenien. Wie aus alten Kirchenbüchern hervorgeht, konnte sich die deutsche Sprache wahrscheinlich bis 1604 in der Bevölkerung erhalten. 1624 wurde Haczów von den Tataren verwüstet. Von 1772 bis 1914 war Haczów Teil des Kreises und Steuerbezirks Sanok in der österreichischen Provinz Galizien. Mit der Wiedererrichtung des polnischen Staates 1918 und dem Anschluss Galiziens wurde die Stadt Teil der Woiwodschaft Lwów im Powiat Brzozowski.

Während der deutschen Besetzung Polens 1939–1945 wurde dort eine Germanisierungsaktion namens „Hatschower“ eingesetzt, nach denen die Bewohner als deutscher Herkunft zu betrachten seien, was aber an Widerständen der Betroffenen scheiterte.

Gemeinde

Der Landgemeinde Haczów mit mehr als 9000 Einwohnern gehören sechs weitere Dörfer an.


Sehenswürdigkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Weblinks

Commons: Haczów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Zygmunt Jaślar: Haczów, niezwykła osada szwedzko – niemiecka. Jasło 1938. Taubendeutschtum
  • Ernst Schwarz. Von den "Walddeutschen" in Galizien. 1960. "Schlesien" Jh. V. Z. III. S. 147–156.
  • Wojciech Blajer. Bemerkungen zum Stand der Forschungen uber die Enklawen der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Jan Gancarski. Krosno. 2007. ISBN 978-83-60545-57-7

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

<references group="A" />