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HC Ambrì-Piotta

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HC Ambrì-Piotta
HC Ambrì-Piotta
Grösste Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte HC Ambrì-Piotta (seit 1937)
Standort Quinto TI, Schweiz
Spitzname Biancoblu
Vereinsfarben Weiss, Blau
Liga National League
Spielstätte Gottardo Arena
Kapazität 6775 Plätze (davon 3775 Sitzplätze)
Geschäftsführer Andreas Fischer
Cheftrainer vakant
Captain Daniele Grassi
Saison 2025/26 13. Platz, Play-out

Der HC Ambrì-Piotta (kurz HCAP) ist ein Schweizer Eishockeyverein aus der Ortschaft Ambrì in der Gemeinde Quinto. Er wurde 1937 gegründet und spielt in der National League.

Der Verein zählt 17 Fanclubs in der Schweiz sowie drei weitere in Italien. Die regelmässigen Begegnungen mit dem Kantonsrivalen HC Lugano werden als «Tessiner Derbys» bezeichnet. Die Hymne des Vereins ist «La Montanara», die nach jedem Sieg vom Publikum gesungen wird. Noch nie konnte Ambrì-Piotta die Schweizer Meisterschaft gewinnen und gilt als ewiger Underdog. Seit 1985 spielt der HCAP ununterbrochen in der National League.

Geschichte

Der Verein wurde 1937 als erster Tessiner Eishockeyverein gegründet. In der Saison 1953/54 spielte die Mannschaft des damaligen Dorfklubs erstmals in der Nationalliga A und gewann 1962 unter dem Trainer Herbert Ulrich den Schweizer Cup. 1948, 1949, 1950, 1953 und 1970 wurde der Verein Meister der Nationalliga B. Ebenfalls 1970 stieg man in die Naltionalliga A auf und war dort bis zum Abstieg 1978 vertreten.

1980er-Jahre

1982 schaffte Ambrì erneut den Sprung in die Nationalliga A, stieg aber 1983 gleich wieder ab. 1985 stiegen die Leventiner abermals in die Nationalliga A auf, und schon bald stellten sich Playoff-Erfolge ein: In den Spieljahren 1986/87 (Ausscheiden gegen den HC Lugano), 1987/88 (Ausscheiden gegen den HC Davos) und 1988/89 (Ausscheiden gegen den HC Lugano) kam man in den Halbfinal.

1990er-Jahre

Der HCAP blieb Dauergast in der Endrunde: 1990 und 1991 ging es nicht über den Viertelfinal hinaus, 1992 und 1993 versperrte jeweils Fribourg-Gottéron in der Runde der letzten vier Mannschaften den Weg in den Final. 1994 und 1995 wurde der Viertelfinal erreicht, 1996 war gegen den EHC Kloten im Halbfinal Endstation. Kurz vor der Jahrtausendwende war Ambrì weiterhin unter den Spitzenmannschaften der Nationalliga A vertreten: 1998 unterlag man im Halbfinal dem EV Zug mit 3:4-Siegen, in der Saison 1998/99 führte Trainer Larry Huras die Mannschaft als Qualifikationserster in die Endrunde, dort wurde der Final erreicht, dieser aber gegen den Kantonsrivalen Lugano (1:4-Siege) verloren – der HCAP war also Schweizer Vizemeister. 1998 und 1999 gewann das Team jeweils den IIHF Continental Cup sowie 1999 den europäischen Supercup.

2000er-Jahre

In der Spielzeit 1999/2000 gab es im Playoff-Halbfinal die Neuauflage des Finals des Vorjahres: Wieder setzte sich Lugano im Tessiner Derby gegen Ambrì durch. Von 2002 bis 2006 schied man fünf Mal in Folge im Viertelfinal aus. 2009 wurde Filippo Lombardi neuer Präsident des Verwaltungsrates und in dieser Funktion Nachfolger von Gian Paolo Grassi,<ref>Filippo Lombardi nouveau président d'Ambri. In: 20 minutes. 12. Februar 2009, abgerufen am 3. April 2017.</ref> der seit 2003 im Amt war.<ref>Martin merk, Samuel Hufschmid: Neuer Präsident für Ambri. In: hockeyfans.ch. Abgerufen am 3. April 2017.</ref>

2010er-Jahre

Datei:NLA, HC Ambrì-Piotta vs. Genève-Servette HC, 11th October 2014 85.JPG
Spieler des HC Ambrì-Piotta (2014)

Im Sommer 2011 stand der HCAP finanziell vor dem Aus, erst Hilfsmassnahmen wie das Einsammeln von Spenden sicherten das Überleben.<ref>1.5 Millionen erreicht – Ambrì ist gerettet. HCAP, 1. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. April 2017; abgerufen am 3. April 2017.</ref>

In der Saison 2013/14 wurde nach jahrelanger Wartezeit wieder der Einzug in die Endrunde geschafft, im Viertelfinal schied die Mannschaft von Serge Pelletier aber deutlich mit 0:4-Siegen gegen Fribourg aus. Im Oktober 2015 musste Pelletier gehen, zum Zeitpunkt dieses Entscheids stand Ambrì auf dem letzten Tabellenrang. Hans Kossmann wurde als neuer Trainer verpflichtet.<ref>Schlusslicht Ambri zieht die Reissleine: Pelletier entlassen, Kossmann übernimmt. In: Watson. 25. Oktober 2015, abgerufen am 24. März 2017.</ref>

Im April 2016 wurde der Italo-Kanadier Ivano Zanatta als Sportdirektor eingestellt; wie der Verein mitteilte, umfasste Zanattas Aufgabe, eine «mittel- bis langfristige sportliche Strategie für den ganzen Klub zu entwickeln und durchzuführen».<ref>Ivano Zanatta Sportdirektor des HCAP und der Nachwuchsabteilung. HCAP, 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. März 2017; abgerufen am 24. März 2017.</ref> Ende Januar 2017 wurde Cheftrainer Kossmann entlassen,<ref>Nicole Vandenbrouck: Nur 15 Monat im Amt: Ambri entlässt Trainer Kossmann! In: Blick.ch. 12. September 2018, abgerufen am 24. März 2017.</ref> als Nachfolger wechselte der Kanadier Gordie Dwyer vom kroatischen Verein Medveščak Zagreb (damals in der Kontinentalen Hockey-Liga) zu den Leventinern.<ref>Gordie Dwyer übernimmt Ambri-Piotta. In: SWI swissinfo.ch. 31. Januar 2017, abgerufen am 24. März 2017.</ref> In der Saison 2016/17 sicherte Ambrì erst in der Ligaqualifikation gegen den SC Langenthal den Verbleib in der Nationalliga A. Im Anschluss an die Saison beendete Paolo Duca seine Spielerlaufbahn, wurde Sportchef und löste damit Zanatta auf diesem Posten ab.<ref>Erste Sport- und Unternehmensanalyse HCAP – Paolo Duca neuer Sportchef. HCAP, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. April 2017; abgerufen am 18. April 2017.</ref> Auch auf der Trainerposition wurde in Hinblick auf die Saison 2017/18 ein Wechsel vollzogen: Luca Cereda folgte auf Dwyer, der somit nach nur wenigen Monaten im Amt wieder abgelöst wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Luca Cereda serait le prochain coach léventin (Memento vom 1. Mai 2017 im Internet Archive). In: planetehockey.com. 28. April 2017.</ref>

In der Saison 2018/19 qualifizierte sich Ambrì, auch dank dem tschechischen Liga-Topskorer Dominik Kubalík, für die Playoffs, unterlag allerdings im Viertelfinal dem EHC Biel. Im Dezember 2019 nahm der HCAP zum ersten Mal am Spengler Cup teil und erreichte mit zwei Siegen den Halbfinal.<ref>Nicola Berger: Spengler-Cup: Ambri-Piottas Traum vom Titel. 28. Dezember 2019, abgerufen am 31. Dezember 2019.</ref>

Finanzielle Situation

Kurz nach der erfolgreichen Saison 1998/99 kamen finanzielle Probleme auf den Verein zu. Eine Spendenaktion unter Fans ergab einen Betrag von 2,5 Mio. Franken, weitere 2 Mio. Franken wurden von prominenten Gönnern bereitgestellt – was den Erhalt der Mannschaft in der höchsten Spielklasse des Schweizer Eishockeys sicherte. Nachdem in der Saison 2010/11 der Abstieg nur knapp hatte verhindert werden können, wurde ein erneuter Spendenaufruf gestartet. Fans und Supporter sammelten innert weniger Monate 2,7 Mio. Franken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Lasst Ambri leben» bringt 2,7 Millionen Franken (Memento vom 18. Oktober 2011 im Internet Archive). In: eishockey.ch. 25. August 2011.</ref> Im Jahre 2012 beteiligte sich der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris mit 1 Mio. Franken an der anstehenden Kapitalerhöhung.<ref>Samih Sawiris steigt bei Ambri ein. In: Tages-Anzeiger. 5. Dezember 2012, abgerufen am 26. März 2017.</ref>

Die Saison 2014/15 wurde mit einem Minus von rund zwei Millionen Franken beendet, in der Saison 2015/16 wurde ein Defizit von knapp 1,5 Millionen Franken bilanziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ambri mit fast 1,5 Millionen Franken Verlust 2017-04-07 (Memento vom 8. April 2017 im Internet Archive). In: Toggenburger Tagblatt. 22. September 2016, abgerufen am 7. April 2017.</ref>

Spieler

Gesperrte Trikotnummern

Bekannte ehemalige Spieler

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Kader der Saison 2025/26

Stand: 3. März 2026

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
90 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Gilles Senn G Vorlage:DatumZelle 2024 Saas-Almagell, Schweiz
30 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Philip Wüthrich G Vorlage:DatumZelle 2025 Bern, Schweiz
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Luc Bachmann D Vorlage:DatumZelle 2025 Schweiz
7 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Isacco Dotti D Vorlage:DatumZelle 2018 Entre Ríos, Bolivien
27 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Zaccheo Dotti D Vorlage:DatumZelle 2020 Mairengo, Schweiz
72 SchwedenSchweden Tim Heed D Vorlage:DatumZelle 2022 Göteborg, Schweden
86 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Rocco Pezzullo D Vorlage:DatumZelle 2019 Schweiz
26 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Simone Terraneo D Vorlage:DatumZelle 2021 Biasca, Schweiz
71 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Jesse Virtanen D Vorlage:DatumZelle 2022 Rauma, Finnland
59 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Dario Wüthrich D Vorlage:DatumZelle 2023 Trub, Schweiz
58 Datei:Flag of Canada and Switzerland.png Jesse Zgraggen D Vorlage:DatumZelle 2024 Lethbridge, Alberta, Kanada
88 ItalienItalien Tommaso De Luca C Vorlage:DatumZelle 2023 Aosta, Italien
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Alex Formenton LW Vorlage:DatumZelle 2025 Barrie, Ontario, Kanada
12 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Daniele Grassi – C W Vorlage:DatumZelle 2020 Bellinzona, Schweiz
67 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg SchwedenSchweden William Hedlund RW Vorlage:DatumZelle 2024
44 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg André Heim RW Vorlage:DatumZelle 2021 Interlaken, Schweiz
77 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Michael Joly RW Vorlage:DatumZelle 2025 Gatineau, Québec, Kanada
22 ItalienItalien Diego Kostner C Vorlage:DatumZelle 2016 Brixen, Italien
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Lukas Landry C Vorlage:DatumZelle 2025 Gatineau, Québec, Kanada
13 Datei:Flag of Canada and the United States.svg Manix Landry C Vorlage:DatumZelle 2023 Salt Lake City, Utah, USA
43 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Tim Muggli C Vorlage:DatumZelle 2024 Cham, Schweiz
17 Datei:Flag of Canada and Switzerland.png Miles Müller C Vorlage:DatumZelle 2024 Biel/Bienne, Schweiz
18 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Inti Pestoni – A LW Vorlage:DatumZelle 2021 Faido, Schweiz
11 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Chris Tierney C Vorlage:DatumZelle 2025 Keswick, Ontario, Kanada
16 OsterreichÖsterreich Dominic Zwerger LW Vorlage:DatumZelle 2017 Dornbirn, Österreich
Trainerstab
Name Nationalität Geburtsdatum
Jussi Tapola FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 13. Juni 1974
Pasi Puistola FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 16. September 1978
Saku Martikainen FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 23. Februar 1979

Trainer

Frauen

2017 wurde beim HC Ambrì-Piotta ein Fraueneishockeyteam gegründet, das den Spielbetrieb als HCAP Girls in der drittklassigen SWHL C aufnahm.<ref>HC Ambrì-Piotta Girls. In: eliteprospects.com. Abgerufen am 13. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einem Abstieg 2018 in die SWHL D folgte 2019 der Wiederaufstieg in die SWHL C, der Aufstieg in die SWHL B 2020 und mit der Meisterschaft in der SWHL B 2022 der Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Women’s League.<ref>Die HCAP Girls schaffen den Aufstieg in die NLA. In: hcap.ch. 21. März 2022, abgerufen am 13. April 2022.</ref> Der Verein kooperiert im Frauenbereich mit dem HC Ladies Lugano.<ref>Collaborazioni. In: hcapgirls.ch. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Juli 2019; abgerufen am 25. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Fans

Datei:NLA, HC Ambrì-Piotta vs. Genève-Servette HC, 11th October 2014 86.JPG
Die Fantribüne beim Singen der Siegeshymne (2014)

Viele Fans des HCAP gelten als sehr loyal dem Verein gegenüber. Der Club hat über 25 Fanclubs und drei autonome Fangruppen. Zu den autonomen Fangruppen, die sich alle der Ultra-Bewegung zugehörig fühlen, gehört die «Gioventù Biancoblu» (Weissblaue Jugend) mit ihren charakteristischen Fahnen.

Weblinks

Commons: HC Ambrì-Piotta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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