Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium
| Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schulform | Gymnasium | |||||
| Gründung | 1929 | |||||
| Adresse | Hülßestraße 16 | |||||
| Ort | Dresden | |||||
| Land | Sachsen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 51° 0′ 45″ N, 13° 47′ 29″ O
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| Träger | Stadt Dresden | |||||
| Schüler | 916<ref name="Schulnetzplanung">Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium. (PDF; 6,2 MB) In: Fortschreibung Schulnetzplanung der Landeshauptstadt Dresden – Teil 2: Tabellen und Übersichten. Landeshauptstadt Dresden, 8. August 2017, S. 112, abgerufen am 16. September 2017.</ref> (2023) | |||||
| Lehrkräfte | 70 | |||||
| Leitung | Karin Reichelt | |||||
| Website | www.huelsse-gym.de | |||||
Das Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium (JAH) ist ein Gymnasium in Dresden. Das 1929 errichtete Schulgebäude befindet sich an der Hülßestraße 16 im Stadtteil Prohlis an der Grenze zu Reick.
Die Schule wurde 1994 nach dem Mathematiker, Techniker und Reformpädagogen<ref name="schulnavi">Sebastian Burkhardt, Sophie Arlet: Pädagogische Vielfalt trifft „Bewegtes Lernen“ – Am Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium wird sogar Psychologie unterrichtet. In: Schulnavigator. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2017; abgerufen am 18. Mai 2017.</ref> Julius Ambrosius Hülße benannt, der 1850 als zweiter Direktor der Königlich-Technischen Bildungsanstalt Sachsen, dem Vorläufer der TU Dresden, vorstand und bereits Namensgeber der Hülßestraße war. Die Schule besteht – zunächst als Gymnasium Dresden-Reick – seit 1992.<ref name="schulnavi" />
Das Motto der Schule lautet: „JAH – hier lernen wir!“.
Es werden ein naturwissenschaftliches, ein sprachliches und ein künstlerisches Profil angeboten. Als zweite Fremdsprache werden Französisch, Russisch oder Spanisch, als dritte Fremdsprache wird Latein angeboten.<ref name=":0">Schulprogramm Stand Februar 2018. Abgerufen am 12. Mai 2018.</ref>
Gebäude
Das von Paul Wolf entworfene, 1929 als modernstes Schulgebäude Europas<ref>Schul-Flyer zum Tag der offenen Tür am 4. Februar 2015</ref> eröffnete und heute denkmalgeschützte<ref>Kulturdenkmal: Gebäude Hülßestraße 16, Themenstadtplan Dresden</ref> Gebäude an der Hülßestraße 16 wurde auf einem nach Norden offenen u-förmigen Grundriss errichtet, wobei Paul Wolf als Vertreter eines „sehr nüchternen, an der Neuen Sachlichkeit des Bauhauses orientierten Stils“ galt.<ref>Gantz, S. 79 Nr. 82 (Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium, Hülßestraße 16, Architekt: Paul Wolff, 1929)</ref> Der Bau gilt als Beispiel für die Architektur des Neuen Bauens<ref>Lupfer et al., Objektnr. 266 (Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium, Hülßestraße 16, 1929, Paul Wolf)</ref> und als „Triumph der Neuen Sachlichkeit“.<ref>Thomas Kantschew: Julius-Ambrosius-Hülße Gymnasium in Dresden Reick – Neue Sachlichkeit und Neue Inhalte. In: das-neue-dresden.de. Abgerufen am 18. März 2018.</ref> Das Gebäude ist dreigeschossig und besteht aus drei Bauten, einem Mittel- und zwei Seitenbauten. Der Mittelbau steht senkrecht zur Längsachse der Wohnbauten entlang der Tornaer Straße. Dieser wird von zwei Seitenbauten flankiert. Im westlichen Seitenbau wurden die ehemaligen übereinanderliegenden Turnhallen umgebaut, nachdem parallel zur Tornaer Straße die neue Dreifeldsporthalle fertiggestellt wurde. In die Turnhallen wurden analog zu den Etagen neue Geschossebenen eingezogen und zu Klassenzimmern umgebaut. Hinzu wurde ein Personenaufzug mit audioaktivem System für Hörgeschädigte eingerichtet. Außerdem wurde der sich im Sockel befindende Speisesaal erweitert, an den sich die eigene Cafeteria anschließt. Horizontale Fensterbänder gliedern die Fassade, während das Treppenhaus und der Haupteingang durch vertikale Fensterbänder gegliedert wird. Sportplätze und Grünflächen bestimmen das Areal um das Schulgebäude.
Die Ecken des Gebäudes an der Rückseite waren wie Türme mit offenen Loggien gestaltet. Deutlich war an dem Gebäude des Dresdner Gymnasiums die baulichen Umsetzung der „damals revolutionären Stadttheorien des Licht-Luft-Sonne Prinzips“<ref>Thomas Kantschew: Medizinische Akademie (Erweiterungen) – Aufbruch in die Moderne. In: das-neue-dresden.de. Abgerufen am 18. März 2018.</ref> zu erkennen, ähnlich der Kinderklinik Dresden-Johannstadt. So gab es in jedem dieser Türme bis 1945 drei übereinanderliegende Loggien, die als „offene Freiluftunterrichtsräume“ dienten.
Profile
Ab der 8. Klasse ist es möglich, zwischen den Profilen Naturwissenschaftliches Profil (NaWi), Künstlerisches Profil (KüPro), Topoi (Landschaftsgestaltung) oder der 3.Fremdsprache Latein ebenso wie Altgriechisch zu wählen.
Literatur
- Gilbert Lupfer, Bernhard Sterra und Martin Wörner (Hrsg.): Architekturführer Dresden. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01179-3.
- Holger Gantz: 100 Bauwerke in Dresden: Ein Wegweiser zu Bauwerken von historischem und baukünstlerischem Rang. Schnell und Steiner, Regensburg 1997, ISBN 3-7954-1111-4.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Abendgymnasium | Bertolt-Brecht-Gymnasium | Gymnasium Bürgerwiese | Christliche Schule | Gymnasium Dreikönigschule | Gymnasium Dresden-Bühlau | Gymnasium Dresden-Cotta | Gymnasium Dresden-Klotzsche | Gymnasium Dresden-Pieschen | Gymnasium Dresden-Plauen | Gymnasium Dresden-Tolkewitz | Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium | Hans-Erlwein-Gymnasium | Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium | HOGA-Gymnasium | IBB-Ganztagsgymnasium | International School | Kreuzschule | Laborschule | Gymnasium Links-elbisch-Ost | Marie-Curie-Gymnasium | Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium | Pestalozzi-Gymnasium | Romain-Rolland-Gymnasium | Sächsisches Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber | Semper-Gymnasium | Sportgymnasium | St. Benno-Gymnasium | Vitzthum-Gymnasium | Freie Waldorfschule
Ehemalige: Dreikönigschule | Gymnasium Dresden-Großzschachwitz | Erich-Wustmann-Gymnasium | Fritz-Löffler-Gymnasium | König-Georg-Gymnasium | Königliches Gymnasium Dresden-Neustadt | Wettiner Gymnasium
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- Gymnasium in Dresden
- Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Dresden
- Erbaut in den 1920er Jahren
- Kulturdenkmal in Dresden
- Denkmalgeschütztes Bauwerk in Dresden
- Paul Wolf
- Prohlis (Stadtbezirk)
- Prohlis
- Bildungseinrichtungsgründung 1929