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Hör mal ’n beten to

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Hör mal ’n beten to (plattdeutsch für „Hör mal ein bisschen zu“) ist der Name einer Radio-Glosse mit Döntjes in niederdeutscher Sprache, die an jedem Werktag im NDR gesendet wird.

Geschichte

Datei:Elke Haferburg .jpg
NDR1 Welle Nord Chefin Elke Haferburg 2006 bei der Preisverleihung in Kappeln<ref>Niederdeutscher Literaturpreis der Stadt Kappeln für die NDR Hörfunkreihe "Hör mal'n beten to". Abgerufen am 25. Dezember 2018.</ref>

Zum ersten Mal wurde Hör mal ’n beten to am 3. November 1954 ausgestrahlt.<ref>Hans-Ulrich Wagner: Eine Phase des Übergangs, ndr.de</ref> Seit dem 3. April 1956 läuft die Sendung kontinuierlich an jedem Werktag.<ref name="Morrns üm Klock acht">Heike Thode-Scheel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Morrns üm Klock acht: Koffi, Rundstück un "Hör mal 'n beten to" (Memento vom 14. Februar 2021 im Internet Archive), kn-online.de, 2. April 2016</ref>

Heute ist Hör mal ’n beten to innerhalb der Vormittagssendungen von drei Landesprogrammen des NDR zu hören (auf NDR 90,3; NDR 1 Niedersachsen; NDR 1 Welle Nord). Verantwortet wird sie seit April 1984 von der NDR Zentralredaktion Niederdeutsch im NDR Landesfunkhaus Schleswig-Holstein in Kiel.

Das bis zu 2 Minuten lange Sendeformat<ref>Hör mal 'n beten to | - NDR 1 Welle Nord. In: ndr.de. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.</ref> bringt montags bis sonnabends kurze literarische Arbeiten niederdeutscher Autoren – „plattdeutsche Morgenplaudereien“, wie es im Untertitel der Sendung heißt. Als die Sendereihe startete, hatten die Beiträge häufig weit mehr als den doppelten Umfang. Ein alternativer Untertitel verspricht „Alldagsgeschichten op Platt opgaabelt“, also Alltagsgeschichten in niederdeutscher Sprache präsentiert (eigentlich: aufgegabelt). Die Autoren lesen selbst.

In der Geschichte der Sendereihe war der Sendeplan zeitweise so durchstrukturiert, dass jeder Wochentag einem bestimmten Autor zugeordnet war. So las 1977 dienstags immer Hans Henning Holm, mittwochs Ewald Christophers.

Im Jahr 2006 wurde die Sendereihe mit dem Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln ausgezeichnet.<ref>Preisträger 2006 - "Hör mal´n beten to", NDR. In: kappeln.de. Abgerufen am 3. Juni 2023.</ref>

Autoren

Die festen Autoren und Sprecher machten die Sendung beim Publikum sehr beliebt und ließen sie zum Dauerbrenner werden. Zu den Autoren der ersten Stunde gehörten u. a. Rudolf Kinau, der auch zu den Initiatoren der Sendung gehörte, sowie Fritz Specht, Günter Harte, die Ohnsorg-Schauspielerin und Autorin Irmgard Harder, ferner Gerd Lüpke, Wolfgang Sieg und Hermann Bärthel. Sie gestalteten die Reihe teilweise über mehrere Jahrzehnte mit.

Aktuelle Autoren

Ehemalige Autoren

Veröffentlichungen

Die meisten Autoren, die für Hör mal ’n beten to schreiben, haben auch Bücher mit ihren kurzen niederdeutschen Geschichten und Nachdenkereien veröffentlicht. Ebenso erscheinen Sprechplatten und Hörbuch-CDs mit den Sprechern im Handel. Hör mal ’n beten to wurde zum Markenzeichen und ab und an auch für Produkte verwendet, welche mit der Sendereihe nicht direkt zu tun hatten. Seit Mitte 2006 kann man die letzten Geschichten auch als Podcast aus dem Online-Angebot des NDR herunterladen. Zum 60. Jubiläum der Sendereihe erschien 2016 das Buch Hör mal ’n beten to – Geschichten aus 60 Jahren mit insgesamt 68 Beiträgen von 33 Autoren.

Literatur

  • Norddeutscher Rundfunk (Hrsg.): Hör mal ’n beten to - Geschichten aus 60 Jahren. Quickborn-Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-87651-427-7

Weblinks

Einzelnachweise

<references />