Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Rhaphidophoridae – Wikipedia Zum Inhalt springen

Rhaphidophoridae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Höhlenschrecken)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Rhaphidophoridae
Datei:Dolichopoda schiavazzii.jpg

Weibliche Dolichopoda schiavazzii, eine Höhlenschrecke aus der Toskana

Systematik
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)
Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)
Überfamilie: Rhaphidophoroidea
Familie: Rhaphidophoridae
Wissenschaftlicher Name der Überfamilie
Rhaphidophoroidea
Walker, 1871
Wissenschaftlicher Name der Familie
Rhaphidophoridae
Walker, 1871
Datei:Camel Cricket dsc00387 Neda.jpg
Gewächshausschrecke (Diestrammena asynamora)
Datei:PSM V46 D836 Blind insect of caves dolichopoda palpata.jpg
Zeichnung von Dolichopoda palpata
Datei:Dolichopoda geniculata.jpg
Dolichopoda geniculata

Die Rhaphidophoridae sind die einzige Familie der Überfamilie Rhaphidophoroidea aus der Ordnung der Langfühlerschrecken. Im Deutschen werden sie auch als Höhlenschrecken bezeichnet.<ref name="Bellmann" /> Sie umfasst ungefähr 550 Arten in 80 Gattungen. Die meisten bekannten Arten kommen von Indien über Südost-Asien bis Australien und in Polynesien vor. Eine Art, die Gewächshausschrecke, wurde kosmopolitisch verbreitet und gilt in Gewächshäusern als Schädling. Die ausgestorbene Unterfamilie Protroglophilinae wurde anhand von Bernstein-Einschlüssen beschrieben.

Merkmale

Alle Arten sind ungeflügelt. Ihr Körper ist bucklig, die Antennen und die Hinterbeine sind sehr lang. Einige Arten erzeugen Laute, indem sie die Innenseite des hinteren Femurs gegen den Hinterleib reiben und durch rhythmisches Trommeln des Hinterleibs gegen beispielsweise Boden, Äste oder Zweige. Bei manchen arenicolen (sandbewohnenden) Arten sind die Hinterbeine zu Grabwerkzeugen umgebildet.

Lebensweise

Manche Gruppen sind auf Höhlen beschränkt, andere haben sich an eine grabende Lebensweise angepasst. Die meisten Arten leben in Laubstreu oder dunklen (Erd-)Spalten. Dort verbringen sie den Tag und kommen nur in feuchten Nächten an die Oberfläche, um dort Laubstreu oder Detritus zu fressen. Es gibt Arten, die auch Pilze zu sich nehmen. Mindestens einmal wurde bei einer höhlenbewohnenden Art beobachtet, wie ein Individuum frisch geschlüpfte Vögel erbeutete.

Systematik

Die Überfamilie besteht aus einer Familie, 10 Unterfamilien und zahlreichen Gattungen und Arten (nur ausgewählte angegeben):<ref name="osf" />

keiner Tribus zugeordnet:

keiner Gattungsgruppe zugeordnet:

Belege

Einzelnachweise

<references> <ref name="osf"> Rhaphidophoroidea bei Orthoptera Species File Online, abgerufen am 24. März 2010 </ref> <ref name="Bellmann"> Heiko Bellmann: Der Kosmos-Heuschreckenführer. Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen. Kosmos-Naturführer, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10447-8. </ref> <ref name="Orthoptera"> Florin Rutschmann, Christian Roesti: Troglophilus cavicola. In: Orthoptera.ch. Schweizer Plattform für Heuschreckenkunde (Orthopterologie), abgerufen am 18. April 2021. </ref> </references>

Literatur

  • Sigfrid Ingrisch, D. C. F. Rentz: Orthoptera (Grasshoppers, Locusts, Katydids, Crickets). In: Encyclopedia of Insects. Elsevier 2009, ISBN 978-0-12-374144-8, S. 732–743.

Weblinks

Commons: Rhaphidophoridae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien