Höffner (Möbelhaus)
| Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Möbelhaus Höffner Logo 07.2025.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1874 |
| Sitz | Schönefeld bei Berlin |
| Leitung | Kurt Krieger (Inhaber) |
| Mitarbeiterzahl | 6.000 |
| Umsatz | mehr als 2 Mrd. Euro (2017)<ref name="Schwelle">Jochen Knoblach: Schwelle in die Vergangenheit, Berliner Zeitung, 13. April 2018, Seite 7.</ref> |
| Branche | Möbelhandel und Innenausstattungen, Einzelhandel |
| Website | www.hoeffner.de |
Die Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG ist ein Einzelhandelsunternehmen in der Möbelbranche. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schönefeld bei Berlin.
Das Unternehmen ist ein Vollsortimenter im Bereich Wohnen und Einrichten. Sein Kernsortiment umfasst etwa 100.000 Produkte. Zusätzlich zu Möbeln unterschiedlichster Stilrichtungen bietet das Unternehmen auch Haushaltswaren und Wohnaccessoires an.
Geschichte
Das heutige Möbelhaus entstand aus einer 1874 von Rudolf Höffner in Berlin gegründeten Tischlerei, die ihre Werkstatt in einem Hinterhof hatte.<ref name="Schwelle" /> Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs baute die Familie ihr Unternehmen zum größten Möbelhaus der Hauptstadt auf.
Nach Kriegsende wurden wohl in der alten Werkstatt im sowjetischen Sektor Berlins noch ein paar Möbel hergestellt oder vor allem repariert.
Der BWL-Student Kurt Krieger kaufte 1967 die Höffner-Namensrechte und gründete das Unternehmen in der Weddinger Pankstraße neu. Seine Familie Krieger verfügte ebenfalls über lange Tradition in der Möbelbranche: Wilhelm Krieger hatte 1910 seine Möbeltischlerei gegründet. Nach dem Weltkrieg wurde die Firma unter Leitung des Sohnes Wilhelm Krieger junior zum Möbelmarktführer in West-Berlin.
Unmittelbar nach der Wiedervereinigung begann die Expansion des Unternehmens zunächst in den neuen Bundesländern. Der Unternehmenssitz wurde nach Waltersdorf an den Stadtrand verlegt.<ref>Det is ja Kapitalismus. In: Der Spiegel. Nr. 41, 1995 (online).</ref> 2002 und 2004 wurde Kurt Krieger durch Beteiligungen an Möbel Walther aus Gründau-Lieblos und Möbel Kraft aus Bad Segeberg auch im Südwesten und Norden Deutschlands aktiv.<ref>Höffner schluckt Rivalen Möbel Walther. In: Berliner Zeitung, 24. Januar 2002</ref><ref>Berliner Höffner-Konzern steigt bei Möbel Kraft ein. In: Die Welt, 8. Januar 2004.</ref> Erst Anfang 2005 wurde mit Übernahme und Umfirmierung des Fürther Frankenwohnlandes die erste Höffner-Niederlassung in den alten Bundesländern eröffnet.<ref>Höffner möbelt auf. In: Fürther Nachrichten, 4. Mai 2005</ref>
Mitte 2005 erwarb Krieger die beiden Möbelhäuser der Familienkette Möbel Erbe, die 2002 mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet worden war,<ref>moebelkultur.de</ref> in Hanau und Schkeuditz. Beide wurden kurze Zeit nach der Übernahme jedoch geschlossen.<ref>moebelkultur.de</ref><ref>moebelkultur.de</ref><ref>Möbel-Erbe in Schkeuditz wird geschlossen. In: Mitteldeutsche Zeitung, 20. Juli 2007.</ref> Das Haus in Hanau wurde zum Teil abgerissen, der Rest war jahrelang eine ungenutzte Industrieruine, auf dem Gelände wurde das Fachmarktzentrum Rondo 2017 eröffnet.<ref>Discounter statt Mobilpark. In: Frankfurter Rundschau, 16. Februar 2011.</ref><ref>op-online.de</ref><ref>op-online.de</ref><ref>Steinheimer Rondo kurz vor Eröffnung. 11. Mai 2017, abgerufen am 18. Oktober 2019.</ref> Das Gebäude in Schkeuditz wurde ab 2008 einige Zeit durch Amazon als Lager benutzt und ist nach langem Leerstand zum Airportpark Leipzig-Halle umgewandelt worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schkeuditz: In Watzschkenbreite zieht Leben ein. ( vom 13. Oktober 2011 im Internet Archive) In: Leipziger Volkszeitung, 13. August 2010</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schkeuditz: Bürgerbeteiligung zu „Watzschkenbreite“. ( vom 11. März 2011 im Internet Archive) In: Leipziger Volkszeitung, 7. März 2011</ref><ref>Areal der Superlative. Abgerufen am 18. Oktober 2019.</ref>
Am 1. Juli 2006 wurden neun der zehn deutschen Einrichtungshäuser der Möbel Walther AG in Höffner umbenannt. Diese hatte der Möbel-Walther-Mehrheitsaktionär und Höffner-Inhaber Kurt Krieger vorher gekauft. Die Sconto-SB-Möbelmärkte blieben Teil der Möbel Walther AG und übernahmen im Gegenzug die Möbel-Tick-Mitnahmemärkte von Höffner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Möbel Walther konzentriert sich auf SB-Mitnahmemöbelsektor. ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. finanzen.net, 20. Juni 2006</ref> Anfang 2008 eröffnete Höffner im Stadtteil Freiham Münchens größtes Möbelhaus.<ref>Höffner – München geht an den Start. Möbelkultur online, 8. Februar 2008</ref> Im Jahr 2010 feierte man das 100. Jubiläum unternehmerischer Familientradition. Mit der Übernahme und Umfirmierung des Rösrather Möbelzentrums in Rösrath bei Köln im Jahre 2010<ref>Höffner – Gestern Teil-Neueröffnung von Rösrather. Möbelkultur online, 30. September 2010</ref> und der für 2013 aber noch nicht realisierten Ansiedlung in Duisburg setzt Höffner seine Expansion in Westdeutschland fort.<ref>Ingp Blazejewski: Krieger will Möbelmärkte Höffner und Sconto 2013 fertigstellen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 5. Oktober 2011, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> Strategie ist dabei, größere Verkaufsflächen zu ermöglichen, dabei werden teilweise auch Standorte wie 2013 in Magdeburg zusammengelegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Höffner expandiert in größere Möbelhäuser ( vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive), Pressemitteilung vom 11. September 2013, PDF, abgerufen am 29. November 2013</ref> Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung von Möbel Mahler auf den süddeutschen Raum wurde deren Haus in Siebenlehn zum 1. Januar 2014 an die Möbel-Höffner-Gruppe verkauft, das jedoch weiterhin unter der Marke Möbel Mahler firmiert.<ref>Möbel Mahler dementiert Spekulationen – keine Probleme in Neu-Ulm. In: swp.de. 14. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2016; abgerufen am 3. November 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Höffner kauft Möbel-Mahler in Siebenlehn. In: freiepresse.de. Abgerufen am 3. November 2016.</ref> Gleich zwei Höffner-Möbelhäuser sind 2016 eröffnet bzw. komplett umgebaut und wiedereröffnet worden – in Berlin-Schöneberg und in Rösrath.<ref>Das Unternehmen Möbel Höffner – Langjährige Erfahrung und Top Service. Abgerufen am 26. Mai 2017.</ref>
Im Jahr 2007 wurde der Höffner-Filiale in Barsbüttel vom Landgericht Lübeck untersagt, mit Rabatten zu werben, wenn ein Preis zuvor kurzfristig angehoben und gleich danach wieder gesenkt wurde. Hintergrund war die Entdeckung eines Ehepaars bei der Suche nach einer Couchgarnitur, dass für eine Couch eine kurze Zeit lang ein Mondpreis ausgeschrieben war. Höffner gab Preisschwankungen des Herstellers als Begründung an, die jedoch nicht nachgewiesen werden konnten.<ref>Ehepaar deckt Rabatttricks auf, Hamburger Abendblatt, 23. Februar 2008.</ref>
Ende August 2018 wurde bekannt, dass Höffner die Paderborner Möbelkette Finke übernehmen wird, sofern das Bundeskartellamt zustimmt.<ref name="nw-224680">Martin Krause: Höffner (Krieger-Gruppe) übernimmt Paderborner Möbelunternehmen Finke. In: nw.de. 24. August 2018, abgerufen am 24. August 2018.</ref> Im November 2018 wurde die Übernahme bestätigt.<ref>Kahlschlag bei Finke. Abgerufen am 29. April 2019.</ref>
2021 wurde in Kiel gegen Höffner protestiert, da bei Bauarbeiten an der Filiale Ausgleichsflächen abgeholzt wurden. Im August 2023 zahlte das von Höffner beauftragte Gartenbau-Fachunternehmen 50.000 Euro Bußgeld. Höffner war nicht davon betroffen, hatte 2021 bereits 100.000 Euro für ökologische und soziale Projekte in Schreventeich und Hasseldieksdamm an die Stadt gespendet.<ref>Teures Nachspiel für Gartenbaufirma. In: Kieler Nachrichten, 30. August 2023.</ref>
Laut Rechenschaftsbericht der AfD spendete Höffner-Besitzer Kurt Krieger 2024 über verbundene Unternehmen 18.000 Euro an die vom Verfassungsschutz beobachtete Partei.
Zahlen und Fakten
Höffner beschäftigt etwa 6000 Mitarbeiter, vertreibt seine Produkte über den stationären Handel und seit 2014 über einen Onlineshop. Höffner verfügt über 26 Einrichtungshäuser, die aus fünf Zentrallagern und einem Nachschublager beliefert werden. In den computergesteuerten Hochregallagern können 100.000 Möbel-Container auf mehr als 600.000 m² untergebracht werden. Täglich werden über 4000 Bestellungen zur Lieferung bereitgestellt. Deutschlandweit liefern 750 firmeneigene LKW aus.<ref>hoeffner.de, zuletzt abgerufen am 9. Januar 2017</ref>
Die 26 Möbelhäuser befinden sich in Berlin-Pankstraße, Berlin-Schöneberg, Berlin-Lichtenberg, Berlin-Waltersdorf, Berlin-Vogelsdorf, Chemnitz, Cottbus-Wilmersdorf, Dresden-Elbepark, Erfurt-Waltersleben, Fürth, Gründau-Lieblos, Barsbüttel bei Hamburg, Hamburg-Eidelstedt, Isernhagen bei Hannover, Kiel, Günthersdorf bei Leipzig, Magdeburg-Pfahlberg, München-Freiham, Neuss, Paderborn, Rösrath, Bentwisch bei Rostock, Münster, Hamm, Fuldabrück bei Kassel und Schwetzingen bei Mannheim.<ref>Standorte auf Hoeffner.de, zuletzt abgerufen am 24. Mai 2022</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-11
- Einrichtungshaus
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