Günthers
Günthers Stadt Tann (Rhön)
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(416)&title=G%C3%BCnthers 50° 39′ N, 10° 0′ O
{{#coordinates:50,658333333333|9,9922222222222|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Günthers | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 335–370 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,65 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 416 (Feb. 2023)<ref name="DF">Die Tanner Stadtteile, abgerufen im Oktober 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 157 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36142 | |||||
| Vorwahl: | 06682 | |||||
Günthers in der Rhön ist ein Stadtteil von Tann (Rhön) im osthessischen Landkreis Fulda.
Er liegt an der B 278 zwischen Motzlar und Tann und am Fluss Ulster. In der Gemarkung liegt der Hof „An der Reichsstraße“.<ref name="lagisR" />
Geschichte
Ortsgeschichte
Soweit bekannt erfolgte die Ersterwähnung im Jahre 1362 als Siedlungsplatz an der Reichsstraße und zählte zum Lehensgebiet des Klosters Fulda.<ref name="lagis" />
Da Günthers zur Herrschaft Tann (im Ritterkanton Rhön-Werra, Buchisches Quartier) gehörte, erfolgte die Einführung der Reformation vermutlich um 1540.
Im Jahr 1909 wurde der Abschnitt der Ulstertalbahn durch Günthers eröffnet. Als Folge der Deutschen Teilung wurde die Strecke im Juli 1945 an der Zonengrenze zwischen Motzlar und Günthers unterbrochen, in Richtung Hilders auf der hessischen Seite wurde der Personenverkehr 1961 eingestellt. Die 1977 stillgelegte Strecke wird vom Ulsterradweg genutzt.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Günthers auf freiwilliger Basis zum 31. Dezember 1971 in die die Stadt Tann eingemeindet.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, Punkt 93 Abs. 50 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Günthers wurde, wie für alle Stadtteil von Tann, ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 538 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Tann (Rhön), abgerufen im September 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Günthers angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft der Freiherren von der Tann (Ritterkanton Rhön-Werra, Buchisches Quartier)
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Königreich Bayern, Herrschaft der Freiherren von der Tann<ref group="Anm.">Durch den Reichsdeputationshauptschluss.</ref>
- 1806–1813: Großherzogtum Würzburg, Landgericht Hilders<ref group="Anm.">Infolge der Napoleonischen Kriege.</ref>
- 1814–1832: Königreich Bayern, Herrschaftsgericht Tann
- 1832–1848: Königreich Bayern, Herrschaftskommissariat Tann
- 1848–1861: Königreich Bayern, Regierung Unterfranken und Aschaffenburg, Landgerichtsbezirk Hilders
- 1862–1866: Königreich Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken, Bezirksamt Gersfeld<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Hilders) und Verwaltung.</ref>
- ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gersfeld
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Fulda
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Stadt Tann (Rhön)
-
Die Ulster in Günthers mit Mühlgraben
-
Schüler und Lehrer an der Volksschule Günthers 1927
-
Tann (Rhön) von Günthers aus gesehen
-
Der Rockenstuhl von Günthers aus gesehen.
-
Bahnhof Günthers an der Bahnstrecke Vacha–Hilders
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Günthers 426 Einwohner. Darunter waren 3 (0,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 93 Einwohner unter 18 Jahren, 171 waren zwischen 18 und 49, 87 zwischen 50 und 64 und 78 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 147 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 36 Paare ohne Kinder und 72 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 30 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 90 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Günthers: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 299 | |||
| 1840 | 287 | |||
| 1846 | 291 | |||
| 1852 | 297 | |||
| 1858 | 292 | |||
| 1864 | 294 | |||
| 1871 | 297 | |||
| 1875 | 300 | |||
| 1885 | 291 | |||
| 1895 | 300 | |||
| 1905 | 289 | |||
| 1910 | 299 | |||
| 1925 | 345 | |||
| 1939 | 347 | |||
| 1946 | 438 | |||
| 1950 | 420 | |||
| 1956 | 398 | |||
| 1961 | 363 | |||
| 1967 | 393 | |||
| 1970 | 397 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 426 | |||
| 2021 | 416 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Tann (Rhön)<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 291 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 342 evangelische (= 94,21 %), 14 katholische (= 3,86 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Günthers besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Günthers) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,45 %. Alle Kandidaten gehörten der Wählergemeinschaft Günthers an.<ref>Ortsbeiratswahl Günthers. In: Votemanager. Stadt Tann (Rhön), abgerufen im September 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Thomas Wehner zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeiräte der Stadt Tann (Rhön). Abgerufen im September 2024.</ref>
Weblinks
- Stadtteile In: Webauftritt der Stadt Tann (Rhön).
- Günthers, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Günthers, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. April 2024). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="lagisR">An der Reichsstraße, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 31. Januar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 8,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 14 und 70, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Kernstadt Tann (Schweidhof, Friedrichshof, Hasenmühle) – Günthers
Habel (Esbachsgraben, Neustädtges, Habelgraben, Schwarzenborn, Karnhof, Mollartshof)
Hundsbach (Dippach, Kleinfischbach, Herdathurm) – Lahrbach (Brauertshof, Paradieshof)
Neuschwambach (Altschwambach, Aura, Oberrückersbach, Unterrückersbach) – Neuswarts (Meerswinden)
Schlitzenhausen (Sinswinden) –
Theobaldshof (Knottenhof, Dietgeshof) – Wendershausen (Rothof)