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Günther Brendel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Guenther Brendel 2008.jpg
Günther Brendel im Februar 2008

Günther Brendel häufig auch Günter Brendel (* 17. Januar 1930 in Weida; † 8. Januar 2026 in Berlin)<ref>Kunst: Maler Günther Brendel gestorben. In: jungewelt.de. 13. Januar 2026, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref> war ein deutscher Maler und Grafiker. Viele Jahre war er Professor für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Leben

Nach einer Ausbildung und Arbeit als Dekorationsmaler 1944–1948 in Weida studierte Günther Brendel bis 1951 an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar bei Otto Herbig, Hans Hoffmann-Lederer und Hermann Kirchberger. Nach der Neuausrichtung der Hochschule hin zur Architektur setzte er sein Studium bis zum Diplom von 1951 bis 1953 in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste bei Fritz Dähn und Rudolf Bergander fort. Als Diplomarbeit schuf er das Tafelbild Kindergarten. Hilfe für die werktätige Frau (Öl, 162 × 130 cm),<ref>Rudolph; Brendel Kramer: Kindergarten (Diplomarbeit). 1953, abgerufen am 24. Januar 2023.</ref> das auch auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung in Dresden ausgestellt wurde. 1954 arbeitete er kurzzeitig freischaffend in Dresden. Nach seinem Umzug nach Berlin übernahm er 1954 dort eine Assistentenstelle an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee, wo er 1956 bis 1959 als Aspirant, von 1959 bis 1964 als Oberassistent für Malerei und danach als Dozent arbeitete. 1969 übernahm er die Professur für Malerei.

Brendel war ab 1967 Mitglied des Präsidiums des Verbands Bildender Künstler der DDR und ab 1978 Vorsitzender des Berliner Bezirksverbands. Er hatte in der DDR eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. an der Dritten Deutschen Kunstausstellung 1953 bis zur X. Kunstausstellung der DDR in Dresden 1987/1988. 1980 wurde er im Berliner Ausstellungszentrum am Fernsehturm mit der Ausstellung Günther Brendel und seine Schüler geehrt.

Studienreisen führten Brendel in die Sowjetunion, nach Rumänien und nach Bulgarien. So hatte er 1972 und 1973 mit Siegfried Besser, Eberhard Hückstädt, Dieter Rex und Wolfram Schubert Studienaufenthalte im Donbassgebiet, wo sie insbesondere im Stahlwerk Asow-Stahl künstlerisch arbeiteten und Kontakt zu den Arbeitern fanden.<ref>Siegfried Besser: Zu Gast im Stahlwerk „Asowstahl“. In: Bildende Kunst, Berlin, 10/1977, S. 507</ref>

Der Trauergottesdienst für Günther Brendel mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 24. Januar 2026 in der St. Laurentius-Kirche in Wonsees statt.<ref>Traueranzeige auf trauer-in-franken.de, abgerufen am 18. Januar 2026.</ref>

Werke (Auswahl)

Brendel stellte meist Natur- und Stadtlandschaften, Szenen aus dem Arbeitsleben und Porträts dar.<ref name="Museum1000" /><ref name="Generationen">Ingeborg Ruthe: Mit seinen Bildern wuchsen Generationen auf. Berliner Zeitung, (Printausgabe) 16. Januar 2026, S. 12. online.</ref> Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt viele Bilder von Brendel auf.<ref name="Generationen" />

Tafelbilder (Auswahl)

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • Braunkohletagebau (Mischtechnik; ausgestellt 1958/1959 auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung in Dresden)<ref>bildatlas, Bild 333, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
  • 1959: Fest der Jugend<ref name="Museum1000" />
  • 1962: Aufbau des Berliner Stadtzentrums<ref>Bildatlas, Bild 268 abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
  • 1964: Paul Robeson (Mischtechnik)<ref name=":0">Bildindex der Kunst & Architektur.</ref>
  • 1966/67: Familie (Gouache; ausgestellt 1967/1968 auf der VI. Kunstausstellung der DDR)<ref name=":0" />
  • 1969: Bauarbeiter des Alexanderplatzes (Öl auf Holz; 180 × 240 cm)<ref>Bildatlas, Bild 516, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
  • 1970/71: Die Parteigruppe berät (Öl; ausgestellt 1972/1973 auf der VII. Kunstausstellung der DDR)<ref name=":0" />
  • 1975/76: Großes Stillleben (Dispersionsfarben; Bild für die Galerie im Palast der Republik)<ref name=":0" />, nach Abriss aufbewahrt im Deutschen Historischen Museum<ref name="Generationen" />
  • 1981/82: Porträt Prof. Wolfgang Heinz (Öl; ausgestellt 1982/1983 auf der IX. Kunstausstellung der DDR)<ref name=":0" />
  • 1985: Konzert für Bauarbeiter (Öl und Tempera; ausgestellt 1987/1988 auf der X. Kunstausstellung der DDR)<ref name=":0" />
  • Hiddensee<ref name="Art1" />
  • Gebirgslandschaft mit Windbruch<ref name="Art1" />
  • Boote im Hafen<ref name="Art1" />
  • 1990: Berliner Stadtlandschaft<ref>Bildatlas, Bild 1576, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Zeichnungen, Lithografien (Auswahl)

Baugebundene Kunst (Auswahl)

Einzelausstellungen

Auszeichnungen

Literatur

  • Karl-Heinz Klingenburg: Atelierbesuch bei Günther Brendel. In: Bildende Kunst, Berlin 1/1967, S. 14–17
  • Karl-Heinz Klingenburg: Günther Brendel. In: Weggefährten. 25 Künstler der Deutschen Demokratischen Republik. VEB Verlag der Kunst, Dresden, 1970. S. 32–47
  • Brendel, Günther. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 109/110
  • Ausstellungskatalog Günther Brendel und seine Schüler; Kulturdirektion Berlin, 1980
  • Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1983; S. 64 ff. u. a.
  • Schichtwechsel – Kunst aus 40 Jahren DDR / Katalog: Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow mit einem Beitrag von Dr. Herbert Schirmer. 2010 bis 2013.

Weblinks

Commons: Günther Brendel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Museum1000">Günther Brendel (*1930), abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> <ref name="Art1">Bilder von Günther Brendel aus Auktionen zwischen 2011 und 2024. (Ansichten nur mit Abonnement), abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> </references>

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