Zum Inhalt springen

Günter Spinner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Günter Spinner (* 6. August 1972<ref>Deutscher Richterbund (Hrsg.): Handbuch der Justiz 2020/2021. C.F. Müller, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-8114-0746-6.</ref> in Oppenau) ist ein deutscher Jurist und seit 2025 Richter des Bundesverfassungsgerichts. Zuvor war er von 2011 bis 2025 Richter am Bundesarbeitsgericht.

Leben

Günter Spinner schloss seine juristische Ausbildung 1999 in Stuttgart mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Mit der Dissertation Die vereinbarte Betriebsverfassung. Ein Vergleich verschiedener Vereinbarungen zur Organisation der Betriebsverfassung wurde er 2000 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Dr. jur. promoviert. Für die Dissertation wurde er im selben Jahr mit dem Südwestmetallpreis ausgezeichnet.<ref>Südwestmetall-Förderpreis. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, abgerufen am 25. Mai 2025.</ref> In Baden-Württemberg war er als Richter an Arbeitsgerichten, darunter das Arbeitsgericht Karlsruhe, sowie am Landesarbeitsgericht tätig. Spinner war von 2006 bis 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesarbeitsgericht abgeordnet. 2010 wurde er zum Vizepräsidenten des Arbeitsgerichts Stuttgart ernannt.

Im März 2011 wurde er zum Richter am Bundesarbeitsgericht gewählt. Er trat das Amt am 1. Juni 2011 an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neue Bundesrichter gewählt. (Memento vom 1. Juli 2011 im Internet Archive) Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 17. März 2011.</ref> Im Februar 2018 wurde er zum Honorarprofessor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ernannt.<ref>Für Karlsruhe soll es rote Roben regnen. In: die-tagespost.de. 23. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref> Vom 1. September 2023 bis zum 7. Oktober 2025 war er Vorsitzender Richter des Achten Senats.<ref>Prof Dr. Günter Spinner ist neuer Vorsitzender Richter am BAG. In: efarbeitsrecht.net. 1. September 2023, abgerufen am 25. September 2025.</ref>

Günter Spinner wurde im Mai 2025 einstimmig vom Plenum des Bundesverfassungsgerichts für die Wahl von Richtern des Bundesverfassungsgerichts 2025 vorgeschlagen. Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag schloss sich dem Vorschlag an.<ref>Christian Rath: Diese drei Neuen sollen für Union und SPD ans BVerfG. In: Legal Tribune Online. Wolters Kluwer Deutschland, 30. Juni 2025, abgerufen am 6. Juli 2025.</ref> Am 25. September 2025 wurde Spinner vom Bundestag als Richter des Bundesverfassungsgerichts gewählt.<ref>Drei Richterstellen am Bundesverfassungsgericht neu besetzt. Deutscher Bundestag, 25. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref> Spinner trat die Nachfolge des Bundesverfassungsrichters Josef Christ, Mitglied des Ersten Senats des BVerfG, an.<ref>Rechtswissenschaftliche Fakultät: Honorarprofessoren. Universität Freiburg, 25. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.</ref> Seine Ernennung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erfolgte am 7. Oktober 2025.<ref>Richterwechsel am Bundesverfassungsgericht. In: bundespraesident.de. 6. Oktober 2025, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref>

Mit Manfred Löwisch verfasste Spinner einen Kommentar zum Kündigungsschutzgesetz (2006). Außerdem war er Mitautor von Neues Kostenrecht (2004), Zukunft der Arbeitsgerichtsbarkeit (2005) und Bearbeiter von Die vereinbarte Betriebsverfassung (2000).<ref>Buchliste bei book-info.com</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Erster Senat:

Stephan Harbarth (Präsident und Vorsitzender Erster Senat) | Yvonne Ott | Henning Radtke | Ines Härtel | Heinrich Amadeus Wolff | Martin Eifert | Miriam Meßling | Günter Spinner

Zweiter Senat:

Ann-Katrin Kaufhold (Vizepräsidentin und Vorsitzende Zweiter Senat) | Christine Langenfeld | Astrid Wallrabenstein | Rhona Fetzer | Thomas Offenloch | Peter Frank | Holger Wöckel | Sigrid Emmenegger

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein