Hekatoncheiren
Die Hekatoncheiren ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sind Gestalten der griechischen Mythologie, drei riesenhafte Söhne des Uranos und der Gaia. Jeder von ihnen hat 100 Arme und in manchen Überlieferungen zudem 50 Köpfe.
Ihre Namen sind Briareos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); auch Obriareos), Gyges ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); auch Gyes) und Kottos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Wesentliche Quelle für den Mythos ist die Theogonie des Hesiod.
Ihr Vater Uranos hasste die Hekatoncheiren von Anfang an und verbarg sie sofort nach ihrer Geburt an einem finsteren Ort in der Erde, wohin niemals das Sonnenlicht drang. Ihre Mutter litt unter dem ungerechten Schicksal der Söhne und stiftete ihre anderen Kinder aus dem Titanengeschlecht an, ihren Vater mit einer Sichel aus Adamant zu kastrieren, unter den Titanen war aber nur Kronos zu dieser Tat bereit.<ref name="Hesiod Theogonie 147ff">Hesiod, Theogonie 147 ff.</ref>
Aus dem Gefängnis unter der Erde am Rande der Welt wurden die Hekatoncheiren aber erst von Zeus, dem Sohn des Kronos, befreit. Zeus und seine Geschwister kämpften nämlich seit 10 Jahren einen nicht zu entscheidenden Krieg gegen die anderen Titanen (siehe Titanomachie). Gaia aber hatte geweissagt, dass mit Hilfe der Hekatoncheiren Zeus den Sieg erringen könnte. Zeus befreite also die Hekatoncheiren aus dem Erebos, gab ihnen Nektar zu trinken und Ambrosia zu essen, wodurch sie nach der langen Gefangenschaft ihre Riesenkräfte wieder zu voller Entfaltung brachten und gestärkt in den Kampf gegen die Gegner des Zeus zogen. Unter dem Angriff der Hundertarmigen brachen die Titanen zusammen: Briareos, Gyges und Kottos türmten 300 Felsen aufeinander und begruben die Titanen darunter. Die Besiegten wurden gefesselt und in den Tartaros verbannt, die Hekatoncheiren aber wurden zu ihren Wächtern bestellt.<ref name="Hesiod Theogonie 147ff" /> Briareos erhielt zudem von Poseidon die Hand seiner Tochter Kymopolea, die ihm die Nymphe Oiolyke gebar.<ref>Hesiod, Theogonie 807 ff. und Stesichoros Fragment 299 (Scholion zu Apollonios von Rhodos, Argonautika)</ref>
Briareos wird auch mit Aigaion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) identifiziert, so bei Vergil<ref>Vergil, Aeneis 10,565 [1]</ref> und in den Fasten des Ovid.<ref>Ovid, Fasti 3,793 ff.</ref> Diese Gleichsetzung findet sich schon bei Homer, der im ersten Gesang schreibt, dass Briareos nur von den Göttern so genannt werde, dass die Menschen ihn aber Aigaion nennen, da er den Vater an Stärke überrage. Er sei so mächtig gewesen, dass selbst Götter sich scheuten, ihm entgegenzutreten: Als einst sich Hera, Poseidon und Athene verschworen hatten, Zeus zu überwältigen und zu fesseln, rief Thetis den Briareos auf den Olymp, der sich neben Zeus setzte:
<poem style="margin-left:2em; font-style:italic;"> Dieser nun saß bei Kronion dem Donnerer, freudigen Trotzes. Drob erschraken die Götter, und scheuten sich, jenen zu fesseln.<ref>Homer, Ilias 1,395–406</ref> </poem>
Literatur
- Julius Adolf Bernhard: Hekatoncheiren. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 1910 (Digitalisat).
- Julius Adolf Bernhard: Aigaion. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 140–143 (Digitalisat).
- Julius Adolf Bernhard: Briareos 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 818 f. (Digitalisat).
- Ludolf Malten: Hekatoncheires. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VII,2, Stuttgart 1912, Sp. 2797–2799 (Digitalisat).
- Maximilian Mayer: Die Giganten und Titanen in der antiken Sage und Kunst. Weidmann, Berlin 1887, S. 120ff.
- Reviel Netz: Hekatoncheires. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 5, Metzler, Stuttgart 1998, ISBN 3-476-01475-4, Sp. 271 (Digitalisat).
- Erika Simon: Hekatoncheires. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band IV, Zürich/München 1988, S. 481–482.
Weblinks
- Hekatonkheires im Theoi Project (engl.)
Einzelnachweise
<references />