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Gustav Müller (Politiker, 1820)

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Gustav-Adolf Müller (* 16. November 1820 in Stettin; † 8. Juli 1889 in Berlin) war ein deutscher Kaufmann, königlich-belgischer Konsul und Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes.

Leben

Müller besuchte das Gymnasium in Stettin und genoss daselbst eine kaufmännische Ausbildung. Darauf war er vier Jahre in England, Frankreich, den Vereinigten Staaten und Westindien. Von 1845 bis 1865 war er in Stettin Kaufmann, königlich-belgischer Konsul und Assessor des Seehandelsgerichts. Ab Oktober 1865 war er in Berlin, wo er als Bankier tätig war und 1870 die Deutsche Bank mitbegründete.<ref>Fritz Seidenzahl: 100 Jahre Deutsche Bank 1870–1970, Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, 1970, S. 8, 17ff</ref><ref>Lothar Gall, Gerald D. Feldmann, Harold James, Carl-Ludwig Holtfrerich, Hans E. Büschgen: Die Deutsche Bank 1870–1995, C.h. Beck, München, 1995, ISBN 3-406-38945-7, S. 6.</ref>

Von 1858 bis 1865 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Anklam-Ueckermünde-Wollin, ab 1867 als Abgeordneter Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes und des Zollparlaments für den Wahlkreis Stettin 4 (Stettin-Stadt).<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 47; vgl. auch A. Phillips (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel, Berlin 1883, S. 30.</ref> Im Konstituierenden Reichstag von 1867 blieb er fraktionslos.<ref>Fraktionsliste Konstituierender Reichstag</ref> Im Ersten ordentlichen Reichstag gehörte er zunächst der Fraktion der Freien Vereinigung an und trat dann den Nationalliberalen bei.<ref>Fraktionsliste Erster Ordentlicher Reichstag 1867</ref><ref>Fraktionsliste Erster Ordentlicher Reichstag 1868</ref>

Literatur

  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 181.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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