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Gura Humorului

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Gura Humorului
Gura Humora
Datei:ROU SV Gura Humorului CoA.jpg
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Bukowina
Kreis: Suceava
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(13278) 47° 33′ N, 25° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(13278) 47° 33′ 15″ N, 25° 53′ 15″ O
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Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 470 m
Fläche: 69,84 km²
Einwohner: 13.278 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km²
Postleitzahl: 725300
Telefonvorwahl: (+40) 02 30
Kfz-Kennzeichen: SV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 31. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: Gura Humorului, Voroneț
Bürgermeister : Marius Ioan Ursăciuc (Unabh.)
Postanschrift: Piața Republicii, nr. 14
loc. Gura Humorului, jud. Suceava, RO–725300
Website:

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Gura Humorului (<phonos file="Ro-Gura Humorului.ogg">Aussprache</phonos>/?; polnisch und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), jiddisch: גורא הומאָרא Gura humora) ist ein Ort im südlichen Teil der Bukowina, nahe der Stadt Suceava im Nordosten Rumäniens.

Der Ort, der ehemals zum Fürstentum Moldau gehörte, liegt an der Mündung des Flusses Humora in die Moldau; der Ortsname bedeutet Mündung der Humora. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Region Bukowina, zu der auch Gura Humorului gehört, von Österreich besetzt. Ab dem 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die damals multikulturelle Stadt dann von der deutschen und jüdischen Kultur geprägt. Noch in den 1930er Jahren waren Bukowinadeutsche die größte Bevölkerungsgruppe im Ort.<ref>Vergleiche die Ethnische Karte der Bukowina von 1930.</ref> Heute ist das jüdische Leben dort ebenso wie die ehemaligen deutschen Bewohner weitgehend verschwunden. Im Jahre 1998 wurde die Gura Humorului Jewish Community gegründet, eine Gemeinschaft ehemaliger jüdischer Bewohner von Gura Humorului, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an das jüdische Leben in der Stadt zu bewahren.

Geschichte

1774 wurde die Region Bukowina, zu der das damalige Gura Humora gehörte, im Laufe des Russisch-Osmanischen Kriegs (1768–1774) vom nicht kriegführenden Österreich besetzt. 1774 wurde dies im Frieden von Küçük Kaynarca bestätigt, offiziell als Dank für Österreichs „Vermittlerdienste“ zwischen den Kriegsgegnern.

Aus vielen Teilen der k.u.k. Monarchie strömten nun ab Ende des 18. Jahrhunderts Kolonisten in die damals noch sehr dünn besiedelte Bukowina, darunter auch zahlreiche jüdische Familien. Der Großteil der Einwanderer ist hierbei allerdings den Bukowinadeutschen zuzurechnen.

Im Jahre 1869 waren etwa ein Drittel der Einwohner (880 Personen) der Stadt Juden. Zusammen mit den Bukowinadeutschen bildeten deutschsprachige Juden in Gura Humora eine Bevölkerungsmehrheit, es gab aber auch signifikante rumänische und ukrainische Bevölkerungsteile.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Österreich-Ungarische Kronland Bukowina, damit auch Gura Humora, im Friedensvertrag von Versailles von den Siegermächten Rumänien zugeschlagen. Gura Humora heißt seitdem rumänisch amtlich Gura Humorului.

Beim Zensus 1930, als die Bukowina bereits zu Rumänien gehörte und der deutschsprachige Bevölkerungsteil abnahm, hatte die Stadt 6.042 Einwohner. Davon gaben 43,8 % Deutsch als Muttersprache an, 29,4 % Jiddisch und 22,6 % Rumänisch.<ref>Recensământul general al populatiei româniei din 29 decemvrie 1930 – Internet Archive.</ref>

Durch seinen großen jüdischen Bevölkerungsanteil war Gura Humorului bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges ein sehr bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens und jüdischer Intellektueller in der Bukowina.

1940 wurde der Großteil der deutschstämmigen Bevölkerung „Heim ins Reich“ geholt. Am 10. Oktober 1941 wurden die meisten jüdischen Einwohner der Stadt in Konzentrationslager im Besatzungsgebiet Transnistrien deportiert; einige Überlebende kehrten in den Jahren 1944 und 1945 aber in die Stadt zurück. Die verbliebene deutsche Bevölkerung wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vertrieben. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs gehört die Stadt als Teil des Kreises Suceava zu Rumänien. Gemäß der Volkszählung von 2011 hatte der Ort 13.667 Einwohner, davon zu über 90 Prozent Rumänen.<ref>Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).</ref>

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Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Ehrenbürger

  • Oktavian Regner von Bleyleben (1866–1945), österreichisch-ungarischer Verwaltungsjurist<ref>Hof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 1918, Seite 519.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Gura Humorului Biserica sfintii imparati constantin si elena outside.jpg
Kirche Sfinții Împarați Constantin și Elena in Gura Humorului.

Städtepartnerschaften

Gura Humorului unterhält Städtepartnerschaften seit 2006 mit der Kleinstadt Sulina im Donaudelta<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss Nr. 183 am 5. Dezember 2006 von Sulina (Memento vom 1. April 2017 im Internet Archive) (PDF; 379 kB; rumänisch) abgerufen am 31. März 2017.</ref> und seit 2011 mit der Hafen- und Kreisstadt Puck in Polen.<ref>Angaben zur Partnerschaft mit Puck bei radiotop.ro (rumänisch) abgerufen am 31. März 2017.</ref>

Weblinks

Commons: Gura Humorului – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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