Grünibis
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| Grünibis | ||||||||||
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| Datei:Mesembrinibis cayennensis.jpg
Grünibis (Mesembrinibis cayennensis) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||
| Mesembrinibis | ||||||||||
| J. L. Peters, 1930 | ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||
| Mesembrinibis cayennensis | ||||||||||
| (Gmelin, JF, 1789) |
Der Grünibis oder auch Cayenneibis (Mesembrinibis cayennensis) ist ein mittel- und südamerikanischer Vogel aus der Familie der Ibisse und Löffler. Er steht in der monotypischen Gattung Mesembrinibis.
Aussehen
Der Grünibis erreicht eine Körperlänge von 48 bis 58 cm, das Gewicht liegt zwischen 715 und 785 g. Das Gefieder und der gekrümmte Schnabel sind schwarz mit einem grün-metallischen Schimmer, der je nach Lichtverhältnissen mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann. Die Beine sind dunkelgrau.
Es gibt keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Das Gefieder der Jungvögel ist deutlich stumpfer gefärbt, ohne den metallischen Glanz.
Verbreitung und Bestand
Der Grünibis ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Er kommt vor in Nicaragua, Honduras, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Guayana, in den östlichen Landesteilen von Ecuador, Bolivien und Peru, in fast ganz Brasilien bis hin nach Paraguay und Nordost-Argentinien.
Nach IUCN gibt es weltweit 50.000 bis 100.000 Brutpaare, die Art ist als nicht gefährdet eingestuft.
Lebensraum
Der Grünibis bevorzugt bewaldete und feuchte Biotope, Mangrovensümpfe, Fluss- und Seeufer, auch offenes Grasland in Waldnähe.
Ernährung
Die Nahrung des Grünibisses besteht aus Insekten und deren Larven, Würmern und Schnecken, hat aber auch pflanzliche Anteile. Zur Nahrungssuche stochert er mit seinem Schnabel im weichen Boden oder auch im Flachwasser. Manchmal hat er dabei auch die Flügel aufgespannt, möglicherweise um die Sicht zu verbessern.
Fortpflanzung
Der Grünibis brütet nicht in Kolonien. Die Einzelnester werden auf hohen Bäumen, häufig über Wasserflächen, gebaut. Als Nestbaumaterial werden Zweige verwendet, zur Auspolsterung Gras und Blätter. Das Gelege besteht aus 2 bis 4 Eiern. Die Jungvögel werden in 23 bis 27 Tagen flügge.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Grünibis erfolgte 1789 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Tantalus cayennensis. Als Verbreitungsgebiet gab er Cayenne an.<ref name="gmelin652">Johann Friedrich Gmelin (1789), S. 652</ref> 1930 führte James Lee Peters die Gattung Mesembrinibis ein.<ref name="peters256">James Lee Peters (1930), S. 256</ref> Der Begriff leitet sich vom griechischen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für südlich, Süden und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Campephilus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »cayennensis« bezieht sich auf das genannte Verbreitungsgebiet.<ref name="gmelin652"/> Alfred Laubmann konnte mit Harpiprion cayennensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Salvadori, 1895 nur ein von Alfredo Borelli (1858–1943) in Paraguay gesammeltes Exemplar identifizieren und ging somit davon aus, dass die Art im Land sehr selten vorkomme.<ref name="laubmann101">Alfred Laubmann (1939), S. 101–102</ref>
Literatur
- Johann Friedrich Gmelin: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. Band 1, Nr. 2. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1789 (biodiversitylibrary.org).
- Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal (Hrsg.): Family Threskiornithidae (Ibises and Spoonbills) in Handbook of the Birds of the World. Band 1. Lynx Edicions, Barcelona 1992, ISBN 84-87334-10-5.
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 101–102 (google.de).
- James Lee Peters: The type species of the Avian genus Harpiprion. In: Occasional papers of the Boston Society of Natural History. Band 5, 1930, S. 255–256 (biodiversitylibrary.org).
- Tommaso Salvadori: Viaggio del dottor Alfredo Borelli nella Repubblica Argentina e nel Paraguay, XVI. In: Bollettino dei musei di zoologia ed anatomia comparata della R. Università di Torino. Band 10, Nr. 208, 1895, S. 1–24 (biodiversitylibrary.org).
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- BirdLife Species Factsheet
- Grünibis (Mesembrinibis cayennensis) bei Avibase
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Grünibis (Mesembrinibis cayennensis)
- Green Ibis (Mesembrinibis cayennensis) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
Einzelnachweise
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