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Grüner Alpendost

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Grüner Alpendost
Datei:Adenostyles glabra.JPG

Grüner Alpendost (Adenostyles alpina)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Alpendost (Adenostyles)
Art: Grüner Alpendost
Wissenschaftlicher Name
Adenostyles alpina
(L.) Bluff & Fingerh.

Der Grüne Alpendost (Adenostyles alpina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Alpendost (Adenostyles) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung

Datei:Die Alpenpflanzen nach der Natur gemalt (Page 44) (7215980022).jpg
Illustration aus Die Alpenpflanzen nach der Natur gemalt, S. 44
Datei:Adenostyles glabra 2.jpg
Blütenstand

Vegetative Merkmale

Der Grüne Alpendost ähnelt dem Grauen Alpendost, erreicht aber nur Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern.

Die Laubblätter sind unterseits nur auf den Nerven behaart und weisen keinen abwischbaren Filz auf. Die Blattränder sind regelmäßig gezähnt. Alle Stängelblätter sind gestielt. Der Blattstiel ist am Grunde nicht verbreitert und nicht umfassend.

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September. Die Körbchen sind zu einem doldenrispigen Gesamtblütenstand vereinigt. Die Körbchen enthalten meist nur drei Röhrenblüten und drei Hüllblätter. Die Blütenkrone ist 6,5 bis 8 Millimeter lang, ihre Kronzipfel nehmen mehr als die Hälfte des ganzen Saumes ein.

Die Achänen sind 3 bis 5 Millimeter lang. Der Pappus ist 4 bis 5 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Adenostyles alpina reicht von Spanien und Frankreich, Italien, Sizilien, Deutschland und der Schweiz bis Slowenien und Kroatien.<ref name="Euro+Med" />

Der Grüne Alpendost kommt auf stickstoffreichen, basenreichen Böden in Bergwäldern, in Hochstaudenfluren und an Bachufern vor. Er ist eine Petasition-paradoxi-Verbandscharakterart, kommt aber auch in hochmontanen Fagion- oder Piceion-Pflanzengesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Er findet sich im Alpenvorland und in den Alpen in Höhenlagen von 1200 bis 2000 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil nahe dem Kaufbeurer Haus bei Hinterhornbach bis zu einer Höhenlage von 2010 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Ein Synonym für Adenostyles alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.)Bluff & Fingerh. ist Adenostyles glabra <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mill.) DC.

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:<ref name="Euro+Med" />

  • Adenostyles alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Bluff & Fingerh. subsp. alpina: Sie kommt in Frankreich, Italien, Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowenien und Kroatien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Adenostyles alpina subsp. australis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Ten.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Greuter: Dieser Endemit kommt nur in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Adenostyles alpina subsp. briquetii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gamisans) Tutin (Syn.: Adenostyles briquetii <templatestyles src="Person/styles.css" />Gamisans, Adenostyles glabra subsp. briquetii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Gamisans) Wagenitz & I.Müll.): Dieser Endemit kommt nur auf Korsika vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Adenostyles alpina subsp. macrocephala <templatestyles src="Person/styles.css" />(Huter & al.) M.Dillenberger & Kadereit (Syn.: Adenostyles alliariae subsp. macrocephala (<templatestyles src="Person/styles.css" />Huter & al.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Wagenitz & <templatestyles src="Person/styles.css" />I.Müll.): Dieser Endemit kommt nur in Kalabrien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Adenostyles alpina subsp. nebrodensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Wagenitz & <templatestyles src="Person/styles.css" />I.Müll.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Greuter: Dieser Endemit kommt nur in Sizilien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Adenostyles alpina subsp. pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lange) M.Dillenberger & Kadereit (Syn.: Adenostyles alliariae subsp. pyrenaica (<templatestyles src="Person/styles.css" />Lange) <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Fourn., Adenostyles pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />Lange): Sie kommt nur in Frankreich und Spanien vor.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. München 2003, ISBN 3-576-11482-3.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Gerhard Wagenitz: Familie Compositae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage. Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin / Hamburg 1979, ISBN 3-489-84020-8, S. 1385–1387. (Beschreibung)

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 946.</ref> <ref name="Dörr-Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 615.</ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Adenostyles alpina In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="InfoFlora"> Info Flora. Adenostyles alpina (L.) Bluff & Fingerh. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Grüner Alpendost (Adenostyles alpina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien