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Gräveneck

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Gräveneck
Gemeinde Weinbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(792)&title=Gr%C3%A4veneck 50° 27′ N, 8° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(792) 50° 26′ 53″ N, 8° 15′ 26″ O
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Höhe: 198 (134–222) m ü. NHN
Fläche: 7,15 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 792 (31. Dez. 2023)<ref name="GW001">Zahlen, Daten – Fakten. Bevölkerung (Stand 31.12.2023). In: www.gemeinde-weinbach.de. Gemeinde Weinbach, Januar 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 35796
Vorwahl: 06471
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Gräveneck ist ein Ortsteil der Gemeinde Weinbach im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographische Lage

Gräveneck liegt im Weilburger Lahntalgebiet, wobei sich der Östliche Hintertaunus etwas südöstlich anschließt. Im Nordwesten des Naturparks Taunus befindet es sich rund 2,8 km nordwestlich des Hauptortes. Westlich des Dorfs fließt die Lahn. Hindurch führt die Landesstraße 3452.

Geschichte

Ortsgeschichte

Im Jahr 1352 wurde die Burg Neu-Elkerhausen durch die Ritter von Elkerhausen errichtet. Als Belagerungsburg Graf Philipps von Nassau wurde die Burg Gräveneck im Jahr 1395 errichtet. Nach der Zerstörung der Burg Neu-Elkerhausen hatte sie keine strategische Bedeutung mehr. Das Dorf Gräveneck entstand erst später.

Bei Bauarbeiten im August 2007 wurde eine Erdgasleitung auf der von Gräveneck abgewandten Flussseite der Lahn beschädigt. Dabei kam es zu einer Explosion. Nachdem die Leitung mithilfe eines Schiebers abgestellt werden konnte, dauerte es etwa eine Stunde, bis das noch im verbleibenden Teilstück der Leitung befindliche Gas verbrannt war und der Brand gelöscht worden war. 16 Anwohner erlitten Schocks. Durch Druck und Hitze wurden im Ort Gräveneck Fensterscheiben zerstört und Garagentore beschädigt. Bahngleise am der Explosion gegenüberliegenden Flussufer wurden auf 150 Meter Länge derart verbogen, dass die Strecke Limburg–Weilburg vorübergehend gesperrt werden musste.<ref>Franz-Josef Sehr: 50 Jahre Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg 1975 – 2025. Die Geschichte des Kreisfeuerwehrverbandes. Hrsg.: Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg. Limburg 2025, ISBN 978-3-00-082001-4, S. 178–197.</ref>

Die bis dahin selbständige Gemeinde Gräveneck im ehemaligen Oberlahnkreis fusionierte im Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 1. Dezember 1970 mit den selbstständigen Gemeinden Weinbach, Freienfels und Blessenbach freiwillig zur neuen Großgemeinde Weinbach.<ref>Zusammenschluss der der Gemeinden Weinbach, Blessenbach, Freienfels und Gräveneck im Oberlahnkreis zu der neuen Gemeinde „Weinbach“ vom 30. November 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 50, S. 2338, Punkt 2336 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,8 MB]).</ref> Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Weinbach bestimmt.<ref></ref> Für die eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 26 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Weinbach, abgerufen im Dezember 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Gräveneck angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen

Gräveneck: Einwohnerzahlen von 1540 bis 2020
Jahr  Einwohner
1540
  
305
1834
  
301
1840
  
305
1846
  
324
1852
  
346
1858
  
364
1864
  
405
1871
  
451
1875
  
386
1885
  
408
1895
  
411
1905
  
395
1910
  
398
1925
  
460
1939
  
475
1946
  
722
1950
  
819
1956
  
860
1961
  
882
1967
  
870
1970
  
859
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
798
2014
  
816
2020
  
781
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Weinbach<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Gräveneck 798 Einwohner. Darunter waren 21 (2,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 135 Einwohner unter 18 Jahren, 305 zwischen 18 und 49, 183 zwischen 50 und 64 und 177 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 333 Haushalten. Davon waren 78 Singlehaushalte, 102 Paare ohne Kinder und 114 Paare mit Kindern, sowie 33 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 75 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 207 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1885: 393 evangelische (= 96,32 %), 15 katholische (= 3,68 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 643 evangelische (= 72,90 %), 229 katholische (= 25,96 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Vereine

Im Ort gibt es folgende Vereine:

  • TuS Gräveneck 1907 e. V.
  • Tennis-Club Gräveneck 1981 e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Gräveneck, gegründet 1934 (seit 1. August 1994 mit Jugendfeuerwehr)
  • MGV Eintracht Gräveneck 1864 e. V.
  • Frauenchor Gräveneck
  • Naturschutzbundgruppe Gräveneck
  • VdK Gräveneck

Einrichtungen

Seit dem Jahr 1934 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Gräveneck (ab 1. August 1994 mit Jugendfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort. Es bestehen ein Dorfgemeinschaftshaus in der Taunusstraße, ein Sportplatz, der Kindergarten „Rappelkiste“, ein Kinderspielplatz sowie eine evangelische Kirche und eine katholische Kirche.

Datei:Bahnhof Gräveneck (1).jpg
Bahnhof

Infrastruktur

Persönlichkeiten

  • Philipp May (1776–1851), Schultheiß und Mitglied des Nassauischen Landtags

Literatur

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Gräveneck, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,00 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, November 2024, S. 24 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020; abgerufen am 21. Januar 2025. </ref> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen aus Webarchiv </ref> </references>

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