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Anna Grodzka

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Datei:Anna Grodzka 2014.jpg
Anna Grodzka (2014)

Anna Grodzka (* 16. März 1954 in Otwock)<ref>Anna Gordzka. In: Super Express. Abgerufen am 26. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist eine polnische ehemalige Politikerin (SLD, Ruch Palikota, Zieloni, PPS). Sie gehörte von 2011 bis 2015 dem Sejm in der VII. Wahlperiode an.

Leben

Grodzka ist Absolventin der Universität Warschau im Fachgebiet Klinische Psychologie.<ref name="krytykapolityczna" /> Sie war zehn Jahre Präsidentin und Chefredakteurin eines Verlages und anschließend zehn Jahre Leiterin einer Druckerei. Weiterhin war sie als Unternehmensinhaberin an verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt.<ref name="O-Mnie" /> Mit ihrer Ehefrau, von der sie 2007 geschieden wurde, hat sie einen Sohn.<ref name="przeglad-tygodnik" /> Ende der 1980er Jahre wurde bekannt, dass sie transgeschlechtlich ist. 2009 ließ sie in Bangkok eine geschlechtsangleichende Operation durchführen.<ref name="hbo" /> Ihre Transition wurde von dem Fernsehsender HBO in einer Dokumentation verfilmt.<ref name="hbo" /> Von 2003 bis 2006 war sie Mitglied des Aufsichtsrats von Polskie Radio RDC, dem masowischen Regionalprogramm von Polskie Radio.

Politische und gesellschaftliche Aktivitäten

Datei:Polish Sejm deputies for Deti-404.jpg
Andrzej Rozenek, Grodzka und Robert Biedroń bei einer Demonstration für Homosexuellenrechte in Russland (2013)

In der Volksrepublik engagierte Grodzka sich im Sozialistischen Studentenverband. Sie war zudem Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei und dort Vorstandsmitglied der Basisorganisation an der Universität Warschau. Nach der Absetzung des kommunistischen Regimes wurde sie Mitglied des Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) für den sie bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 erfolglos zum Sejmik der Woiwodschaft Masowien kandidierte. Ebenfalls vergeblich bewarb sie sich bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 auf der gemeinsamen Liste von SLP und Unia Pracy um ein Mandat im Bezirksrat von Mokotów.<ref>Ergebnis (als Krzystof Begowski) auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 20. Mai 2025.</ref>

2008 gründete Grodzka den Verein Trans-Fuzja, der sich für die Belange von Transmenschen einsetzt, und ist bis heute dessen Vorsitzende.<ref name="przeglad-tygodnik" /><ref name="tvn24" /> In Warschau ist sie stellvertretende Vorsitzende der Kommission für Angelegenheiten der Ungleichbehandlung im Amt des Stadtpräsidenten.<ref name="O-Mnie" /> Sie ist auch in der polnischen LGBT-Bewegung aktiv.<ref name="O-Mnie" />

Bei den Parlamentswahlen am 9. Oktober 2011 trat sie im Wahlkreis 13 für die liberale Partei Ruch Palikota von Janusz Palikot an. Sie erhielt 19.451 Stimmen und damit einen Sitz im Sejm.<ref name="wybory2011" /> Sie wurde damit die erste bekennende Trans-Person im polnischen Parlament<ref name="tvn24" /> und die erste Trans-Person in Europa, die auf einer Landesebene zum Parlament gewählt wurde, während ihre Transgeschlechtlichkeit öffentlich bekannt war.<ref name="gazetakrakowska" /> Sie wurde stellvertretende Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Am 27. Juni 2014 verließ Grodzka die Partei jedoch und trat den polnischen Grünen bei. Gleichwohl blieb sie im Sejm Mitglied ihrer bisherigen Fraktion.<ref>Grodzka wechselt von der Ruch zu den Grünen, blieb aber zunächst Mitglied des Klubs, Meldung auf www.tvp.pl am 27. Juni 2014.</ref>

Sie strebte bei der Präsidentschaftswahl im Mai 2015 eine Kandidatur für die Grünen an.<ref>Two new presidential candidates in the running. In: TheNews.pl, 2. Februar 2015.</ref> Es gelang ihr aber nicht, die notwendigen 100.000 Unterschriften für ihre Kandidatur zu sammeln.<ref>„Anna Grodzka kończy kampanię prezydencką. »Należało się tego spodziewać«“ auf wiadomosci.dziennik.pl, abgerufen am 20. Mai 2005.</ref>

Bei der Parlamentswahl 2015 kandidierte sie nicht erneut. Bei der Europawahl 2019 kandidierte sie für das Wahlbündnis Lewica Razem, das mit 1,2 % der Stimmen aber an der 5-%-Hürde scheiterte.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 20. Mai 2025.</ref> Im selben Jahr trat sie der Polnische Sozialistische Partei bei.<ref>„PPS Warszawa-Śródmieście“ auf przeglad-socjalistyczny.pl, abgerufen am 20. Mai 2005.</ref>

Weblinks

Commons: Anna Grodzka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="hbo"> HBO.pl, Trans-akcja, abgerufen am 18. Oktober 2011 </ref> <ref name="krytykapolityczna"> krytykapolityczna.pl, Grodzka: Polityka bez wartości, 20. Juni 2011 </ref> <ref name="O-Mnie"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website von Anna Grodzka, O mnie (Memento vom 6. November 2011 im Internet Archive). </ref> <ref name="przeglad-tygodnik"> przeglad-tygodnik.pl, Krakowski test tolerancji, abgerufen am 18. Oktober 2011 </ref> <ref name="tvn24"> TVN24: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anna Grodzka (Memento vom 12. Oktober 2011 im Internet Archive) </ref> <ref name="gazetakrakowska"> gazetakrakowska.pl, Anna Grodzka: Stworzę prawo o określaniu płci, abgerufen am 2. Oktober 2021 </ref> <ref name="wybory2011"> Website der staatlichen Wahlkommission, Wybory 2011 - Wyniki wyborów, 14. Oktober 2011 </ref> </references>

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