Wülknitz (Köthen)
Wülknitz Stadt Köthen (Anhalt)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(473)&title=W%C3%BClknitz 51° 44′ N, 11° 56′ O
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dim=10000 | globe= | name=Wülknitz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 89 m | |||||
| Fläche: | 8,1 km² | |||||
| Einwohner: | 473 (31. Dez. 2021)<ref>Wülknitz. In: Webauftritt. Köthen (Anhalt), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im Oktober 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 58 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2004 | |||||
| Postleitzahl: | 06369 | |||||
| Vorwahl: | 03496 | |||||
Lage von Wülknitz in Köthen (Anhalt)
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Wülknitz ist eine Ortschaft der Stadt Köthen (Anhalt) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, (Deutschland).
Geografie
Die Ortschaft Wülknitz bildet sich durch die Ortsteile Großwülknitz und Kleinwülknitz.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Wülknitz stammt aus dem Jahr 1149.<ref name="SKW"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Stadt Köthen, Wülknitz mit den Ortsbereichen Groß- und Kleinwülknitz ( vom 9. November 2007 im Internet Archive), abgerufen am 25. Jan. 2009</ref> Damals besaß das Kloster Nienburg hier eine vom Kaiser Otto II. geschenkte Hufe.<ref name="Stenzel32">Stenzel 1886, S. 32</ref> Die Nennung bezieht sich auf das heutige Großwülknitz.
Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Großwülknitz und Kleinwülknitz zur neuen Gemeinde Wülknitz zusammengeschlossen.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Am 1. April 2004 wurde Wülknitz nach Köthen (Anhalt) eingemeindet.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004</ref>
Großwülknitz
1274 wurde eine Kirche erwähnt, über die Graf Siegfried I. von Anhalt das Patronatsrecht hatte. Im 14. Jahrhundert gehörten zur Ortschaft mindestens 26 Hufen, da diese Zahl von Hufen Abgaben an die Magdeburger Dompropstei leisten mussten.<ref name="Stenzel32" /> 1641 wurde 494 Taler Kriegsschaden für das Dorf festgestellt, hinzu kamen 822 Taler Schaden für die Rittergutsbesitzer von Hanfftengel.<ref name="Stenzel32" />
Kleinwülknitz
Die Kirche in Kleinwülknitz wurde 1318 von einer Tochterkirche Großwülknitz' zu einer selbständigen Pfarrkirche. Im 14. Jahrhundert mussten 31 Hufen Abgaben an die Magdeburger Dompropstei leisten.<ref name="Stenzel33">Stenzel 1886, S. 33</ref> Als Kriegsschaden wurden 1641 für die Adelsfamilie von Rath 1.625<ref name="Stenzel33" /> oder 1.925 Taler<ref name="Stenzel32" /> veranschlagt. 1831 wurde die vorherige Kirche abgerissen und 1833/34 eine neue errichtet.
Politik
Ortsbürgermeisterin ist Karin Krietsch (Stand 2012).<ref name="SKW" />
Verkehr
Kleinwülknitz wird im Norden von der Landesstraße 148 (L 148) begrenzt. Im Osten des Dorfes verläuft als Köthener Straße die L 145, die in östlicher Richtung nach Köthen führt. In südlicher Richtung führt die L 145 durch Großwülknitz. Die Ortschaft verfügt über eine Linienbusverbindung nach Köthen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Kirche in Großwülknitz stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist damit die älteste Kirche im Stadtgebiet Köthen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob Köthen, Geschichte und Gegenwart ( vom 23. Juni 2018 im Internet Archive), abgerufen am 25. Jan. 2009</ref> Die Schleifladenorgel wurde 1899 von G. Pfanneberg gebaut und 2006 restauriert.<ref name="mz-web-748110">Raimund Leonhardt: In der Kniefüllung fündig geworden. In: mz-web.de. 23. Juli 2006, abgerufen am 17. November 2020.</ref> Die Turmuhr stammt aus dem Jahr 1877 und wurde von dem Unternehmen J. F. Weule hergestellt. Bis Ende 2012 funktionierte die Uhr rein mechanisch. Ein Defekt brachte die Uhr zum Stehen, es ist geplant, die Uhr mit einem elektrischen Antrieb zu versehen.<ref>mz-web.de, Kirchturmuhr in Großwülknitz soll umgestellt werden, 8. Januar 2012</ref>
Die Kirche in Kleinwülknitz stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Zur Förderung des Kulturlebens wurde 2002 der Kulturscheune Wülknitz e. V. gegründet.<ref>Website des Vereins, Wir über uns, abgerufen am 25. Jan. 2009</ref> Weiterhin gibt es den Wülknitzer Sportverein Köthen 05 und den Kulturverein Wülknitz.<ref name="SKW" />
Söhne und Töchter der Ortschaft
- Gisela Agnes von Rath (1669–1740), Fürstin von Anhalt-Köthen
- Wilhelm von Rath (ca. 1585–1641), Offizier
Literatur
- Th. Stenzel, Geschichte der Ortschaften des Kreises Köthen, 1886, S. 32–33
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 274 (PDF).</ref> </references>
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