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Osjornoje (Kaliningrad, Gwardeisk)

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(Weitergeleitet von Groß Barthen)

Vorlage:Infobox Ort in Russland Osjornoje (Vorlage:RuS, Vorlage:DeS) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk.

Das ehemalige Klein Hohenhagen ist verlassen.

Geographische Lage

Osjornoje liegt 20 Kilometer südöstlich der Oblasthauptstadt Kaliningrad (Königsberg) nördlich der Regionalstraße 27A-025 (ex R508) und ist über eine Stichstraße in nördlicher Richtung zu erreichen. Die nächste Bahnstation ist Komsomolsk-Sapadny (Löwenhagen) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau), einer Teilstrecke der einstigen Preußischen Ostbahn.

Geschichte

Groß Barthen

Das Gutsdorf Groß Barthen wurde 1513 gegründet.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Groß Barthen</ref>

Im Jahre 1874 kam der Ort in den neu errichteten Amtsbezirk Friedrichstein (heute russisch: Kamenka) im Landkreis Königsberg i. Pr. im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.<ref name="Fried">Rolf Jehke, Amtsbezirk Friedrichstein/Löwenhagen</ref> Im Jahre 1906 wurde das südlich gelegene Vorwerk Klein Hohenhagen (s. u.) nach Groß Barthen eingemeindet. Die Einwohnerzahl belief sich 1910 auf 193.<ref name="Uli">Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Jahre 1928 schlossen sich die Landgemeinde Sand bei Löwenhagen (nicht mehr existent) und der Gutsbezirk Groß Barthen zur neuen Landgemeinde Groß Barthen zusammen. Diese wurde am 14. Mai 1930 in den Amtsbezirk Groß Ottenhagen (heute russisch: Berjosowka) umgegliedert.<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Ottenhagen/Groß Ottenhagen</ref> Die Einwohnerzahl stieg bis 1933 auf 206 und betrug 1939 bereits 238.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1939 wurde der Ort mit dem Amtsbezirk Groß Ottenhagen in den neu formierten Landkreis Samland umgegliedert, dem er bis 1945 angehörte.

Klein Hohenhagen

Klein Hohenhagen war ein südlich von Groß Barthen gelegenes Vorwerk.<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Klein Hohenhagen</ref> Es wird berichtet, dass am 28. Dezember 1713 Otto Magnus von Dönhoff u. a. das Gut Klein Hohenhagen erwarb.<ref>Umgebung von Löwenhagen bei ostpreussen.net</ref> Als 1874 der Amtsbezirk Friedrichstein errichtet wurde, gehörte Klein Hohenhagen dazu.<ref name="Fried" /> Im Jahre 1895 zählte der kleine Ort 37 Einwohner<ref name="Uli" /> und wurde elf Jahre später – am 28. November 1906 – in den nördlich gelegenen Gutsbezirk Groß Barthen (s. o.) eingemeindet.

Osjornoje

In Folge des Zweiten Weltkriegs kamen das Gut Groß Barthen und das Vorwerk Klein Hohenhagen 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 wurden sie unter dem russischen Namen Osjornoje zusammengefasst.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)</ref> Dabei wurde der Ort dem Dorfsowjet Semjonowski selski Sowet im Rajon Kaliningrad zugeordnet. Später gelangte der Ort in den Osjorski selski Sowet im Rajon Gwardeisk. Von 2005 bis 2014 gehörte Osjornoje zur Landgemeinde Oserkowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.

Kirche

Bis 1945 waren die beiden Orte Groß Barthen und Klein Hohenhagen mit ihrer meistenteils evangelischen Bevölkerung in unterschiedliche Kirchspiele eingepfarrt: Groß Barthen gehörte zur Kirche Groß Ottenhagen (heute russisch: Berjosowka), während Klein Hohenhagen der Kirche Löwenhagen (Ostpreußen) (russisch: Komsomolsk) zugehörig war. Beide Pfarreien waren in den Kirchenkreis Königsberg-Land I in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.

Heute liegt Osjornoje im Einzugsgebiet der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg), der Hauptkirche der Propstei Kaliningrad<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> in der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtkreis Gwardeisk Vorlage:Navigationsleiste Wüstungen im Rajon Gwardeisk