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Greiffenberg (Angermünde)

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Greiffenberg
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Höhe: 30 m ü. NHN
Einwohner: 581 (Dez. 2020)<ref>MOZ.de: Geburt: Weniger Geburten, mehr Einwohner in Angermünde. 18. Januar 2021, abgerufen am 4. April 2023.</ref>
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16278
Vorwahl: 033334
Lage von Greiffenberg in Brandenburg
Datei:Greiffenberg 06-17.jpg
Greiffenberg.

Greiffenberg ist ein Ortsteil der Stadt Angermünde im Nordosten Brandenburgs.<ref>Erwähnung als Ortsteil von Angermünde im Kommunalverzeichnis Brandenburg</ref> Bis zur Eingemeindung lautete der amtliche Name der uckermärkischen Landstadt Greiffenberg (Uckermark).

Geografische Lage

Die ehemalige Landstadt liegt etwa acht Kilometer von Angermünde entfernt unweit der Grenze zu Polen. Greiffenberg befindet sich an der Bundesstraße 198 (Angermünde – Prenzlau) und ist über die A 11 zu erreichen (Anschlussstelle Pfingstberg). Greiffenberg liegt am Flüsschen Sernitz, das die ehemalige Stadt südlich umfließt. Wenig außerhalb der Ortschaft mündet dieses in die Welse.

Auf der Gemarkung liegen bzw. zum Ortsteil Greiffenberg gehören die Wohnplätze Greiffenberg Siedlung, Peetzig und Zollende sowie historisch der abgegangene Wohnplatz Siebershof.

Geschichte

1261 wurde Greiffenberg als Ort erstmals erwähnt. Die Burg Greiffenberg im Welsetal gelegen, entstand im 13. Jahrhundert (1224) und ist anstelle eines heidnischen Vorgängerbaus in Ziegelbauweise errichtet worden. Die Burg, nur als Ruine zu besichtigen, steht erhöht am Rande des Ortes Greiffenberg in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer alten Brennerei aus dem 19. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der für diese kleine Burganlage große Torkomplex.

Am Ort entwickelten sich zwei Gutskomplexe. Bekannte Gutsbesitzer.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1901. Jg. 2, Justus Perthes, Gotha 12. November 1900, S. 897 f.</ref> waren u. a. die Landräte Karl Friedrich von Wede(l)l-Parlow und Albert (Otto) von Wede(l)l-Parlow, Vater und Sohn, beide leiteten den Landkreis Angermünde. Sie nutzen ihr Gut als Nebensitz.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wiederum war der Oberstkämmerer Friedrich Wilhelm Graf von Redern, Eigentümer mehrerer Ländereien in der Region, Besitzer des Ober-Gutes Greiffenberg, hier mit 334 ha. Dieses Gut hatte nicht die rechtliche Fähigkeit eines damals konventionellen kreistagsfähigen Rittergutes. Der Besitz war zu jener Zeit verpachtet an Ober-Amtmann Gaede.<ref>P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 10–11, doi:10.18452/377 (Digitalisat). Reprint: ISBN 3-226-00787-4.</ref> 1896 besaß das Ober-Gut einen Umfang von 476 ha, Gutsherr Wilhelm Graf von Redern auf Schloß Görlsdorf.<ref>Handbuch des Grundbesitzes im Deutsche Reiche. 1896. I.: Das Königreich Preussen. I. Lieferung: Provinz Brandenburg. 3. Auflage, Nicolaische Verlags-Buchhandlung Rudolf Stricker, Berlin 1896, S. 148–149.</ref> Als Grundbesitzer des Schlossgutes Greiffenberg wird etwa zeitgleich Dr. L. Wrede aufgeführt.<ref>Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Gutsbesitzer etc. etc. Band 8|a: Provinz Brandenburg, 7. Ausgabe von 1882 bis 1886, Selbstverlag C. Leuchs & Comp., Nürnberg 1882, S. 52.</ref> Wrede-Greiffenberg<ref>K. von Langsdorff (Hrsg.): Sächsische Landwirtschaftliche Zeitschrift. Amtsblatt des Landeskulturrats und der landwirtschaftlichen Vereine im Königreich Sachsen. XXIX. Jahrgang, Selbstverlag, Dresden-Neustadt 1881, S. 414.</ref> war in erster Linie Milchproduzent und besuchte für kommende Absatzmärkte sogar 1878 die Pariser Weltausstellung.

Ende der 1920er Jahre hatte Gut Obergreiffenberg mit den 476 ha Rittergutstatus und gehörte zu einem großen Güterkomplex der Viktoria Maria Fürstin zu Lynar-Gräfin von Redern (1889–1981) zu Görlsdorf. Als örtlicher Verwalter agierte Oberinspektor Gustav Kaun.<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Ludwig Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929]. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts, Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII, 4. Auflage, Band Regierungsbezirk Potsdam. (Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Selbstverlag von Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 6.</ref>

Greiffenberg gehörte seit 1815 zum brandenburgischen Landkreis Angermünde und war so Teil der preußischen Provinz Brandenburg. Dieser Kreis bestand bis 1952, Land Brandenburg. Nachfolgend lag der Ort im DDR-Bezirk Frankfurt/Oder. Seit 1990 ist Greiffenberg im wieder gegründeten Land Brandenburg.

Galerie

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

In Greiffenberg wurden geboren:

  • Max Jenne (1848–1921), Apotheker, Gründer und Teilhaber einer Großhandlung für Drogen und Chemikalien in Lübeck und langjähriger Kommunalpolitiker ebenda.
  • Johannes Bürger (1860–1915), Sohn eines Apothekers, betrieb Apotheken in Vetschau und Halberstadt und begründete 1903 die heutige Ysat-Fabrik in Wernigerode.

Literatur

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Böhlau, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.
  • Ingrid Krebel: 750 Jahre (Stadt) Greiffenberg. Streiflichter ihrer Geschichte(n) 1261 - 2011. Hrsg. Ortsverein Stadt Greiffenberg/Selbstverlag, Angermünde 2011.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Greiffenberg (Uckermark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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