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Gottfried Böttger

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Datei:Gottfried Böttger – Holsten Brauereifest 2016 02.jpg
Gottfried Böttger in Hamburg, 2016

Gottfried Böttger (* 21. Dezember 1949 in Hamburg; † 16. Oktober 2017 ebenda<ref name="welt_2017_10_17">Pianist Gottfried Böttger verliert Kampf gegen den Krebs. In: welt.de. 17. Oktober 2017.</ref>) war ein deutscher Boogie-Woogie- und Ragtime-Pianist.

Leben und Karriere

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found Böttger erhielt ab 1955 eine klassische Klavierausbildung, 1957 hatte er im Alter von sechs Jahren sein erstes öffentliches Konzert in der damaligen Pädagogischen Hochschule in Kiel, bei dem auch Justus Frantz vorspielte.<ref>Gerd Hausotto: Lass mal schnacken! Folge 40: Gottfried Böttger. 29. März 2015, abgerufen am 2. März 2025.</ref> Nach dem Abitur am Wilhelm-Gymnasium Hamburg gründete er 1969 mit Jerry Bahrs, Ulf Krüger, Uli Salm und Django Seelenmeyer die Jazz-Pop-Gruppe Leinemann. Die 1973 produzierte Solo-Schallplatte Gottfried goes happy, bei der Böttger von Ingo Kröger (Bass), Heinz-Peter Meyer (Banjo) und Kurt Giese (Schlagzeug) begleitet wird, wurde bei Karussell veröffentlicht.<ref>Walter Huber: Gottfried Böttger – Gottfried Goes Happy (1973), veröffentlicht am 17. November 2017</ref> Ebenfalls 1973 erfolgte die Gründung des Panikorchesters mit Udo Lindenberg. Böttger wurde 1973 durch Udo Lindenberg in dessen Hit Alles klar auf der Andrea Doria mit der Liedzeile „Gottfried heißt der Knabe, da hinten am Klavier, und für jede Nummer Ragtime kriegt er ’n Korn und ’n Bier“ verewigt.<ref name="welt_2017_10_17" /><ref>Songbook: Alles klar auf der Andrea Doria. In: udo-lindenberg.de. Abgerufen am 28. Oktober 2017.</ref>

Datei:Gottfried Bottger and Udo Lindenberg.jpg
Gottfried Böttger und Udo Lindenberg in der Hamburger Musikhalle, 1974

1974 nahm er unter dem Pseudonym „Raggi Ragtime“ eine deutsche Version des Ragtime-Hits The Entertainer aus dem Film Der Clou auf. Den Text dazu schrieb Udo Lindenberg unter dem Pseudonym Felix Cix.<ref>Gottfried Böttger – Man Müßte Klavier Spielen Können bei Discogs</ref> Bei der Gründung der Rentnerband 1974 war er ebenfalls beteiligt. Seinen ersten Solo-Auftritt im Fernsehen hatte er am 22. Juli 1974 in der Sendung Musik aus Studio B.<ref>EL: Hamburger Typen – Gottfried, der Mann am Klavier im Hamburger Abendblatt Nr. 166, Wochenend-Magazin, Seite 3 vom 20. Juli 1974</ref> Dort spielte er Der Clou und wurde dabei von der Rentnerband begleitet.

Im selben Jahr nahm er mit seinem langjährigen Weggefährten Lonzo Westphal die Single Hamburg ’75 auf, welche 1975 veröffentlicht wurde und Eingangslied auf dem Sampler Top Szene Hamburg wurde.<ref name="hamburg75"/><ref>Top Szene Hamburg bei Discogs</ref> In diesem bekannten Stück, das Hans Scheibner für sie getextet hat, blicken die beiden als Greise wehmütig zurück auf ihre große Zeit in der Hamburger Szene rund um das Onkel Pö, zu der sie damals gehörten.

Im Weiteren veröffentlichte er zahlreiche Plattenaufnahmen, unter anderem mit dem amerikanischen Blues-Pianisten Memphis Slim, und schrieb Musik für Fernsehserien wie Tatort und Großstadtrevier. 1997 machte er auch eine Aufnahme mit dem südafrikanischen Spiritual-Interpreten Joe Curtis.

Seit 1997 war er Dozent für Mediendidaktik in der Studienrichtung Medieninformatik im Fachbereich Informatik an der Fachhochschule Anhalt und wurde dort später zum Honorarprofessor für Digitale Audiotechnik berufen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Internetseite der Hochschule Anhalt: Verzeichnis der Lehrbeauftragten; abgerufen am 8. September 2011 (Memento vom 24. März 2012 im Internet Archive)</ref>

In der Fernseh-Talkshow III nach 9 von Radio Bremen war Böttger seit der ersten Sendung am 19. November 1974 ständiger Pianist, teilweise auch im Duo mit Joe Pentzlin. Zum 40-jährigen Bestehen der Talkshow mit der Ausgabe am 14. November 2014 nahm der Musiker seinen Abschied aus der Sendung.<ref>Gottfried Böttgers Abschied von „3 nach 9“. In: shz.de. 13. November 2014.</ref>

Datei:Grabstätte Gottfried Böttger.jpg
Grabstätte Gottfried Böttger auf dem Friedhof Ohlsdorf

1992 heiratete Böttger die klassische Pianistin Jasmin Schittek, mit der er 1991 und 1992 sowie 2005 drei CDs veröffentlichte.<ref name="Blue Mozart"/><ref name="Blue Beethoven"/><ref name="Blue Opera"/> Sein 1999 geborener Sohn Bendix Böttger tritt ebenfalls als Pianist in Erscheinung.<ref>Bendix Böttger bei The Hamburg Boogie Woogie Connection, abgerufen am 8. Dezember 2023</ref> 2006 verließ seine Frau mit dem Sohn das Haus. Im April 2008 erfolgte die Scheidung. Ab etwa 2007<ref>Hanna Kastendieck: Begegnung – Ein Geschenk von oben beim Hamburger Abendblatt, veröffentlicht am 13. Dezember 2012, abgerufen am 28. Februar 2024</ref> bis zu seinem Tod war seine Jugendfreundin Ellen von Spanyi seine Lebensgefährtin.<ref>Hall of Fame 2019 - Gottfried Böttger (posthum) beim German-Boogie-Woogie-Award Pinetop, abgerufen am 28. Februar 2024</ref>

Gottfried Böttger starb im Oktober 2017 im Alter von 67 Jahren an Krebs.<ref name="welt_2017_10_17" /> Auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf im Planquadrat AC 30/121–22 liegt ein Gedenkstein auf dem Grab seiner Großeltern.<ref>Klaus Nerger: Das Grab von Gottfried Böttger. In: knerger.de. Abgerufen am 20. April 2023.</ref>

Diskografie

Alben

Singles

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Gottfried Böttger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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