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Gotha Go 345

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Gotha Go 345
Datei:Gotha Go 345.jpg
Zeichnung der Go 345
Typ Lastensegler
Entwurfsland
Hersteller Gothaer Waggonfabrik

Die Gotha Go 345 war ein militärischer Lastensegler des Deutschen Reichs im Zweiten Weltkrieg.

Entwicklung

Die Entwicklung begann unter der Projektbezeichnung P 53, später P 53 Z, in der zweiten Hälfte des Jahres 1943 in der Gothaer Waggonfabrik als Sturmlastensegler, der seine Ladung im Sturzflug ins Ziel bringen sollte. Ende des Jahres wurde der Entwurf vorgestellt. Auf Veranlassung des Reichsluftfahrtministerium wurden die Arbeiten unter der Bezeichnung Go 345 fortgesetzt. Im Juli 1944 fanden im Windkanal der Luftfahrtforschungsanstalt in Braunschweig Untersuchungen mit einem Modell statt.

Es wurden zwei Ausführungen ins Auge gefasst. Die Frachtlastenseglervariante, die Go 345 A, war als antriebsloser Segler mit Bugradfahrwerk konzipiert.<ref name="AS 3/1969">Manfred Jurleit: Militärflugzeuge 1939–1945: Gotha Go 345. In: Aerosport, Nr. 3/1969. Deutscher Militärverlag, Berlin, S. 121.</ref> Der Aufbau glich dem früherer Projekte wie beispielsweise der Gotha Go 242, war jedoch etwas kleiner. Die ab Anfang 1944 entwickelte Go 345 B (P 53 Z) erhielt zusätzlich einen Hilfsantrieb, der mit zwei Argus-Schmidt-Pulso-Schubrohren As 014 (Pulsstrahltriebwerken) realisiert werden sollte. Zusätzlich wurde noch eine Bremsrakete eingebaut, um gezielte Punktlandungen auf begrenzter Landefläche zu ermöglichen, sowie eine Gleitkufe als Fahrgestell. Mit dieser Variante konnten zehn voll ausgerüstete Soldaten transportiert werden. Der Einstieg erfolgte bei beiden Varianten durch eine Rumpfseitentür. Bis zum Kriegsende entstanden lediglich eine Attrappe und ein kompletter Rumpf, der für Landeversuche genutzt werden sollte.<ref name="AS 3/1969" />

Technische Daten

Kenngröße Daten (Gotha Go 345 A)<ref name="Mankau, Lastensegler" /> Daten (Gotha Go 345 B)<ref>Flugzeuge der GWF (Gothaer Waggonfabrik AG). In: Werks-Chroniken. Nr. 9. Luftfahrt-Verlag Walter Zuerl, Steinebach am Wörthsee 1967, S. 126.</ref>
Besatzung 2 + 10<ref name="Mankau, Lastensegler">Heinz Mankau, Peter Petrick: Deutsche Lastensegler. 2. Auflage, Motorbuch, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-613-04705-1, S. 294.</ref>
Länge 13,00 m
Spannweite 21,00 m
Höhe 4,20 m
Frachtraum (l × b × h) 4,0 m × 1,4 m × 1,56 m<ref name="Mankau, Lastensegler" />
Flügelfläche 49,9 m²
Flügelstreckung 8,8
Gleitzahl 15
Leermasse 2395 kg 2470 kg
max. Startmasse 6000 kg
Antrieb zwei Argus As 014, je 3,28 kN
max. Schleppgeschwindigkeit 310 km/h<ref name="AS 3/1969" /> 350 km/h<ref name="Mankau, Lastensegler" />
Gleitgeschwindigkeit 370 km/h 420 km/h<ref name="Mankau, Lastensegler" />
Landegeschwindigkeit 120 km/h<ref name="Mankau, Lastensegler" />

Literatur

  • Heinz Mankau, Peter Petrick: Deutsche Lastensegler. 2. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-613-04705-1, S. 243–245.
  • Hans-Peter Diedrich: Die deutschen Raketenflugzeuge bis 1945. Aviatic, Oberhaching 2001, ISBN 3-925505-61-X, S. 108–111.

Weblinks

Commons: Gotha Go 345 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gothaer Waggonfabrik