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Gneiststraße

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Gneiststraße
Datei:DEU Berlin COA.svg
Wappen
Straße in Berlin
Datei:Gneiststraße, 10437 Berlin - Frühling 2006.jpg
Nördlicher Bereich der Gneiststraße, 2006
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Prenzlauer Berg
Angelegt  1860er Jahre
Neugestaltet 
Hist. Namen  Straße 13a, Abt. XII
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Schönhauser Allee (westlich),
Raumerstraße (östlich)
Querstraßen  Greifenhagener Straße (nur nördlich),
Pappelallee
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  siehe → hier
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 180 m

-

Karte
Vorlage:Maplink

Die Gneiststraße im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow trägt den Namen des Juristen und Politikers Rudolf von Gneist (1816–1895). Es handelt sich um eine relativ kurze Straße, die im Zusammenhang mit dem Hobrecht-Plan in den 1860er Jahren projektiert wurde.

Geschichte

Im ersten Bebauungsplan für Berlin erhielt sie die Bezeichnung Straße 13a, Abt. XII. Die neue Namensgebung erfolgte am 15. Juli 1896.

Einfache und preisgünstige Wohnanlagen in der Gneiststraße und weitere in der näheren Umgebung (Greifenhagener Straße, Buchholzer Straße, Schönhauser Allee und Pappelallee) sollten bereits nach dem Grunderwerb durch die 1847 gegründete Berliner Gemeinnützige Baugesellschaft (BGB) entstehen. Sie beabsichtigte mit dem Bau und der Vermarktung von zunächst sechs Ein- und Zweifamilienhäusern im englischen Cottage-Stil, „eigenthumslose Arbeiter zu arbeitenden Eigenthümern“ zu machen. 1856 wurde die weitere Bebauung gestoppt, weil die BGB Insolvenz anmelden musste. Erst Jahrzehnte später, zwischen 1870 und 1913 wurden die Pläne den neuen Erfordernissen angepasst und es entstanden auf diesem Terrain fünfgeschossige Wohngebäude ohne Hinterhofbebauung mit großzügigen und begrünten Innenhöfen.<ref>Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin-II. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 365.</ref>

Die Gneiststraße wird wegen ihrer durchgehend erhaltenen Altbausubstanz gerne als Originalschauplatz für Filmaufnahmen gewählt, so unter anderem für Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende von Edgar Reitz. Im Januar 2000 wurden die anliegenden Häuser von ihren Bewohnern gekauft und gehören seitdem zu der Genossenschaft Bremer Höhe. Im Juni 2005 wurde von einer Anwohnerinitiative, der AG Verkehrsberuhigung, die Straßenkreuzung Gneiststraße / Ecke Greifenhagener Straße symbolisch in Gneistplatz umbenannt.<ref>Neues von der AG Verkehrsberuhigung, in: Mitteilungsblatt Bremer Höhe, Jg. 4, H. 4 (November 2005) (PDF; 478 kB): S. 9.</ref>

In den Jahren 2010/2011 konnte aus Mitteln des Fonds Stadtumbau Ost der Verkehrsknoten Gneist- /Ecke Greifenhagener Straße umgestaltet werden. Das war nötig, weil die Anwohner vom Parksuchverkehr der Besucher der nahegelegenen Magistrale Schönhauser Allee stark betroffen waren. Die Neugestaltung erfolgte unter Einbeziehung der Anwohner. Der Einmündungsbereich wurde mittels Vorstreckungen fußgängerfreundlicher und sicherer gemacht. Des Weiteren stellte man vor der Gneiststraße 18/19 und vor der Kita in der Greifenhagener Straße Fahrradbügel auf.<ref>Knoten Greifenhagener–Gneiststraße auf stadtumbau-berlin.de; abgerufen am 11. Mai 2012</ref>

Lage und Beschreibung

Die Gneiststraße verläuft zwischen der Schönhauser Allee und der Pappelallee. Die Straße ist von Apfeldorn-Bäumen und Vogel-Kirschen gesäumt, letztere blühen zwischen April und Mai weiß. Im Herbst 2012 wurden mehrere Traubenkirschbäume wegen Wurzelstockfäule in der Gneiststraße gefällt und durch die nur halb so hoch wachsenden Apfeldorne ersetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Baumleitplanung Pankow. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. August 2016 im Internet Archive; PDF; 1,5 MB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bremer-hoehe.de <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karte Gneiststraße. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2016 im Internet Archive; PDF; 801 kB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bremer-hoehe.de 21. Mai 2008; abgerufen am 20. März 2010</ref> Langfristig sollen alle Traubenkirschen gefällt werden, da sie vermeintlich nicht als Straßenbäume geeignet seien.<ref>„Baumfällungen mangelhaft kommuniziert“. In: Infoblatt Bremer Höhe, 2/2018, S. 11 f.</ref>

Weitere Straßen dieses Namens gibt es im Berliner Ortsteil Grunewald und in Hannover.

Ausgewählte Bauwerke

Von den gut erhaltenen Baudenkmalen und denkmalgeschützten fünfgeschossigen Bürgerhäusern aus dem Ende des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts sind folgende besonders erwähnenswert:

Literatur

  • Bernt Roder, Bettina Tacke (Hrsg.): Prenzlauer Berg im Wandel der Geschichte. Leben rund um den Helmholtzplatz. be.bra-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-89809-051-5.
  • Tino Kotte (Hrsg.): Die Bremer Höhe in Berlin. Ein Kiez im Prenzlauer Berg. Geschichtswerkstatt Bremer Höhe, Berlin 2007, ISBN 978-3-00-020150-9.
  • Geschichtswerkstatt Bremer Höhe (Hrsg.): Festschrift 10 Jahre Bremer Höhe. Berlin 2010.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 32′ 39″ N, 13° 24′ 54″ O

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