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Glödis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Glödis
Glödis von Süden
Glödis von Süden
Höhe 3206 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Schobergruppe
Dominanz 1,94 km → Roter Knopf
Schartenhöhe 376 m ↓ Glödistörl<ref>Clem Clements, Jonathan de Ferranti, Eberhard Jurgalski, Mark Trengove: The 3000 m SUMMITS of AUSTRIA – 242 peaks with at least 150 m of prominence, Oktober 2011, S. 16.</ref>
Koordinaten 46° 57′ 42″ N, 12° 43′ 33″ OKoordinaten: 46° 57′ 42″ N, 12° 43′ 33″ O
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Gestein Amphibolit und Orthogneis<ref>Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000, Geologische Bundesanstalt 2013, Blatt 179 Lienz</ref>
Erstbesteigung 13. Juli 1871 durch Josef Pöschl und Hutter geführt durch Kaspar Gorgasser
Normalweg Südostgrat (B)
Datei:Glödis from SW.JPG
Glödis von Südwesten, vom Debantgrat aus gesehen

Der Glödis ist ein 3206 m ü. A.<ref name="amap"> Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Glödis auf der Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).</ref> hoher Berg in der Schobergruppe in Osttirol und gilt als ihr formschönster Gipfel. Er wird deshalb auch „Matterhorn der Schobergruppe“ genannt. Sowohl vom Debanttal als auch vom Kalser Lesachtal bietet er einen beeindruckenden Anblick.

Name

Franc Miklošič leitete den Namen vom slawischen Wort gledna „schauen“ her.<ref name="AV">Walter Mair: Alpenvereinsführer Schobergruppe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1979. ISBN 3-7633-1222-6</ref> Laut Heinz Pohl gibt es zwei mögliche Herleitungen des Namens, entweder von frühslowenisch glodišće „Ort, der vom Wasser zernagt ist“, zu slowenisch glodati „nagen“, doch ist diese Herleitung lautlich schwierig. Von der Wortbildung und lautlich ist die Ableitung von glodež mit ähnlicher Bedeutung wahrscheinlicher.<ref>Bergnamen laut Heinz Pohl</ref>

Im Debanttal wurde der Berg lange „Großer Gößnitzkopf“ genannt. Daneben findet man auch noch die Bezeichnungen „Klöders“ und „Granatkogel“.<ref name="AV" />

Routen

Der beste Anstiegsmöglichkeit ist von der Lienzer Hütte (1977 m ü. A.) über den Franz-Keil-Weg, dann in Richtung des Kalser Törls und schließlich über den Südostgrat. Im Herbst 2006 wurde am Südostgrat ein Klettersteig installiert, der moderate Schwierigkeiten aufweist (B). Weitere bekanntere Routen sind:

  • Südwestgrat vom Kalser Törl (II–III, eine Stelle III+), beliebt, häufiger begangen<ref>Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Seite 22, siehe Literatur</ref>
  • Nordostgrat vom Glödistörl (III-), grobblockig
  • Westgrat (IV–V), schwierigster Grat des Glödis
  • Südgrat (III+), fester Fels, selten begangen

Literatur und Karte

  • Alpenvereinskarte Blatt 41, 1:25.000, Schobergruppe, ISBN 3-928777-12-2
  • Richard Goedeke: 3000er in den Nordalpen, Bruckmann, München 2004, ISBN 3-7654-3930-4
  • Georg Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Verlag Grafik Zloebl, Lienz-Tristach 2005, ISBN 3-200-00428-2

Weblinks

Commons: Glödis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />