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Herzblättrige Kugelblume

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(Weitergeleitet von Globularia cordifolia)

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Herzblättrige Kugelblume
Datei:Globularia cordifolia sl1.jpg

Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Gattung: Kugelblumen (Globularia)
Art: Herzblättrige Kugelblume
Wissenschaftlicher Name
Globularia cordifolia
L.

Die Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia) gehört zur Gattung der Kugelblumen (Globularia) und der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Sie ist vermutlich eine recht junge Art, die erst nach den Eiszeiten entstanden ist.

Beschreibung

Datei:Globularia cordifolia (2).JPG
Blütenstand
Datei:Globularia cordifolia Bohinj.JPG
Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia)

Die Herzblättrige Kugelblume wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze.<ref name="FloraWeb" /> Sie bildet einen dichten Rasen (teppichartiges Geflecht) mit kriechenden, teilweise nur an der Basis verholzten Zweigen. Die kriechende Grundachse ist verzweigt und etwas verholzend.<ref name="FloraWeb" /> Nur die blütentragenden Zweige sind aufrecht und erreichen Wuchshöhen von bis zu 10 Zentimetern. Die rosettig zusammenstehenden Laubblätter sind 4 bis 7 mm lang, lanzettlich bis länglich mit keilförmiger bis verkehrt-herzförmig Spreitenbasis und ausgerandetem, selten bis zu abgerundet und dann mit Mittelzahn, oberem Ende.<ref name="FloraWeb" />

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Der unbeblätterte Blütenstängel besitzt nur ein bis zwei Schuppen.<ref name="FloraWeb" /> Die köpfchenförmigen Blütenstände sind bei einem Durchmesser von 1 bis 1,2, selten bis zu 2 Zentimetern halbkugelig.<ref name="FloraWeb" /> Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blüten sind fünfzipfelig. Die blaulilafarbene oder hellblaue Krone ist zweilippig und etwa 7 mm lang. Die Frucht ist etwa 2 mm lang.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 32, seltener 24 oder 40.<ref name="Oberdorfer" />

Ökologie

Bei der Herzblättrigen Kugelblume handelt es sich um einen krautigen Chamaephyten.<ref name="FloraWeb" /> Das teppichartige Geflecht sammelt wie eine Reuse den vom Felsen herabrieselnden Humus.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirge in Mittel- und Südeuropa von den Pyrenäen bis zum Balkan und der Türkei, im Schweizer Jura und den Kalkalpen bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern Meereshöhe. In Österreich ist die Herzblättrige Kugelblume häufig in allen Bundesländern. In der Schweiz kommt die Herzblättrige Kugelblume in den Alpen, im Mittelland und im Jura vor. Die Art ist in Deutschland durch die BArtSchV besonders geschützt.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Als Standort werden felsdurchsetzte Rasen, Felsspalten, Humusdecken über Felsen auf Kalkböden bevorzugt. Sie ist eine Seslerietalia-Ordnungscharakterart, kommt aber auch in Gesellschaften des Mesobromion, Potentillion caulescentis oder Erico-Pinion vor.<ref name="Oberdorfer" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w+ (mäßig trocken, aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie und Systematik

Die Herzblättrige Kugelblume wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 96 als Globularia cordifolia erstbeschrieben.

Man kann 2 Unterarten unterscheiden:<ref name="POWO" />

  • Globularia cordifolia subsp. cordifolia
  • Globularia cordifolia subsp. neapolitana <templatestyles src="Person/styles.css" />(O.Schwarz) Milletti ex Del Guacchio, Innangi & P.Caputo (Syn.: Globularia neapolitana <templatestyles src="Person/styles.css" />O.Schwarz): Sie kommt im südwestlichen Italien vor.<ref name="POWO" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraWeb"> Globularia cordifolia L., Herzblättrige Kugelblume. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Oberdorfer">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 871. ISBN 3-8001-3131-5</ref> <ref name="InfoFlora"> Globularia cordifolia L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Globularia. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 664.</ref> <ref name="POWO">Gobularia cordifolia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks