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Glanz (Archäologie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Glanz (auch Lackpatina genannt) entsteht durch den Gebrauch, die Lagerung oder die Behandlung von Bein, Horn oder Stein (Feuerstein, Hornstein) auf der Oberfläche.

Die Archäologen unterscheiden:

  • Fettglanz durch Hitzeeinwirkung auf Feuerstein
  • Fleischglanz, der durch Fleisch und Knochen bei der Zerlegung von Beutetieren an Klingen entsteht
  • Holzglanz durch Holz an solchen Klingen, die zum Glätten (Pfeilschäften) benutzt wurden
  • Knochenglanz durch Tierhäute an den Geräten (etwa Pfriemen) aus Bein oder Horn, die zum Bearbeiten benutzt wurden.
  • Sichelglanz durch kieselsäurehaltige Gräser (Getreide, Schilf) an Klingen, mit denen geschnitten wurde
  • Wasserglanz durch am Boden von Fließgewässern lagerndes Gestein

Im weiteren Sinne gehören dazu:

  • „Firnisglanz“ durch Windschliff (Flugsand), dem Steinoberflächen ausgesetzt waren
  • Wüstenlack durch Hitze an Artefakten oder Steinoberflächen in Trockenzonen

Literatur

  • E. Hoffmann: Lexikon der Steinzeit. München 1999, ISBN 3-406-42125-3.