Abblätternder Stäubling
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| Abblätternder Stäubling | ||||||||||||
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| Datei:2010-08-26 Lycoperdon marginatum Vittad 101122 cropped.jpg
Abblätternder Stäubling (Lycoperdon marginatum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lycoperdon marginatum | ||||||||||||
| Vittad. |
Der Abblätternde Stäubling<ref name="Ludwig1996" /> (Lycoperdon marginatum), auch Gi'-i-Wa bzw. Gi'i-Sa-Wa genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Champignonverwandten (Agaricaceae). Der Pilz kommt in Nordamerika und Mexiko vor.
Merkmale
Stäublinge sind saprobiontische Bodenbewohner. Der Pilz wächst auf sandigen Böden und wird bis zu 5 cm groß.<ref name="RogersMushrooms" /> Der Fruchtkörper hat eine weiße, braune oder creme Farbe. Unter dem gekammerten Basalteil, der die Sporen samt Capillitium trägt (Gleba) findet sich ein gekammerter, steriler Fruchtkörperteil (Subgleba). Nach der Reife öffnen sich der Pilz am Scheitel mit einem Loch. Die Peridie, das heißt die äußere Abdeckung des Fruchtkörpers, ist doppelt. Die äußere Peridie ist stachelig bis warzig abschuppend.
Fundorte in Deutschland
Im November 2004 wies Hanns Kreisel den Abblätternden Stäubling auf einer geplanten Kiesabbaufläche nach. Dies war der einzige Nachweis dieser Pilzart im Mecklenburg-Vorpommern und der nördlichste Fund in Mitteleuropa.<ref name="Bund2011" /> In einer Sandgrube bei Sommerhausen gelang Rudolf Markones im Jahr 2007 ein weiterer Fund.<ref name="Markones2007" />
Eigenschaften
Einige in Mexiko lebende Indianer verwenden den Pilz bei rituellen Handlungen. Dem Pilz werden psychoaktive Eigenschaften nachgesagt.
Literatur
- B. van Treeck: Das Drogen- und Suchtlexikon. Bechtermünz, ISBN 3-8289-1937-5.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Bund2011"> Das Naturschutzgebiet „Neuendorfer Wiek und Insel Beuchel“ und ein geplanter industrieller Kiesabbau – Chronologie einer Rettung. Abgerufen am 9. Januar 2019. </ref> <ref name="Ludwig1996"> G. Ludwig, M. Schnittler: Rote Liste der Pflanzen Deutschlands. (PDF; 766 kB) Bundesamt für Naturschutz, 1996, abgerufen am 18. Februar 2012. </ref> <ref name="RogersMushrooms"> Rogers Mushrooms: Lycoperdon marginatum. Rogers Plants Ltd., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 18. Februar 2012. </ref> <ref name="Markones2007"> Rudolf Markones: Bildersammlung von L. marginatum bei Sommerhausen in einer Sandgrube bei Erlach. 18. Juli 2007, abgerufen am 18. Februar 2012. </ref> </references>