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Gelso M

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gelso M-Klasse
Datei:Tanker passing Ellesmere Port - geograph.org.uk - 961349.jpg
Die Gelso M
Die Gelso M
Schiffsdaten
Schiffsart Öl- und Chemikalien-Tanker
Bauwerft Anadolu Deniz A.S., Tuzla
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 147,50 m (Lüa)
140 m (Lpp)
Breite 22,40 m
Seitenhöhe 12,60 m
Tiefgang (max.) 9,75 m
Vermessung 11250 BRZ / 6050 NRZ (Gelso M)
11393 BRZ / 5891 NRZ (Procida und Stromboli M)
 
Besatzung etwa 19
Maschinenanlage
Maschine Dieselmotor (MAN B&W 8S35MC-VBS)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 5.920 kW (8.049 PS)
Höchst­geschwindigkeit 15 kn (28 km/h)
Propeller Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 18.000 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen Bureau Veritas

Die Gelso M und ihre Schwesterschiffe ist eine Kleinserie von drei Öl- und Chemikalientankern, die in den Jahren 2007 bis 2009 auf der Werft Anadolu Shipyard (Anadolu Deniz A.S.) im türkischen Tuzla, Istanbul, gebaut wurde.<ref name="Werft"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Technische Daten der Schiffe (Memento vom 13. Januar 2016 im Internet Archive), Website der Bauwerft (englisch), abgerufen am 12. März 2012.</ref>

Technische Daten

Die Schiffe der Serie besitzen den modernen Sicherheitsanforderungen entsprechend eine doppelte Hülle. Sie sind eingestuft als „Chemical Oil Tanker IMO II Type“.

Angetrieben werden die Schiffe von einem Zweitakt-Achtzylinder-Dieselmotor des Herstellers MAN B&W vom Typ 8S35MC-VBS mit einer Leistung von 5920 kW, der auf einen Verstellpropeller wirkt. Die Schiffe sind mit einem Bugstrahlruder mit einer Leistung von 800 kW ausgestattet.<ref name="Werft" /> Für die Stromversorgung stehen drei Dieselgeneratoren zur Verfügung.

Die Schiffe der Klasse

Bauname andere Namen Reeder Baunummer/Baujahr IMO-Nummer Flagge Heimathafen
Gelso M<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gelso M. (Memento vom 5. Februar 2016 im Internet Archive) (PDF; 381 kB) bei Augusta Due (im Moment nur über Google Docs).</ref> Augusta Due
Mednav Group, Rom, Italien
213 / 2007
(Übergabe Juni 2008)<ref name="bilanzaugusta"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Augusta Due: Bilanz 2007 (Memento vom 1. Juli 2015 im Internet Archive) (im Moment nur über Google Docs ). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bilancio sociale 2007 (Memento vom 1. Juli 2015 im Internet Archive) (PDF; 3,3 MB)</ref>
9367360 Italien Catania
Procida<ref name="equasis">Schiffsdaten bei equasis.org. Abgerufen am 29. April 2012 (Anmeldung nötig).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Procida (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF; 389 kB) bei Augusta Due (im Moment nur über Google Docs).</ref> Augusta Due
Mednav Group, Rom, Italien
214 / 2008
(Übergabe Dez. 2008)<ref name="bilanzaugusta" />
9367372 Italien Palermo
Stromboli M<ref name="equasis" /> F Stromboli, FT Stromboli, Lido Furtrans Denizcilik Istanbul, Türkei 219 / 2009 9447328 Malta Valletta

Zwischenfälle

Mängel auf der Lido

Im September 2011 wurde die Lido im Hafen von Castellon de la Plana sechs Tage festgehalten, da bei einer Inspektion durch die Hafenbehörden Mängel in der Ausrüstung und der Notfalldrills bei der Mannschaft festgestellt wurden.<ref>Paris MOU: List of Detentions - September 2011. (PDF; 354 kB) @1@2Vorlage:Toter Link/www.parismou.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Der Fall wurde in türkischen Reedereikreisen damals als Beispiel für Ungleichbehandlung gegen Schiffe aus EU-Mitgliedsstaaten zitiert, was eine offizielle Antwort der EU nach sich zog.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Letter to Directorate-General for Mobility and Transport. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denizhaber.com</ref>

Havarie der Gelso M

Karte: Italien
Havarie-Position Gelso M

Am Morgen des 10. März 2012 lief das Schiff bei der Ansteuerung des Hafens von Augusta vor Sizilien nahe Pointe Santa Panagia<ref>Gelso M. Shipwreck Log, 10. März 2012.</ref> auf einen Felsen auf. Der starke Seegang hatte das Schiff gegen die Felsen vor der Küste gedrückt. Die Gelso M hatte zum Zeitpunkt des Unglücks keine Ladung an Bord, jedoch unter anderem 190 m³ Treibstoff.<ref name="panorama" /> Die 19-köpfige Besatzung wurde von der italienischen Küstenwache mit zwei Hubschraubern geborgen. Verletzt wurde niemand.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erneut Schiffsunglück vor der italienischen Küste (Memento vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive), Stern, 11. März 2012.</ref> Laut Angaben der Reederei war ein Maschinenausfall während der Ansteuerung des Hafens Augusta die Unglücksursache.<ref>Augusta Due: Incaglio Gelso M, Sicilia, Dichirazione #4. 12. März 2012.</ref> Der Voyage Data Recorder des Schiffes wurde am 13. März geborgen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nave incagliata, ritrovata la scatola nera. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lasicilia.it lasicilia.it, 13. März 2012.</ref> Die Untersuchung des VDR ergab, dass der Propeller durch den Seegang zeitweilig aus dem Wasser kam und leer drehte. Durch die entstehende Überdrehzahl schaltete sich der Dieselmotor ab.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aperta scatola nera, Motori bloccati hanno causato disastro. (Memento vom 21. März 2012 im Internet Archive) siracusanews.it 19. März 2012.</ref> Am Wochenende herrschten Starkwind aus Osten (30 Knoten aus 37°) und Windböen mit 80 Meilen pro Stunde. Das Schiff lag nach dem Unglück auf der Position 37.10679° Nord, 15.29531° Ost. Im Schiffsrumpf klafft ein Riss von 14 Metern Länge. Die zuständigen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Mit dem Abpumpen des Treibstoffs wurde – wie auch bei der wenige Wochen vorher verunglückten Costa Concordia – die holländische Bergungsfirma Smit Salvage beauftragt.<ref name="panorama"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Naufragio Gelso M: si rischia il disastro ambientale. (Memento vom 14. März 2012 im Internet Archive) panorama.it, 12. März 2012.</ref> Die Operationen wurden bis zum 28. März abgeschlossen; es wurden 387 m³ Treibstoff und andere Substanzen aus dem Schiffsrumpf entfernt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gelso M': concluso recupero carburante. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) blogsicilia.it, 28. März 2012.</ref> Das Wrack wurde bis August 2013 von den Firmen Fratelli Neri und Augustea zerlegt und entfernt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siracusa, Rimozione della Gelso M: al via il taglio dell’ultimo troncone. (Memento vom 29. Mai 2016 im Internet Archive) Siracusa News, 5. August 2013.</ref><ref>Gelso M, iniziate le operazioni in mare per il taglio e la successiva demolizione. Quotidiano di Sicilia, 18. Mai 2013.</ref>

Weblinks

Commons: Gelso M – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />