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Glänzendgelber Dotter-Täubling

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(Weitergeleitet von Gelber Haseltäubling)

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Glänzendgelber Dotter-Täubling
Datei:2008-08-16 Russula acetolens Rauschert 71536.jpg

Glänzendgelber Dotter-Täubling (Russula acetolens)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Täublingsartige (Russulales)
Familie: Täublingsverwandte (Russulaceae)
Gattung: Täublinge (Russula)
Art: Glänzendgelber Dotter-Täubling
Wissenschaftlicher Name
Russula acetolens
Rauschert

Der Glänzendgelbe Dotter-Täubling (Russula acetolens,<ref name="speciesfungorum" /> Syn.: Russula lutea, Russula vitellina<ref name="mycobank" />) ist ein Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten. Es ist ein recht kleiner, zerbrechlicher Täubling mit einem gelb gefärbten, glänzenden Hut und safrangelben Lamellen. Alte Exemplare riechen typischerweise nach Essig. Der Täubling schmeckt mild und kommt normalerweise in Laubwäldern vor. Andere Namen für diesen Täubling sind Gelber Haseltäubling oder Gelber Apotheken-Täubling.

Merkmale

Makroskopische Merkmale

Datei:2008-08-16 Russula acetolens Rauschert 71540.jpg
Die Lamellen sind bei Reife safrangelb gefärbt.

Der Hut ist 2–5 cm breit und im Verhältnis zur Größe recht fleischig. Er ist schnell ausgebreitet oder niedergedrückt, mit abgeflachter Mitte. Der Rand ist im Alter leicht höckerig-gerieft. Der Hut ist gelb, entweder hell zitronengelb (citrinfarben) oder seltener eigelb oder aprikosenfarben. Ältere Exemplare können verblassen. Im Gegensatz zu anderen Chamaeleontinen ist der Hut niemals rot gefärbt und weist auch keine rötlichen Farbtöne auf. Die fast völlig abziehbare Huthaut ist auch bei Trockenheit glänzend, bei feuchter Witterung ist sie oft etwas schmierig.

Die weit auseinanderstehenden und recht dicken Lamellen sind am Stiel schmal angewachsen. Sie sind mehr oder weniger safrangelb und haben oft einen ockerorangefarbenen Reflex. Die Schneiden der Lamellen sind oft heller gefärbt. Auch das Sporenpulver hat eine intensiv gelbe Farbe (IVd nach Romagnesi).

Der schlanke, zarte Stiel ist 2–3 (–6) cm lang und 0,3–1 cm breit. Er wird innen bald markig und ist leicht zusammendrückbar. Im Alter ist er meist hohl und etwas runzelig. Er ist weiß, nur selten leicht rosa überhaucht und manchmal schmutzig gelblich. Im Alter kann er auch leicht gräulich sein.

Das weiße Fleisch ist weich, sehr zerbrechlich und schmeckt mild. Der junge Pilz ist fast geruchlos. Erst reife oder überständige Exemplare riechen deutlich nach Essig, Essiggurken oder Senf. Das Fleisch reagiert mit Eisensulfat nur langsam und verfärbt sich dabei blass rosa. Auch die Guajakreaktion ist langsam und schwach.<ref name="bon-key">Monographic Key to European Russulas (1988). (PDF; 1,4 MB) In: Englische Übersetzung von M. Bons Russula-Schlüssel:. The Russulales Website, S. 89, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2010; abgerufen am 5. Mai 2011.</ref><ref name="spanisch">Russula acetolens. (PDF DOC) Russulas. Micologia.biz Web de micología Europea, S. 119, abgerufen am 21. März 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="news">Lateinische Originalbeschreibung von Russula acetolens. Russulales News, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. April 2026.@1@2Vorlage:Toter Link/www2.muse.it (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Mikroskopische Merkmale

Die Sporen sind 7–9 (–9,5) µm lang und 6–7,5 µm breit und haben ziemlich isolierte, stachlige Warzen. Die Zystiden sind kaum auffallend, sie sind mehr oder weniger appendikuliert und reagieren nur schwach mit Sulfobenzaldehyd. Die Hyphen-Endzellen sind keulenförmig oder kopfig, 4–7 µm breit und gegliedert. Die Primordialhyphen sind 5–7 µm breit. Sie sind oft komplett inkrustiert. Auch die Milchröhren lassen sich mit Sulfo-Benzaldehyd anfärben.<ref name="bon-key" />

Artabgrenzung

Der Glänzendgelbe Dotter-Täubling unterscheidet sich vom Wechselfarbigen- oder von den anderen Dotter-Täublingen durch seinen im Alter oder bei Trockenheit unangenehmen Essiggeruch (wie Gurken in Essiglake).

Er erinnert auch ein wenig an den Sonnen-Täubling, der ebenfalls nach Essig oder Senf riecht, aber deutlich scharf schmeckt.<ref name="bon-key" />

Ökologie und Verbreitung

Datei:Distribution of Russula acetolens-2.svg
Europäische Länder mit Fundnachweisen des Glänzendgelben Dotter-Täublings.<ref name="artsobservasjoner" /><ref name="basidiochecklist" /><ref name="GBIF" /><ref name="Czech" /><ref name="wsl" />
Legende:
  • Länder mit Fundmeldungen
  • Länder ohne Nachweise
  • keine Daten
  • außereuropäische Länder
  • Der Glänzendgelbe Dotter-Täubling ist wie alle Täublinge ein Mykorrhizapilz, der vor allem mit verschiedenen Laubbäumen eine symbiotische Partnerschaft ausbilden kann. In seltenen Fällen können wohl auch Nadelbäume als Wirte dienen. Man kann den Täubling in Eichen-Hainbuchen- und Rotbuchen-Wäldern finden. Der Täubling hat eine Vorliebe für mehr oder weniger feuchte Böden.<ref name="bon-key" /><ref name="news" />

    Der seltene Täubling wurde in Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland,<ref name="Estonia" /> Spanien und Großbritannien (einschließlich Nordirlands) und in Irland nachgewiesen.<ref name="GBIF" /><ref name="basidiochecklist" />

    Systematik

    Infragenerische Systematik

    Der Glänzendgelbe Dotter-Täubling wird von M. Bon in die Untersektion Chamaeleontinae gestellt, einer Untersektion der Sektion Lilaceae (Incrustatae). Die Subsektion enthält milde Täublinge mit gelbem Sporenpulver und meist feinsamtiger Huthaut. Unter dem Mikroskop lassen sich in der Huthaut inkrustierte Primordialhyphen und mehr oder weniger keulige oder kopfige Hyphen-Endzellen erkennen.

    Bedeutung

    Der mild schmeckende Täubling wird von der französischen Gesellschaft für Mykologie als essbar eingestuft. Da die Art aber recht selten ist und die Fruchtkörper recht klein und sehr brechlich sind, spielt der Täubling als Speisepilz keine Rolle.<ref>Essbare Pilze. Liste aller von der frz. Gesellschaft für Mykologie als essbar eingestuften Pilze. Website www-PilzPilz-de, abgerufen am 5. Mai 2011.</ref>

    Literatur

    • H. Romagnesi: Russula lutea (Huds.) Gray. In: Les Russules d'Europe et d'Afrique du Nord (1967). MycoBank, the Fungal Website, abgerufen am 5. Mai 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

    Einzelnachweise

    <references> <ref name="artsobservasjoner"> Rapporteringssystem for vekster: Russula acetolens (als R. vitellina). In: artsobservasjoner.no. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2012; abgerufen am 31. August 2012. </ref> <ref name="basidiochecklist"> Russula acetolens. Checklist of the British & Irish Basidiomycota. In: basidiochecklist.info. Abgerufen am 4. Mai 2012. </ref> <ref name="Estonia">Estonian eBiodiversity Species description Russula acetolens. In: elurikkus.ut.ee. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2018; abgerufen am 13. Juni 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/elurikkus.ut.ee</ref> <ref name="GBIF"> Russula acetolens. In: GBIF Portal / www.gbif.org. Abgerufen am 23. März 2025. </ref> <ref name="mycobank"> Synonyme von Russula acetolens. In: MycoBank / mycobank.org. Abgerufen am 6. September 2011: „Russula acetolens“ </ref> <ref name="speciesfungorum"> Russula acetolens. In: Species Fungorum / speciesfungorum.org. Abgerufen am 6. September 2011. </ref> <ref name="Czech"> Karel Tejkal: www.myko.cz/myko-atlas -Russula acetolens. In: www.myko.cz. Abgerufen am 6. Februar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="wsl"> Verbreitungsatlas der Pilze der Schweiz (als R. acetolens). In: wsl.ch. Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, abgerufen am 23. März 2025. </ref> </references>

    Weblinks

    • Russula acetolens. In: Russulales News. Abgerufen am 7. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Lateinische Originalbeschreibung).
    • Russula acetolens. In: Funghi in Italia / funghiitaliani.it. Abgerufen am 20. Juni 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gute Fotos vom Glänzendgelben Dotter-Täubling).

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