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Gebrüder Bandiera

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Datei:Fratelli Bandiera.jpg
Gebrüder Bandiera
Datei:Interior of Santi Giovanni e Paolo (Venice) - monumento ai patrioti fratelli Bandiera e Domenico Moro.jpg
Grabmal in der Kirche San Zanipolo

Die Gebrüder Bandiera – Attilio (* 1818 in Venedig; † 1844 in Rovito bei Cosenza) und Emilio (* 1819 in Venedig; † 1844 in Rovito bei Cosenza) – waren italienische Freiheitskämpfer des Risorgimento.

Geschichte

Attilio und Emilio Bandiera entstammten einer venezianischen Adelsfamilie. Ihr Vater Francesco Bandiera war Admiral in der österreichischen Flotte.<ref>Giuseppe Ricciardi und Francesco Lattari: Storia dei fratelli Bandiera e consorti. Le Monnier, Florenz 1863, S. 75.</ref> Auch seine beiden Söhne waren zunächst Offiziere in der Marine des Kaisertum Österreich, das seit dem Wiener Kongress das Königreich Lombardo-Venetien und somit auch Venedig beherrschte.

Später traten sie aus dem österreichischen Militär aus und schlossen sich Giuseppe Mazzinis Bewegung Giovine Italia an, die für ein geeintes, freies und demokratisches Italien eintrat. Die Gebrüder Bandiera gründeten die Geheimgesellschaft Esperia<ref>Salvatore Meluso: La spedizione dei fratelli Bandiera in Calabria. Rubettino, Soneria Mannelli 2001, S. 8.</ref> und versuchten von Korfu aus, Aufstände gegen die Bourbonen in Süditalien anzuzetteln. Bei einer dieser Aktionen im Juni 1844 gerieten sie in Kalabrien in Gefangenschaft, nachdem sie von ihrem korsischen<ref>Salvatore Meluso: La spedizione dei fratelli Bandiera in Calabria. Rubettino, Soneria Mannelli 2001, S. 10.</ref> Gefährten Pietro Boccheciampe verraten worden waren.<ref>Giuseppe Ricciardi und Francesco Lattari: Storia dei fratelli Bandiera e consorti. Le Monnier, Florenz 1863, S. 61.</ref> Attilio und Emilio Bandiera wurden mit sieben weiteren Kampfgenossen am 25. Juli 1844 im Vallone di Rovito bei Cosenza hingerichtet.

Im Nachhinein wurde häufig Giuseppe Mazzini für die tragischen Ereignisse verantwortlich gemacht;<ref>Rudolf Lill: Geschichte Italiens in der Neuzeit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 4. Auflage, München 1988, S. 116.</ref><ref>Salvatore Meluso: La spedizione dei fratelli Bandiera in Calabria. Rubettino, Soneria Mannelli 2001, S. 15.</ref> tatsächlich hatte dieser jedoch ebenso wie Niccolò Fabrizi, der Anführer der Legione Italica auf Malta, die Brüder vor der Unternehmung gewarnt.<ref>Giuseppe Ricciardi und Francesco Lattari: Storia dei fratelli Bandiera e consorti. Le Monnier, Florenz 1863, S. 52 f.</ref>

Literatur

Quellen

  • Giuseppe Mazzini: Ricordi dei fratelli Bandiera e dei loro compagni di martirio in Cosenza il 25 luglio 1844. Viari, Paris 1845.

Sekundärliteratur

Weblinks

Commons: Gebrüder Bandiera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • I fratelli Bandiera. In: silaonline.it. Abgerufen am 2. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Information über die Gebrüder Bandiera auf einer der Sila gewidmeten Webpräsenz).

Einzelnachweise

<references/>