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Triften-Labkraut

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(Weitergeleitet von Galium pumilum)

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Triften-Labkraut
Datei:Galium pumilum eF.jpg

Triften-Labkraut (Galium pumilum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Labkräuter (Galium)
Art: Triften-Labkraut
Wissenschaftlicher Name
Galium pumilum
Murray

Das Triften-Labkraut (Galium pumilum), auch als Heide-Labkraut, Niedriges Labkraut oder Zierliches Labkraut bezeichnet, ist ein in Mitteleuropa nur gebietsweise verbreitet vorkommender Angehöriger der Gattung Labkräuter (Galium) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Datei:Galium pumilum sl2.jpg
Habitus

Beschreibung

Das Triften-Labkraut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen zwischen 15 und 25 cm, manchmal auch bis zu 50 cm erreicht. Der steife, glatte Stängel wächst niederliegend oder aufsteigend und ist im unteren Teil kaum gerötet. Die Pflanze wächst lockerrasig und besitzt nur wenige, nicht blühende Triebe. Im trockenen Zustand wird die Pflanze grünlich-braun. Die am Grunde befindlichen Laubblätter sind zur Blütezeit vertrocknet, die oberen, nicht glänzenden Blätter sitzen zu sieben bis acht quirlförmig am Stängel an. Sie sind schmal verkehrt-lanzettlich geformt und des Öfteren auch sichelartig gekrümmt. In der Regel sind sie 8- bis 12-mal so lang wie breit. Der Blütenstand ist locker und schmal pyramidenförmig mit aufrecht wachsenden, 1 bis 1,5 mm lange Blütenstielen. Die weiße, vierzipfelige Krone erreicht Breiten von etwa 2,5 bis 4 mm. Die Frucht ist in der Regel 1 mm lang, rundlich und glatt bis papillös.

Das Triften-Labkraut blüht vorwiegend in den Monaten Juni bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 88.<ref name="Oberdorfer2001" />

Verbreitung und Standortansprüche

Das Areal des Heide-Labkrauts ist auf Europa beschränkt.<ref name="WCSP" /> In Europa fehlt es nur in den Ländern Portugal, Spanien, Irland, Norwegen, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Türkei und Belarus. In Schweden und Finnland kommt sie eingeschleppt vor.<ref name="POWO" /> In Deutschland ist die Art im mittleren Gebiet sowie im Süden verbreitet und meist häufig zu finden, während sie im Norden praktisch ganz fehlt. In Österreich kommt sie in allen Bundesländern zerstreut bis häufig vor. Auch in der Schweiz ist sie allgemein häufig zu finden.

Das Heide-Labkraut wächst in Silikat-Magerrasen und lichten Wäldern. Es bevorzugt frische, kalkarme, humose und sandige Lehmböden. Es ist ein Versauerungsanzeiger. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Violion caninae, kommt aber auch in Gesellschaften des Mesobromion- oder Molinion-Verbands vor, seltener im Verband Quercion roboris.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie und Systematik

Das Heide-Labkraut wurde 1770 von Johan Andreas Murray in Prodromus designationis stirpium Gottingensium Seite 44 erstbeschrieben. Synonyme sind Galium umbellatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam., Galium supinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. und Galium sylvestre <templatestyles src="Person/styles.css" />Pollich.

Das Heide-Labkraut ist nahe verwandt mit Sterners Labkraut (Galium sterneri <templatestyles src="Person/styles.css" />Ehrend.) und dem Schwedischen Labkraut (Galium suecicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sterner) Ehrend.), die von manchen Autoren auch als Unterarten zu Galium pumilum gestellt werden.<ref name="Oberdorfer2001" /> Beim Heide-Labkraut sind die Früchte jedoch glatt und stumpfkörnig, bei beiden anderen Arten aber spitzkörnig. Alle drei Arten haben auch eine unterschiedliche Chromosomenzahl.<ref name="Oberdorfer2001" />

Literatur

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • August Binz, Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Christian August Friedrich Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="InfoFlora">Galium pumilum Murray In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="POWO">Galium pumilum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Triften-Labkraut – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien