Germany’s Next Topmodel
| Produktionsland | Deutschland |
|---|---|
| Genre | Reality-Show, Castingshow |
| Länge | 60–150 Minuten |
| Episoden | 289+ in 20+ Staffeln |
| Produktionsunternehmen |
|
| Idee | |
| Premiere | 25. Jan. 2006 auf ProSieben |
| Moderation | Heidi Klum |
Germany’s Next Topmodel (kurz GNTM) ist eine deutsche Castingshow im Reality-TV-Format des Senders ProSieben. Die seit 2006 jährlich ausgestrahlte Sendung wird von Heidi Klum moderiert und ist eine glokalisierte Adaption des amerikanischen Formats Next Topmodel.
Konzept
Ziel der Castingshow ist es, Deutschlands „nächstes Topmodel“ zu finden; im Unterschied zu bloßen Schönheitswettbewerben, bei denen die schönste Frau gekürt wird.<ref>Saša Antić: „Du musst dich mehr verbiegen!“ – Postmodern-neoliberale Inhalte der Fernsehsendung Germany’s Next Topmodel und die Identitätsentwicklung von Jugendlichen. Diplomarbeit. Universität Wien, Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft, 2012, Kapitel 5.1.3: Germany’s Next Topmodel, S. 26, doi:10.25365/thesis.22319. </ref> In den sogenannten Challenges, die in jeder Staffelepisode stattfinden, werden die Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert.<ref>Jan Beeking: Inszenierung von Castingshows – eine Analyse am Beispiel von „Germany’s Next Topmodel“. Bachelorarbeit. Hochschule der Medien Stuttgart, 2012, S. 19, urn:nbn:de:bsz:900-opus-7134. </ref> Diese dienen in erster Linie dazu, eine interessante Fernsehshow zu inszenieren.<ref> </ref>
In einer frühen Folge einer Staffel findet das sogenannte Umstyling statt, bei dem in der Regel der Haarschnitt und teilweise auch die Haarfarbe der Kandidatinnen geändert wird. Bei starken Veränderungen, wenn beispielsweise aus einem Langhaar- ein Kurzhaarschnitt werden soll, werden die emotionalen Reaktionen der Kandidatinnen und mögliche Konflikte mit der Jury thematisiert.<ref>Alina Rosca: Die Reality TV Show „Germany's Next Topmodel“ – Eine Analyse mit dem Fokus auf die fernsehästhetische Gestaltungsstruktur, der genrecharakteristischen Mitteln und den vermittelten sozialen Aspekten. Diplomarbeit. Universität Wien, philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät, 2011, S. 85–89, doi:10.25365/thesis.15343. </ref> Bestandteil beinahe jeder Sendung sind zudem Fotoaufnahmen unter einem ungewöhnlichen Motto. In der Sendung werden nur die Vornamen der Teilnehmerinnen sowie zur Unterscheidung gegebenenfalls der erste Buchstabe des Nachnamens genannt.
Bis zur 7. Staffel betrug die Mindestgröße 1,72 m und ab der 8. Staffel im Jahr 2013 1,76 m.<ref>Mindestens so groß wie Heidi: Neue Regel bei „Germany’s Next Topmodel“. In: bild.de. 13. August 2013, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref> Seit der 16. Staffel (2021) legt die Sendung verstärkt Wert auf Diversität. Von herkömmlichen Model-Standards bezogen auf Alter, Größe, Körperform etc. wird bewusst abgewichen. Es ist keine Mindestgröße mehr erforderlich.<ref>Größe, Gewicht und Alter egal: Alles neu bei „Germany’s next Topmodel“. In: rnd.de. 5. August 2020, abgerufen am 15. Juli 2022.</ref> In der 19. Staffel (2024) castet Klum erstmals Frauen und Männer, die je 100.000 Euro erhalten und gemeinsam auf dem Cover der Harper’s Bazaar erscheinen werden.<ref>Mike Powelz: „GNTM“ mit Zwillingen: Heidi Klum verrät Details zur 19. Staffel. In: hoerzu.de. 31. Januar 2024, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>
An der Staffel von 2018 nahmen erstmals auch sogenannte Plus-Size-Models teil, also Frauen mit größeren Konfektionsgrößen.<ref>GNTM 2018: Erstmals setzt GNTM auf Curvy Models. In: cosmopolitan.de. 18. Mai 2018, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref> 2021 belegte eine „Plus-Size“-Teilnehmerin Platz 2 des Wettbewerbs,<ref>Dascha im Interview – GNTM-Zweitplatzierte packt aus: So tickt Heidi Klum hinter den Kulissen. In: Focus Online. 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juli 2022; abgerufen am 15. Juli 2022 (erschienen in Kooperation mit bunte.de).</ref> 2023 siegte mit Vivien Blotzki erstmals ein solches Model.
Jury
Anfangs bestand die Jury aus Heidi Klum und drei (später zwei) weiteren männlichen Angehörigen der Modebranche. Die Jurymitglieder sind gleichzeitig die Coaches der Kandidatinnen. In den Staffeln 11–13 coachte jeder Juror (außer Klum) ein festes Team.
Wirkten zuvor in jeder Staffel neben der festen Jury auch Personen aus der Mode-, Musik- oder Schauspielbranche als Gastjuroren mit,<ref>Alina Rosca: Die Reality TV Show „Germany's Next Topmodel“ – Eine Analyse mit dem Fokus auf die fernsehästhetische Gestaltungsstruktur, der genrecharakteristischen Mitteln und den vermittelten sozialen Aspekten. Diplomarbeit. Universität Wien, philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät, 2011, S. 57, doi:10.25365/thesis.15343.</ref> so setzt sich seit Staffel 14 die Jury nur noch aus Heidi Klum und einem oder mehreren Gastjuroren zusammen.<ref>Manuel Weis: 14. Staffel #GNTM: 15 Folgen, 15 Juroren – das ändert sich bei Heidi. In: quotenmeter.de. 4. November 2018, abgerufen am 15. Juli 2022.</ref> Alle Gastjuroren werden in der jeweiligen Folge vorgestellt. Sie sprechen in der Sendung oft nur Englisch, dies wird für den Zuschauer mit eingeblendeten Untertiteln übersetzt.
Zumeist am Ende jeder Folge legt die Jury fest, welche Kandidatinnen an der nächsten Folge teilnehmen dürfen.
| Staffel | Juroren | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 | Heidi Klum | Peyman Amin | Bruce Darnell | Armin Morbach |
| 2 | Boris Entrup | |||
| 3 | Rolf Scheider | |||
| 4 | ||||
| 5 | Kristian Schuller | Qualid „Q“ Ladraa | ||
| 6 | Thomas Hayo | Thomas Rath | ||
| 7 | ||||
| 8 | Enrique Badulescu | |||
| 9 | Wolfgang Joop | |||
| 10 | ||||
| 11 | Michael Michalsky | |||
| 12 | ||||
| 13 | ||||
| 14 | Gastjuroren | |||
| 15 | ||||
| 16 | ||||
| 17 | ||||
| 18 | ||||
| 19 | ||||
| 20 | ||||
| 21 | ||||
-
Heidi Klum
21-mal Jurorin -
Thomas Hayo
achtmal Juror -
Peyman Amin
viermal Juror -
Michael Michalsky
dreimal Juror -
Bruce Darnell
zweimal Juror -
Rolf Scheider
zweimal Juror -
Thomas Rath
zweimal Juror -
Wolfgang Joop
zweimal Juror -
Boris Entrup
einmal Juror
Titelmusik
- Staffel 1: The Notorious B.I.G. – Nasty Girl
- Staffel 2: Gia Farrell – Hit Me Up
- Staffel 3: Seal – Amazing (Kaskade Remix)
- Staffel 4: Britney Spears – Circus
- Staffel 5: Cheryl Cole – Fight for This Love
- Staffel 6: Bullmeister – Girls Beautiful
- Staffel 7: David Guetta feat. Nicki Minaj – Turn Me On
- Staffel 8: will.i.am feat. Britney Spears – Scream & Shout
- Staffel 9: Britney Spears feat. will.i.am – It Should Be Easy
- Staffel 10: David Guetta feat. Emeli Sandé – What I Did for Love
- Staffel 11: The Weeknd – In the Night und Rihanna feat. Drake – Work
- Staffel 12: Bruno Mars – 24K Magic
- Staffel 13: Kids in Trouble – The One (I Want to Know)
- Staffel 14: Tokio Hotel – Melancholic Paradise
- Staffel 15: Selena Gomez – Look at Her Now
- Staffel 16: VIZE & Tokio Hotel – White Lies
- Staffel 17: WeddingCake x Snoop Dogg x Heidi Klum – Chai Tea with Heidi
- Staffel 18: P!nk – Never Gonna Not Dance Again
- Staffel 19: Heidi Klum x Tiësto – Sunglasses at Night
- Staffel 20: Madonna – Vogue
- Staffel 21: Heidi Klum und Diplo – Red Eye
Produktion
Klum machte es bei Vertragsunterzeichnung zur Bedingung, dass vorwiegend in der Nähe ihres Wohnsitzes bei Los Angeles gedreht wird, um in Kontakt mit ihren Kindern bleiben zu können. So folgten z. B. in der siebten Staffel auf zwei Wochen Anfangsdrehzeit in Deutschland und Thailand dreieinhalb Monate Drehzeit am Ausgangsdrehort Los Angeles.<ref>ProSieben red! vom 10. Mai 2012</ref>
Neues Produktionsunternehmen ab der achten Staffel wurde RedSeven Entertainment, das bereits Austria’s Next Topmodel produzierte. Als Grund für den Wechsel wurde neben rückläufiger Quoten vermutet, dass die bisherige Produktionsfirma Tresor TV auch für die Produktion der Konkurrenzsendung Das perfekte Model auf VOX verantwortlich zeichnete.<ref name="Wechsel" />
Die Episodenanzahl nahm zunächst mit der Anzahl der Endrundenteilnehmerinnen von 10 (Staffel 1) über 13 (Staffel 2) auf 16 (Staffeln 3–7) zu und pendelte sich dann auf 14 (Staffel 8) bzw. 15 (Staffeln 9–11) ein.
Die Vermarktung der Siegerinnen erfolgte zunächst gemeinsam durch die von Klums Vater geführte Heidi Klum GmbH und die ProSieben-Tochter Redseven Artists. Von 2010 bis 2020 lag sie ausschließlich bei ONEeins, einer 100-prozentigen Tochter der Heidi Klum GmbH.<ref>Klum feuert „Topmodel“-Gewinnerin – „Kein professionelles Arbeiten mehr“. In: taz.de. 2. August 2008, abgerufen am 2. März 2026.</ref> 2021 übernahm mit SAM Artists die Nachfolgerin von RedSeven Artists das Management der Teilnehmerinnen.<ref>Unbekannte Überschrift. In: Focus Online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2021; abgerufen am 31. Januar 2024.</ref>
Ergebnisse
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 1 (2006)
In der zehnten Folge wurde Lena Gercke zur Siegerin gekürt. Germany’s Next Topmodel/Staffel 1
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 2 (2007)
Die Show verlängerte sich um drei Folgen, die Anzahl der Bewerberinnen nahm um fast 50 % zu. Die Siegerin war Barbara Meier. Germany’s Next Topmodel/Staffel 2
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 3 (2008)
Die Siegerin Jennifer Hof startete keine Model-Karriere. Dagegen nutzten Endrundenteilnehmerinnen wie Sarah Knappik und Gina-Lisa Lohfink ihre TV-Bekanntheit für eine weitergehende Präsenz im Medienbereich. Germany’s Next Topmodel/Staffel 3
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 4 (2009)
Nach wie im Vorjahr 16 Episoden gab es mit Sara Nuru die erste Siegerin mit einem Migrationshintergrund. Germany’s Next Topmodel/Staffel 4
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 5 (2010)
Bei einem Rekord von über 21.000 Bewerbungen gewann mit Alisar Ailabouni zum ersten Mal eine nicht in Deutschland wohnhafte Kandidatin. Germany’s Next Topmodel/Staffel 5
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 6 (2011)
Die Staffelsiegerin Jana Beller stieg nach zwei Monaten aus dem Vertrag mit ONEeins, der Model-Agentur von Heidi Klums Vater Günther, aus. Die Zweitplatzierte der Sendung, Rebecca Mir, wurde Fernsehmoderatorin. Germany’s Next Topmodel/Staffel 6
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 7 (2012)
Erstmals wurden mehr als drei Kandidatinnen ins Finale geschickt. Auch die Vergabe einer Wildcard war ein Novum. Germany’s Next Topmodel/Staffel 7
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 8 (2013)
Zum ersten Mal wurde die Anzahl der Episoden verringert, um zwei Folgen. Das Produktionsunternehmen wechselte. Germany’s Next Topmodel/Staffel 8
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 9 (2014)
Nach Jana Beller gewann mit Stefanie Giesinger zum zweiten Mal eine Kandidatin, deren russlanddeutsche Eltern aus Sibirien stammen. Germany’s Next Topmodel/Staffel 9
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 10 (2015)
Das Finale wurde wegen einer Bombendrohung abgebrochen und zwei Wochen später fortgesetzt. Germany’s Next Topmodel/Staffel 10
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 11 (2016)
Als Novum wurden die Kandidatinnen in zwei den beiden männlichen Juroren zugeordneten Teams aufgeteilt (Team Weiß und Team Schwarz). Zum ersten Mal bestritten fünf Topmodel-Aspirantinnen das Finale. Germany’s Next Topmodel/Staffel 11
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 12 (2017)
„Shoot Outs“ (Ausscheidungsduelle) wurden neu eingeführt. Germany’s Next Topmodel/Staffel 12
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 13 (2018)
Germany’s Next Topmodel/Staffel 13
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 14 (2019)
Die Teamaufteilung entfiel wieder, nachdem statt einer festen Jury ein pro Folge wechselnder Gastjuror die Auftritte der Models im Verein mit Heidi Klum beurteilte. Germany’s Next Topmodel/Staffel 14
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 15 (2020)
Germany’s Next Topmodel/Staffel 15
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 16 (2021)
Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde auf Fernreisen und den obligatorischen Umzug in eine Modelvilla in den USA verzichtet. Stattdessen wurde die Staffel hauptsächlich in Berlin produziert. Germany’s Next Topmodel/Staffel 16
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 17 (2022)
Germany’s Next Topmodel/Staffel 17
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 18 (2023)
Die 18. Staffel startete direkt in Los Angeles. Sechs Kandidatinnen rückten zu einem späteren Zeitpunkt nach. Germany’s Next Topmodel/Staffel 18
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 19 (2024)
Die 19. Staffel wurde vom 15. Februar 2024 bis 13. Juni 2024 ausgestrahlt.<ref>Alexander Krei: Neuer Fokus, aber bekannter Sendeplatz für "GNTM". In: DWDL.de. 2. Januar 2024, abgerufen am 2. Januar 2024.</ref> Erstmals wurden auch männliche Models gecastet. Germany’s Next Topmodel/Staffel 19
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 20 (2025)
Die 20. Staffel wurde vom 13. Februar bis 20. Juni 2025 ausgestrahlt. Erneut wurden auch männliche Models gecastet. Von den ersten 12 Folgen wurden zwei pro Woche getrennt nach Geschlechtern ausgestrahlt.<ref>„GNTM“ mit doppelter Dosis und Geschlechtertrennung. In: DWDL.de. 1. Januar 2025, abgerufen am 2. Januar 2025.</ref> Germany’s Next Topmodel/Staffel 20
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Staffel 21 (2026)
Die 21. Staffel wird seit dem 11. Februar 2026 ausgestrahlt. Erneut werden auch männliche Models gecastet. Die ersten Folgen (bis Folge 17) wurden zweimal pro Woche ausgestrahlt. Zunächst wurden sie getrennt nach Geschlechtern (bis Folge 10) und dann zusammengeführt mit beiden Geschlechtern. Germany’s Next Topmodel/Staffel 21
Siegerinnen (Auswahl)
Kritik
Die Berner Zeitung schrieb 2025, das Finale der Show sei besonders «langweilig mit viel Bühne für wenig Inhalt.«<ref>[ https://www.bernerzeitung.ch/warum-immer-kritik-an-heidi-klums-germanys-next-topmodel-135562118450 Warum die Kritik an «Germany’s Next Topmodel» nervt]</ref>
Erfolg der Kandidatinnen
2009 berichtete die taz, dass bis dahin keiner der bisherigen „Gewinnerinnen“ eine internationale Model-Karriere gelungen sei.<ref>Der Klum-Klan, taz vom 18. Februar 2009</ref> Louisa von Minckwitz, die Geschäftsführerin von Louisa Models, einer der größten deutschen Modellagenturen, sagte in einem Interview der Süddeutschen Zeitung, dass die Sendung ein falsches Bild der gesamten Branche zeichne. Insbesondere kritisierte sie vollkommen abwegige „Prüfungssituationen“, denen sich die Teilnehmerinnen aussetzen müssen, und das unrealistische Verhalten des Model-Bookers Peyman Amin.<ref>Agentur-Chefin Louisa von Minckwitz im Interview: „Wir übergießen unsere Models nicht mit Salatsauce“, sueddeutsche.de vom 5. Juni 2008</ref> Der Spiegel hob im Februar 2023 hervor, dass die wenigsten Kandidatinnen, darunter auch die „Gewinnerinnen“, nach dem Ende der Show als Model arbeiten. Laut Erfahrung von MGM Models (eine der größten deutschen Modelagenturen) sind selbst die GNTM-Kandidatinnen, die den üblichen Modelkriterien entsprächen, nach Ausstrahlung von GNTM-Sendungen „nicht vermittelbar, weil das Image der Castingshow zu schlecht ist.“ Laut Darstellung des Spiegel werden die Kandidatinnen, denen es gelingt, die Sendung als „Karrieresprungbrett“ zu nutzen, stattdessen oft Influencer oder Reality-TV-Promis.<ref name=":0">Laura Backes, Nora Gantenbrink, Elisa von Hof, Carola Padtberg, Anton Rainer, Anja Rützel: (S+) »Germany’s Next Topmodel« mit Heidi Klum: Was ist dran an den Vorwürfen ehemaliger Kandidatinnen? In: Der Spiegel 7/2023. 10. Februar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. Februar 2023]).</ref>
Frauenbild und Förderung von Essstörungen
Bereits kurz nach Beginn der ersten Staffel wurden Vorwürfe laut, die Sendung idealisiere ein falsches Schönheitsideal und fördere Magersucht.<ref>Thomas Lückerath: ProSieben hält Kritik an Klums Topmodel-Suche für überzogen. In: DWDL.de. 6. Februar 2006, abgerufen am 27. November 2022.</ref> Die Sendung steht in der Öffentlichkeit unter Kritik, die Kandidatinnen würden wie „Ware“ behandelt. Zwar können die Models die gestellten Aufgaben aus persönlichen Gründen, etwa aus Schamgefühl bei freizügigen Fotos oder Phobien, verweigern, doch könnte sich dies negativ auf Entscheidungen der Jury auswirken. Die Kandidatinnen wurden bis Staffel 16 fast ausschließlich als Mädchen bezeichnet. In der 17. Staffel spricht Heidi Klum die (teils deutlich älteren) Teilnehmerinnen als „Models“ an.
Spiegel Online bezeichnete im Januar 2010 die Kandidatinnen der Sendung als typische Beispiele für einen dauernd gestylten, ständig plappernden Frauentyp, der stellvertretend für die Frauenklischees des Senders ProSieben stehe<ref>Frauenklischees bei ProSieben – Heidis hässliche Erbinnen, Spiegel.de vom 14. Januar 2010, abgerufen am 3. Juli 2016</ref>.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung konstatierte im Februar 2010 anhand des Beispiels der Produktion eine Rückkehr des Sexismus, dem sich junge Frauen, anders als in der Vergangenheit, freiwillig unterwerfen. Hierbei würden die Protagonistinnen der Sendung unter dem Vorwand, sie aufs harte Business vorzubereiten, dauerhaft gedemütigt. Den überwiegend weiblichen Zuschauern werde es so ermöglicht, über Möchtegernmodels zu lachen, die zum Beispiel über die eigenen Beine oder über die deutsche Sprache stolpern.<ref>Jörg Thomann: Die Rückkehr des Sexismus – Frauenquälen für die ganze Familie, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 7. Februar 2010, Nr. 5, S. 47, 10. Februar 2010, online unter faz.net (9. Februar 2010).</ref>
In einer repräsentativen Umfrage des mingle-Trends, die im Juni 2010 veröffentlicht wurde, gaben 78 % der Befragten an, in Heidi Klums Modelshow eine Gefahr für junge Mädchen zu sehen. Insbesondere ältere Personen und Eltern sähen die Auswirkungen der Sendung auf Jugendliche kritisch.<ref>Mehrheit der Deutschen sieht in „Germany's Next Topmodel“ ein schlechtes Vorbild. In: mingle-trend.respondi.com. 9. Juni 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2016; abgerufen am 20. Januar 2016.</ref>
Während der Finalshow der achten Staffel stürmten 2013 zwei Aktivistinnen von Femen Deutschland auf den Laufsteg. Auf ihre bloßen Oberkörper hatten sie die Mottos „Sadistic Show“ und „Heidi Horror Picture Show“ geschrieben. Sie protestierten dagegen, dass die Sendung „vermittle, dass Schönheit mehr wert ist als Bildung“.<ref>Femen-Protest gegen „Germany’s Next Topmodel“: „Alles hat geklappt“, spiegel.de vom 31. Mai 2013</ref><ref>Nackte aus der Klum-Show ist CDU-Politikerin. In: Bild. 5. Juni 2013, abgerufen am 16. Juni 2013.</ref>
2014 kam es am Kölner Dom zu einer Protestveranstaltung mit rund 200 Teilnehmerinnen gegen das transportierte Frauenbild der Sendung, deren Finale wenige Kilometer entfernt stattfand.<ref>Anti-"GNTM"-Proteste: Kein Foto für Heidi, in: SPON, 8. Mai 2014, abgerufen am 20. Juli 2014.</ref>
Im Mai 2022 veröffentlichte die Ex-Teilnehmerin Lijana Kaggwa auf ihrem YouTube-Kanal ein Video, in dem sie – unter Verstoß gegen vertragliche Schweigeverpflichtungen – dem Format Manipulation vorwirft. ProSieben wies die Vorwürfe zurück.<ref>Pro Sieben weist Vorwürfe von Ex-Topmodel-Kandidatin Lijana Kaggwa zurück. 20. Mai 2022, abgerufen am 23. Mai 2022.</ref> Das Produktionsunternehmen Seven.One Entertainment Group stellte daraufhin einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Kaggwa, dem im Juli 2022 vom Landgericht Hamburg in 3 von 5 Punkten stattgeben wurde.<ref>Prozess gegen Lijana Kaggwa könnte Germany's Next Topmodel verändern. In: DiePresse.com. 12. Juli 2022, abgerufen am 15. Juli 2022.</ref>
Studien zu den psychologischen Auswirkungen
Das dem Bayerischen Rundfunk unterstehende Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) veröffentlichte 2015 zwei Studien. Eine auf einer repräsentativen Befragung unter 1462 Kindern und Jugendlichen beruhende Studie ergab zunächst, dass der Anteil jener jugendlichen Mädchen, die nie GNTM sahen, in der Minderheit sei. Bei den GNTM-Seherinnen war der Gedanke, zu dick zu sein „hoch signifikant“ häufiger.<ref>Maya Götz, Caroline Mendel: Der Gedanke, »zu dick zu sein«, und Germany’s Next Topmodel. In: Televizion. Nr. 28/2015/1. Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen, 2015, ISSN 0943-4755, S. 54–57 (Volltext [PDF; 1,1 MB; abgerufen am 17. Februar 2026]).</ref>
Die andere Studie stützt sich auf eine Befragung von 241 Patienten, die sich wegen Essstörungen gerade in therapeutischer Behandlung befanden. Dabei benannten 83 % der Befragten GNTM als jene Sendung, die das Schönheitsideal der Gesellschaft widerspiegeln würde. 70 Patienten gaben an, dass GNTM einen „sehr starken“ Einfluss auf ihre eigene Krankheit gehabt hätte, weitere 72 befanden hierzu „etwas Einfluss“ auf ihre Krankheit.<ref>Dafür muss ich nur noch abnehmen, br-online, 28. Januar 2015, PDF-Dokument</ref> Die mediale Berichterstattung zu dieser Studie<ref>Nina Weber: "Germany's next Topmodel": So schlank, so krank. In: spiegel.de. 23. April 2015, abgerufen am 15. Juli 2022.</ref> wurde in einem Artikel in der Zeitschrift tv diskurs der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (fsf) als Panik in den Medien abgetan. Lothar Mikos, Professor für Fernsehwissenschaft an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, resümierte: „Studien, auch die des IZI, sind komplexer, als es die mediale Berichterstattung wahrhaben will.“<ref>Lothar Mikos: Germany’s Next Topmodel in der Kritik: Eine Fernsehsendung, eine Studie und die Panik der Medien. (PDF) In: tv diskurs 73. fsf Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, März 2015, S. 100–103, abgerufen am 15. Juli 2022.\</ref>
Eine Studie aus 2025 der Universität Osnabrück analysierte die psychologischen Folgen der Sendung auf Frauen mit und ohne Essstörung, indem die Frauen Folgen eine halben Staffel schauten und danach Notizen zu ihrer Stimmung, ihrem Selbstwertgefühl und der Einstellungen zum eigenen Körper anfertigten. Die Studie fand in beiden Gruppen negative Auswirkungen auf das Selbstbild. Bei Frauen mit Essstörung verstärkte die Sendung insbesondere Gefühle der Ängstlichkeit, Schuld und Scham und erhöhte die wahrgenommene Diskrepanz zum eigenen Schönheitsideal. GNTM könne bei Personen mit entsprechender Veranlagung ein „Mosaikstein“ zum Entwickeln einer Essstörung sein.<ref>Friederike-Johanna Holtmann, Christopher Lalk, Julian Rubel, Silja Vocks: Assessing the Impact of a Reality TV Fashion Model Contest on Women's State Body Dissatisfaction, Affect, and Self-Esteem: An Experience Sampling Study of Women With and Without Eating Disorders. In: European Eating Disorders Review. ISSN 1099-0968, doi:10.1002/erv.3185.</ref><ref>Felicitas Witte: GNTM und Essstörungen: Welche Folgen hat der Serienkonsum? In: FAZ. 13. April 2025, abgerufen am 13. April 2025.</ref>
Sexualisierung
Im Mai 2022 kritisierte der Youtuber Rezo in einem dreißigminütigen Video die Manipulation und Sexualisierung unter anderem minderjähriger Mädchen.<ref>Stefan Scheurer: Rezo-Video: Wann steht Germany’s Next Topmodel vor dem Aus? In: swr3.de. 27. Mai 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2022; abgerufen am 28. Mai 2022.</ref><ref>GNTM Exposed - Rezos YouTube Video. Abgerufen am 28. Mai 2022.</ref> Der Jury wurde wiederholt vorgeworfen, einerseits die Kandidatinnen wie Kinder zu behandeln, gleichzeitig aber zu erwarten, dass die zum Teil Minderjährigen spontan, lasziv und sexy wirken können.<ref>Klum Show – Zickenkrieg und gestörte Wahrnehmung. In: oe24.at. 14. März 2008, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>
Eigenwerbung
Heidi Klum wurde 2009 vom stern vorgeworfen, die Sendung vorrangig zur Eigenwerbung zu nutzen bzw. ihren Werbepartnern, befreundeten Designern oder ihrem damaligen Ehemann Seal eine Plattform zu bieten.<ref>Heidis Masche mit den „Mädchen“, stern.de vom 12. Februar 2009</ref> Ebenfalls 2009 wurde Klum von der feministischen Zeitschrift Emma aufgrund ihres Umgangs mit den Kandidatinnen in Germany’s Next Topmodel zum „Pascha des Monats“ gekürt.<ref>Pascha des Monats: Heidi Klum. Glosse. In: Emma. Mai/Juni 2009 (Volltext [abgerufen am 3. Februar 2026]).</ref> Das NDR-Medienmagazin Zapp warf Anfang 2010 Heidi Klum vor, sich in ihrer inszenierten Show als Scharfrichter aufzuspielen und bezeichnete sie als fragwürdiges Vorbild. Der Vorwurf lautete, es gehe nicht um die Förderung von Talenten, sondern lediglich um eine gute Quote.<ref>Ausbeutung: Casting-Idole und ihre Wirkung, Zapp vom 25. November 2009</ref>
Tierschutz
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten äußerte Kritik an einer im Mai 2010 ausgestrahlten GNTM-Folge, in der zum wiederholten Male Tiere zum Einsatz kamen. Es wurden zusammen mit den Kandidatinnen Elefanten abgelichtet und Totenkopfäffchen angeleint über den Laufsteg getragen. Diese Situationen seien schädigend und stressig für die Tiere. Vier Pfoten forderte ProSieben und Tresor TV dazu auf, „in Zukunft nur noch auf menschliche Akteure zu setzen“.<ref>„Germany’s Next Topmodel“ nimmt keine Rücksicht auf Tierschutz / VIER PFOTEN fordert: ProSieben Sendung in Zukunft ohne Wildtiere. In: presseportal.de. 14. Mai 2010, abgerufen am 20. Januar 2016.</ref>
Im März 2011 wurde ein Schimpanse, der mit einem Anzug eingekleidet war, zur Schau gestellt. Vier Pfoten kritisierte, dass ein Affe „in einer Fernsehkulisse nichts verloren“ habe. Das Tier zeige in der Folge keine Freude, sondern vielmehr „das typische so genannte ‚Angstgrinsen‘“.<ref>Schimpanse bei Heidi Klum — Tierschützer verärgert. In: Welt Online. 31. März 2011, abgerufen am 20. Januar 2016.</ref> Allerdings sind die in den beiden Folgen gezeigten Handlungen gesetzlich nicht verboten.
Der Einsatz von Tieren wurde sukzessive reduziert, in der 17. Staffel kamen keine mehr vor. In einem Interview mit dem Radiosender Jam FM im Februar 2024 sagte Klum, dass es keine Shootings mit Tieren mehr geben werde, da dies nicht mehr zeitgemäß sei.<ref>INSIDE GNTM 2024: Heidi Klum über Tiesto, Männer bei GNTM und Online-Hate. In: YouTube. 1. Februar 2024, abgerufen am 3. Februar 2024.</ref>
Verträge
Die Modelverträge, die die Teilnehmerinnen schließen müssen, werden von Fachleuten als „Knebelverträge“ bezeichnet, die aufgrund der Sittenwidrigkeit als unwirksam anzusehen seien. Die Verträge, die festlegen, dass die Teilnehmerinnen bis zu 40 % ihrer Gagen abgeben müssen, könnten weiterhin ohne deren Zustimmung einseitig verändert werden.
Auch der Verband lizenzierter Modellagenturen kritisierte die Verträge als „völlig unangemessene Benachteiligung der Teilnehmerinnen“.<ref>Germany’s Next Topmodel: Heidi Klum und die Knebelverträge ihrer Models. In: Welt.de. 5. April 2008, abgerufen am 20. Januar 2016.</ref> Bis zum Jahr 2019 verpflichteten sich die Teilnehmerinnen, im Erfolgsfall für zwei Jahre vertraglich an die Agentur von Heidi Klums Vater, OneEins Fab, gebunden zu sein. Seit 2019 sind GNTM-Siegerinnen vertraglich an die PR-Agentur SAM gebunden.<ref name=":0" />
2011 beendeten zwei Kandidatinnen der fünften Staffel ihre Verträge mit anwaltlicher Hilfe,<ref>Topmodels lösen sich aus Verträgen. In: lz.de. 14. Mai 2011, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref><ref name="Detmold">Detmolder Model klagt gegen Heidi Klums Vater. Neue Westfälische, 3. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juni 2011; abgerufen am 21. Mai 2011.</ref> nachdem sich bereits seit 2009 Teilnehmerinnen aus den Verträgen befreit hatten.<ref>Hana Nitsche – Aus „GNTM“-Vertrag befreit. Gala.de, 11. Oktober 2009, abgerufen am 9. Juni 2011.</ref><ref>Germany's next Topmodel: Ware Schönheit. Die Zeit online, 24. Juni 2010, abgerufen am 28. Mai 2011.</ref> Besonders rasch klagte sich die Siegerin der sechsten Staffel, Jana Beller, nach zwei Monaten aus dem Vertrag.<ref name="Jana">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Jana Beller beißt zurück.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Vor Beginn der siebten Staffel wurden Vertragsänderungen bekanntgegeben, nach denen die drei Finalistinnen über zwei Jahre ein festes Monatseinkommen erhalten sollen.<ref>Neue Verträge bei „Germany's Next Topmodel“ – Grundeinkommen für TV-Grazien. In: sueddeutsche.de. 12. Oktober 2011, abgerufen am 3. Februar 2026.</ref>
Resonanz
Die Sozialwissenschaftlerin Ulrike Prokop konstatierte 2009 als Herausgeberin der Reihe Kulturanalysen in Kritiken zu Germany’s Next Topmodel: „Studierende der Erziehungswissenschaften haben sich für eine berufliche Zukunft entschieden, die zu dem Frauenbild, dem glamourösen Lebensentwurf und zu den Einkommensträumen, die in Germany’s next Topmodel bestimmend sind, in scharfem Gegensatz steht.“<ref>Geiles Leben, falscher Glamour: Beschreibungen, Analysen, Kritiken zu Germany's Next Topmodel. Projekt mit Studierenden am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. In: Ulrike Prokop (Hrsg.): Kulturanalysen. Tectum Verlag, 2009.</ref>
2011 konzipierten und gestalteten zwei Studenten im Studiengang Kommunikationsdesign an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin die transkribierten Texte des Finales 2011 als Drama mit dem Titel Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet in der Aufmachung eines Reclam-Buches. Über das Projekt wurde in den Medien und Blogs als Satire an der Sprachqualität der Sendung berichtet.<ref>"Topmodel"-Show als Drama: "Wow, so richtig wie aus'm All". Spiegel Online, 10. Dezember 2011, abgerufen am 3. Juli 2016.</ref><ref>Nadja Schlueter: „Germany’s Next Topmodel ist das Drama der heutigen Zeit“. Jetzt.de, 9. Dezember 2011, abgerufen am 11. Dezember 2011.</ref><ref>Grischa Stanjek, Gregor Weichbrodt: Das ist der Tag. ignant.de, 8. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Januar 2012; abgerufen am 11. Dezember 2011.</ref>
Die Philosophin Rebekka Reinhard stellte 2013 fest: „Die so genannten Topmodels sind ein Symptom unserer narzisstischen Kultur, in der der Schein das Sein, die Geste den Geist, die Form den Inhalt immer mehr verdrängt.“ Die Teilnehmerinnen der Show wären „keine moralischen Vorbilder, sondern Zicken“ und die Sendung würde das Bild vermitteln, dass der Sinn des Lebens darin bestünde „das eigene Ich permanent und penetrant in den Mittelpunkt zu rücken, es erst zur Marke und dann zum Bestseller zu machen.“<ref>Telepolis: Heute gilt Schönheit kaum noch als Geschenk der Natur, sondern als eine Leistung, 19. November 2013</ref>
Aufgrund einer Petition, die sich auf die IZI-Studie berief,<ref>GNTM im Fokus der mabb, Medienanstalt Berlin Brandenburg, 13. Mai 2015</ref> setzte sich die Kommission für Jugendmedienschutz 2015 erneut mit der Sendung GNTM auseinander; es wurde kein Jugendschutz-Verstoß festgestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />KJM prüft erneut “Germany’s Next Top Model”: Kein Jugendschutz-Verstoß festgestellt ( vom 1. Juni 2016 im Internet Archive), Kommission für Jugendmedienschutz, 3. November 2015</ref>
Ausstrahlungszeiträume und Einschaltquoten
| Staffel | Folgen | Zeitraum | Sendeplatz | Zuschauer | Marktanteil | Quelle | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittlich | 14 – 49 Jahre | Durchschnittlich | 14 – 49 Jahre | |||||
| 1 | 10 | 25. Januar – 29. März 2006 | Mittwoch, 20:15 Uhr | 3,02 Mio. | 2,29 Mio. | 8,9 % | 16,2 % | <ref name="Quote">Manuel Nunez Sanchez: Quotencheck: «Germany’s Next Topmodel». In: quotenmeter.de. 31. Mai 2013, abgerufen am 3. Juli 2013.</ref><ref>Uwe Mantel: Topquoten für Topmodels: Finale der Castingshow erzielt Rekordquote. In: DWDL.de. 30. März 2006, abgerufen am 15. Juli 2022.</ref> |
| 2 | 14 | 1. März – 24. Mai 2007 | Donnerstag, 20:15 Uhr | 3,45 Mio. | 2,58 Mio. | 11,9 % | 21,4 % | <ref name="Quote" /> |
| 3 | 17 | 28. Februar – 8. Juni 2008 | 3,67 Mio. | 2,77 Mio. | 12,9 % | 23,2 % | <ref name="Quote" /> | |
| 4 | 17 | 12. Februar – 21. Mai 2009 | 3,83 Mio. | 2,89 Mio. | 13,2 % | 24,2 % | <ref name="Quote" /> | |
| 5 | 17 | 4. März – 10. Juni 2010 | 3,01 Mio. | 2,23 Mio. | 10,2 % | 18,1 % | <ref name="Quote" /> | |
| 6 | 17 | 3. März – 9. Juni 2011 | 3,08 Mio. | 2,27 Mio. | 10,3 % | 18,9 % | <ref>Jan Schlüter: Quotencheck: «Germany’s next Topmodel». In: quotenmeter.de. 14. Juni 2011, abgerufen am 3. Juli 2013.</ref> | |
| 7 | 17 | 23. Februar – 10. Juni 2012 | 2,68 Mio. | 1,89 Mio. | 9,0 % | 15,9 % | <ref>Manuel Nunez Sanchez: Quotencheck: «Germany’s Next Topmodel». In: quotenmeter.de. 8. Juni 2012, abgerufen am 3. Juli 2013.</ref> | |
| 8 | 15 | 28. Februar – 2. Juni 2013 | 2,65 Mio. | 1,85 Mio. | 8,9 % | 16,2 % | <ref name="Quote" /> | |
| 9 | 15 | 6. Februar – 8. Mai 2014 | 2,66 Mio. | 1,80 Mio. | 8,7 % | 15,6 % | <ref>Kevin Kyburz: Quotencheck: «Germany’s Next Topmodel». In: Quotenmeter. 9. Mai 2014, abgerufen am 9. Mai 2014.</ref> | |
| 10 | 16 | 12. Februar – 28. Mai 2015 | 2,42 Mio. | 1,64 Mio. | 7,9 % | 14,7 % | <ref>Durchschnittliche Fernsehzuschauer von Germany's Next Topmodel (GNTM) in den Jahren 2006 bis 2015 (in Millionen). In: Statista. 14. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2016; abgerufen am 14. Februar 2016.</ref> | |
| 11 | 15 | 4. Februar – 12. Mai 2016 | 2,73 Mio. | 1,89 Mio. | 8,9 % | 17,2 % | <ref>Kevin Kyburz: Quotencheck: «Germany’s Next Topmodel. In: quotenmeter.de. 13. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.</ref> | |
| 12 | 16 | 9. Februar – 25. Mai 2017 | 2,64 Mio. | 1,82 Mio. | 8,7 % | 16,6 % | <ref>Robert Meyer: Quotencheck: «Germany’s Next Topmodel. In: quotenmeter.de. 26. Mai 2017, abgerufen am 26. Mai 2017.</ref> | |
| 13 | 16 | 8. Februar – 24. Mai 2018 | 2,38 Mio. | 1,62 Mio. | 8,1 % | 16,9 % | <ref>Sidney Schering: Quotencheck «Germany's Next Topmodel» 13. Staffel. In: quotenmeter.de. 25. Mai 2018, abgerufen am 28. Mai 2018.</ref> | |
| 14 | 16 | 7. Februar – 23. Mai 2019 | 2,34 Mio. | 1,64 Mio. | 8,1 % | 18,2 % | <ref>Timo Nöthling: Quotencheck: «Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum». In: quotenmeter.de. 24. Mai 2019, abgerufen am 17. Oktober 2019.</ref> | |
| 15 | 17 | 30. Januar – 21. Mai 2020 | 2,38 Mio. | 1,62 Mio. | 7,8 % | 18,1 % | <ref>Daniel Sallhoff: Quotencheck: «Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum». In: quotenmeter.de. 22. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.</ref> | |
| 16 | 17 | 4. Februar – 27. Mai 2021 | 2,46 Mio. | 1,62 Mio. | 8,2 % | 19,7 % | <ref>Veit-Luca Roth: Quotencheck: «Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum». In: quotenmeter.de. 28. Mai 2021, abgerufen am 31. Mai 2021.</ref> | |
| 17 | 17 | 3. Februar – 26. Mai 2022 | 2,06 Mio. | 1,25 Mio. | 8,3 % | 19,8 % | <ref>Alexander Krei: Zielgruppen-Sieg für ProSieben: "GNTM"-Finale dominiert, aber verpasst 2-Millionen-Marke. In: DWDL.de. 27. Mai 2022, abgerufen am 15. Juli 2021.</ref><ref>Bernhard Weidenbach: Durchschnittliche Anzahl der Fernsehzuschauer von Germany's Next Topmodel (GNTM) in den Jahren 2006 bis 2022 (in Millionen). In: Statista. 13. Juni 2022, abgerufen am 15. Juli 2021.</ref><ref>Bernhard Weidenbach: Durchschnittliche Zuschauermarktanteile von Germany's Next Topmodel (GNTM) in den Jahren 2006 bis 2022. In: Statista. 13. Juni 2022, abgerufen am 15. Juli 2021.</ref> | |
| 18 | 18 | 16. Februar – 15. Juni 2023 | 1,86 Mio. | 1,07 Mio. | 7,8 % | 19,3 % | <ref>Germany's Next Topmodel - Fernsehzuschauer 2023. Abgerufen am 19. April 2024.</ref><ref>Germany's Next Topmodel - Marktanteil 2023. Abgerufen am 19. April 2024.</ref> | |
| 19 | 18 (mit Finale 19) | 15. Februar – 13. Juni 2024 | Donnerstag, 20:15 Uhr | 1,62 Mio. | 0,81 Mio. | 23 % | 16 % | <ref>G. Kaiser: Germany's Next Topmodel - TV-Zuschauer 2024. 28. November 2025, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref><ref>GNTM 2024: Sendetermine und alle Infos zu Staffel 19. Augsburger Allgemeine online, 13. Juni 2024, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref><ref name=":1">Lisa Klugmayer: Schwache Quoten zum Auftakt: GNTM verliert über eine Millionen Zuschauer. In: focus.de. 12. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref> |
| 20 | 24 (25 mit Finale) | 13. Februar – 26. März (zweimal pro Woche) + 27. März – 19. Juni 2025 (Do.) | Donnerstag, 20:15 Uhr (Frauen) + Mittwoch 20:15 Uhr (Männer). Ab 27. März beide Geschlechter (nur donnerstags). | 1,07 Mio. | 0,61 Mio. | 16 % | 12,9 % | <ref>Claus Holscher: GNTM 2025: Sendetermine der Jubiläumsstaffel. Augsburger Allgemeine online, 20. Juni 2025, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref><ref name=":1" /><ref>Alexander Krei: "GNTM" startet schwächer, "Promibacken" mit Tiefstwert. DWDL de GmbH, 12. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref> |
| 21 | 25 | 11. Februar – 8. April (zweimal pro Woche) + 9. April – 18. Juni 2026 (Do.) | Mittwochs, 20:15 Uhr (Männer) + Donnerstags 20:15 Uhr (Frauen). Ab 18. März beide Geschlechter (Mi. + Do.). Ab 9. April nur donnerstags. | <ref>Stefanie Eller: Germany’s Next Topmodel 2026: Sendetermine von Staffel 21. Augsburger Allgemeine online, 19. Februar 2026, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref> | ||||
Auszeichnungen
Erhaltene Preise
- 2024: Blauer Panther – TV & Streaming Award in der Kategorie Entertainment (Heidi Klum)<ref>Alle Infos zum Blauen Panther 2024: Heidi Klum unter den Gewinnern. In: prisma.de. 2. Oktober 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Nominierungen
- 2025: Deutscher Fernsehpreis 2025 in der Kategorie Beste Unterhaltung: Reality
Weblinks
- Germany’s Next Topmodel bei Pro7, Offizielle Webseite bei Pro7.de
- Rezo: Renzo: GNTM Exposed: Missbrauch, Lügen und Minderjährige auf YouTube, 25. Mai 2022.
Einzelnachweise
<references responsive />
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Staffel 1 (2006) | Staffel 2 (2007) | Staffel 3 (2008) | Staffel 4 (2009) | Staffel 5 (2010) | Staffel 6 (2011) | Staffel 7 (2012) | Staffel 8 (2013) | Staffel 9 (2014) | Staffel 10 (2015) | Staffel 11 (2016) | Staffel 12 (2017) | Staffel 13 (2018) | Staffel 14 (2019) | Staffel 15 (2020) | Staffel 16 (2021) | Staffel 17 (2022) | Staffel 18 (2023) | Staffel 19 (2024) | Staffel 20 (2025) | Staffel 21 (2026) Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2006: Lena Gercke | 2007: Barbara Meier | 2008: Jennifer Hof | 2009: Sara Nuru | 2010: Alisar Ailabouni | 2011: Jana Beller | 2012: Luisa Hartema | 2013: Lovelyn Enebechi | 2014: Stefanie Giesinger | 2015: Vanessa Fuchs | 2016: Kim Hnizdo | 2017: Céline Bethmann | 2018: Toni Dreher-Adenuga | 2019: Simone Kowalski | 2020: Jacqueline Wruck | 2021: Alex Mariah Peter | 2022: Lou-Anne Gleissenebner | 2023: Vivien Blotzki | 2024: Lea Oude Engberink & Jermaine Kokoú Kothé | 2025: Daniela Djokic & Moritz Rüdiger Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Das Gesicht (1990–1998) • Model ’92 (1992) • Germany’s Next Topmodel (seit 2006) • Austria’s Next Topmodel (seit 2009) • Sommermädchen (2009–2011) • Die Model-WG (2010–2011) • Das perfekte Model (2012) • Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig (2016–2018) • Sylvies Dessous Models (2018) • Switzerland’s next Topmodel (2018–2019, 2021) Vorlage:Klappleiste/Ende
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