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Töpfervögel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Furnariidae)

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Töpfervögel
Datei:Furnarius rufus-3.jpg

Rosttöpfer (Furnarius rufus)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Schreivögel (Tyranni)
ohne Rang: Tracheophone Schreivögel (Furnariida)
Überfamilie: Furnarioidea
Familie: Töpfervögel
Wissenschaftlicher Name
Furnariidae
G. R. Gray, 1840
Datei:Furnariidae map.svg
Das Verbreitungsgebiet der Töpfervögel in Mittel- und Südamerika

Die Töpfervögel (Furnariidae) sind eine artenreiche Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Die Familie umfasst etwa 300 Arten in fast 70 Gattungen. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis nach Südamerika. Töpfervögel bewohnen unterschiedliche Biotope.<ref name="Winkler" />

Merkmale

Töpfervögel sind kleine bis mittelgroße Vögel mit einem braunen, rostbraunen oder grauen Gefieder, das auch weiße oder schwarze Musterungen aufweisen kann. Viele Arten zeigen eine horizontale Streifung. Weibchen und Männchen unterscheiden sich nur wenig. Der Kopf ist mittelgroß, der Hals kurz bis mittellang und dick. Die Schnabelform ist variabel. Viele haben kurze, gerade oder leicht gebogene Schnäbel, andere sehr lange und stark gebogene Schnäbel. Die Flügel sind relativ kurz oder mittellang und am Ende in der Regel abgerundet. Am Schwanzende treten bei einigen Arten die Federkiele stachelig hervor.<ref name="Winkler" />

Lebensraum und Lebensweise

Töpfervögel leben in Mittel- und Südamerika in allen Biotopen, in denen Vögel vorkommen können. Die meisten Arten fressen Insekten und andere kleine Gliederfüßer, größere Arten erbeuten auch kleine Wirbeltiere, wie Echsen oder Frösche. Die Nahrung wird meist auf der Borke von Bäumen oder in der Laubstreu am Boden gesucht. Einige Cinclodes-Arten suchen in der Gezeitenzone wie Watvögel nach Krebs- und Weichtieren. Dendrocincla und Dendrocolaptes-Arten folgen den Zügen der Wanderameisen, um fliehende Insekten zu erbeuten. Samen und Früchte haben nur für wenige Töpfervögel eine größere Bedeutung als Nahrungsquellen, vor allem für Geositta-Arten.<ref name="Winkler" />

Fortpflanzung

Datei:Flickr - Dario Sanches - JOÃO-DE-BARRO (Furnarius rufus) (8).jpg
Nest eines Rosttöpfers (Furnarius rufus)

Töpfervögel sind monogam und bei den meisten Arten beteiligen sich Männchen und Weibchen am Nestbau und an der Aufzucht der Jungen. Das Gelege enthält in der Regel 2 bis 5 Eier, wobei größere Gelege vor allem bei nichttropischen Arten vorkommen. Die Jungvögel verlassen das Nest nach zwei bis drei Wochen, wobei längere Nestlingsperioden vor allem bei größer werdenden Arten vorkommen.<ref name="Winkler" />

Von allen Vogelfamilien zeigen die Töpfervögel die größte Diversität hinsichtlich der Nestformen und des Materials, aus dem die Nester gebaut werden. Viele bauen offene oder halb geschlossene Nester aus Schlamm oder Lehm, was zum Namen für die gesamte Familie führte. Andere bauen Nester aus Zweigen. Auch diese Nester können napfförmig und offen oder kuppelförmig sein. Viele Arten nisten in Baumhöhlen oder in Erdlöchern, andere in Astgabelungen oder mitten auf größeren Ästen.<ref name="Winkler" />

Gattungen und Arten

Aktualisierung Stand September 2020:<ref name="Winkler" /><ref name="IOC">IOC World Bird List Ovenbirds, woodcreepers Abgerufen am 29. September 2020</ref>

Unterfamilie Furnariinae

Unterfamilie Sclerurinae

Unterfamilie Dendrocolaptinae (Baumsteiger)

Literatur

  • H. Barthel, Ch. Barthel, Einhard Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde. Vogelwarte Bd. 58, 2020, S. 1–214.
  • Alexander Skutch: Antbirds and Ovenbirds: Their Lives and Homes (Corrie Herring Hooks Series), 1996, ISBN 0-292-77699-3
  • Joseph Forshaw (Hrsg.): Enzyklopädie der Vögel. 1999, ISBN 3-8289-1557-4.

Weblinks

Commons: Furnariidae – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Winkler">David W. Winkler, Shawn M. Billerman, Irby J. Lovette: Bird Families of the World: A Guide to the Spectacular Diversity of Birds. Lynx Edicions (2015), ISBN 978-8494189203, S. 298–303.</ref> </references>

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