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Frömern

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Frömern
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1647)&title=Fr%C3%B6mern 51° 30′ N, 7° 45′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1647) 51° 30′ 6″ N, 7° 44′ 30″ O
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Höhe: 177 m
Fläche: 5,78 km²
Einwohner: 1647 (31. Dez. 2013)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1968
Postleitzahl: 58730
Vorwahl: 02378
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Frömern ist ein Ortsteil der Stadt Fröndenberg/Ruhr im Kreis Unna, der mehr als 1600 Einwohner hat und etwa zwei Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums liegt.

Geschichte

Datei:Fröndenberg-Frömern-Landwehr FFSW PK 5356.jpg
Dorf Landwehr, welches zum Ortsteil Frömern gehört

Frömern gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Froenberen) im Amt Unna zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 15 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 2 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 28 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Frömern).</ref> Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft (Dorf Fröbern) 16 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 64/65.</ref>

Ab dem 19. Jahrhundert gehörte Frömern bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Fröndenberg im Kreis Hamm. 1895 gab es in der Landgemeinde Frömern auf 569,5 ha Fläche, 5 Wohnplätze, 63 Wohnhäuser mit 67 Haushaltungen und 380 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1897, S. 76/77, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014, pdf.[1]</ref> Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.<ref name="Reekers"></ref> Frömern wurde am 1. Januar 1968 nach Fröndenberg eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 63.</ref>

Die Kirche stammt aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Während des Siebenjährigen Krieges wurden Dorf und Kirche von französischen Truppen unter den Marschällen Charles de Rohan, Prince de Soubise und Victor-François de Broglie 1761 beim Rückzug in Brand gesetzt, um nach der Schlacht bei Vellinghausen ihren Rückzug zu sichern.<ref>Geschichte : Evangelische Kirchengemeinde Frömern. Abgerufen am 23. Juli 2021.</ref><ref>Jürgen Overkott: Frömerns Kirche beherbergt einen kleinen Schatz. 22. Januar 2016, abgerufen am 23. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Harm Klueting: Reformatio vitae Johann Jakob Fabricius (1618/20-1673): ein Beitrag zu Konfessionalisierung und Sozialdisziplinierung im Lüthertum des 17. Jahrhunderts. LIT Verlag Münster, 2003, ISBN 978-3-8258-7051-5 (google.de [abgerufen am 23. Juli 2021]).</ref>

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1849<ref></ref> 0281
1910<ref>Landkreis Hamm. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> 0456
1931<ref>Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.</ref> 0484
1956<ref>Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.</ref> 0679
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 187.</ref> 0609
1967<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 150.</ref> 0609
1987<ref>Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 272.</ref> 1284
2012 1543
2013<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner in den Ortsteilen der Städte und Gemeinden des Kreises Unna (Memento vom 15. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> 1647

Infrastruktur

Datei:Froendenberg-Froemern1-Asio.JPG
Haltepunkt Fröndenberg-Frömern der Hönnetalbahn

In Frömern gibt es eine Gaststätte, ein Café, einen Friseursalon, eine Goldschmiede, eine Sattlerei, ein Gemeindehaus, ein Altenpflegeheim<ref>Dominik Pieper: Hans-Jürgen-Janzen-Haus bietet 25 Senioren eine Heimat. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 17. Januar 2010, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> und einen Friedhof. Als produzierendes Gewerbe existiert eine Verzinkerei sowie ein Hersteller von Halbzeugen aus Stahl und Aluminium.

Die Züge der Linie RB 54 (von Unna über Fröndenberg nach Menden) auf der Bahnstrecke Fröndenberg–Unna haben den Verkehr eingestellt.

Die Strecke wird umfassend saniert. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 vorgesehen, mit dem Ziel, den Zugverkehr zwischen Unna und Fröndenberg ab Mitte 2028 wieder aufzunehmen.

Zudem ist der Ort per Bus mit den benachbarten Städten Unna und Fröndenberg verbunden.

An das Dorf angrenzend befinden sich zwei 18-Loch-Golfplätze.<ref>Golfclub Gut Neuenhof</ref><ref>Golfclub Unna-Fröndenberg</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Froendenberg-Froemern1-Bubo.JPG
Evangelische Johanneskirche

Von der romanischen Kirche des 12. Jahrhunderts ist nur noch das Mauerwerk des Turmes erhalten. Im Inneren der Kirche befindet sich eine historische Orgel des Orgelbauers Friedrich Ladegast, die restauriert wurde.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Frömern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Altendorf | Ardey | Bausenhagen | Bentrop | Dellwig | Frohnhausen | Frömern | Fröndenberg/Ruhr (mit Hohenheide und Westick) | Langschede | Neimen | Ostbüren | Stentrop | Strickherdicke | Warmen Vorlage:Klappleiste/Ende

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