Friedrichsfleiß
Friedrichsfleiß Stadt Bismark (Altmark)
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(38)&title=Friedrichsflei%C3%9F 52° 40′ N, 11° 38′ O
{{#coordinates:52,672222222222|11,633333333333|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Friedrichsfleiß | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 56 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 41,7 ha<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 38 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 91 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 30. September 1928 | |||||
| Eingemeindet nach: | Hohenwulsch | |||||
| Postleitzahl: | 39629 | |||||
| Vorwahl: | 039089 | |||||
Lage von Friedrichsfleiß in Sachsen-Anhalt
| ||||||
Friedrichsfleiß gehört zur Ortschaft Hohenwulsch und ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Friedrichsfleiß, ein kleines Dorf, liegt zwei Kilometer östlich von Hohenwulsch und fünf Kilometer nordöstlich von Bismark (Altmark).<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Hohenwulsch im Westen, Friedrichshof mit Schmoor im Osten, Bülitz im Südosten und Beesewege im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahr 1790 heißt der Ort Friedrichsfleihs.<ref name="BLHA" /> 1794 war ein adliges Koloniedorf angelegt worden.<ref name="Pieper 2019" /> In den Jahren 1797 und 1799 hieß es, es sei vom „Gutsbesitzer von Lewetzow etabliert“.<ref name="HOB-12" /> Heinrich Christoph Steinhart schrieb im Jahre 1802, dass ein neues Dorf Ende des 18. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer von Hohenwulsch Friedrich von Levetzow angelegt worden sei. Es bestand aus Tagelöhner-Wohnungen und aus zwei Bauernhöfen, die nach den Grundsätzen der Krünitzschen Enzyklopädie und des Friedrich Eberhard von Rochow in Rekhan angelegt worden waren.<ref name="Steinhart" /> 1804 lebten im Kolonistendorf Friedrichsfleiß zwei Ganzbauern, 12 Büdner, zwei Einlieger und ein Leineweber.<ref name="Bratring-1" />
Friedrichsfleiß wurde auch Berg oder Flötenberg genannt. Auf einem Platz namens Beesenhof wurden früher aus Weiden Besen gebunden. Dort war in die 1950er Jahre ein Brunnen in Betrieb, der eine Tiefe von 80 Fuß hatte, der aber trotzdem nur wenig Wasser führte.<ref name="Pieper 2019" />
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Stendalischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Landkanton Stendal im Distrikt Stendal auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde Friedrichsfleiß zum Landkreis Stendal.<ref name="HOB-12" />
Sie verlor am 30. September 1928 ihre Selbständigkeit, als die Landgemeinden Friedrichsfleiß und Hohenwulsch mit dem Gutsbezirk Hohenwulsch und zur Landgemeinde Hohenwulsch zusammengelegt wurden.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />
Seit der Eingemeindung von Hohenwulsch in die Stadt Bismark (Altmark) am 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Friedrichsfleiß zur neu gebildeten Ortschaft Hohenwulsch und zur Stadt Bismark (Altmark).<ref name="AB SDL 2009-17" />
Einwohnerentwicklung
|
|
|
Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1905:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen aus Friedrichsfleiß gehören zur Kirchengemeinde Hohenwulsch, die früher zur Pfarrei Garlipp bei Bismark gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Sie werden heute betreut vom Pfarrbereich Garlipp im Kirchenkreis Stendal im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Wirtschaft und Infrastruktur
In Friedrichsfleiß sind ein Landwirtschaftsbetrieb, ein Lohnunternehmen für Agrararbeiten und ein Ingenieurbüro tätig. Seit etwa 1961 gibt einen Lebensmittelladen, den früheren Konsum, heute „Heimemann's Einkaufstreff“.<ref name="Pieper 2019" />
Verkehrsanbindung
Friedrichsfleiß liegt an den Kreisstraße (K 1069) zwischen den Städten Bismark (Altmark) und Osterburg (Altmark).
Der nächstgelegene Bahnhof ist im Nachbarort Hohenwulsch (Bahnstrecke Stendal–Uelzen).
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Hohenwulsch, Beesewege, Friedrichsfleiß und Friedrichshof. In: stadt-bismark.de. 4. Dezember 2019.
- Friedrichsfleiß im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB SDL 2009-17">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag Einheitsgemeinde Stadt Bismark. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17, 12. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 192–201 (landkreis-stendal.de [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 30. Oktober 2021]).</ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 208.</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="BLHA">BLHA, Rep. 2 S., Nr. 2294/1, fol 38 Akte</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 259 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2021">Axel Junker: Positive Tendenz bei Umzügen. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 14. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 18.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Axel Junker: Bismark verliert weiter Einwohner. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker (E-Paper). 13. Januar 2024, DNB 1002381223, S. 20.</ref> <ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HP 2014"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hohenwulsch, Beesewege, Friedrichsfleiß und Friedrichshof auf stadt-bismark.de ( vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref>
<ref name="HP">Hohenwulsch, Beesewege, Friedrichsfleiß und Friedrichshof. In: stadt-bismark.de. 4. Dezember 2019, abgerufen am 8. Januar 2022.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Bismark (Altmark), §15 Ortschaftsverfassung. 31. Oktober 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Oktober 2021; abgerufen am 5. Dezember 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
<ref name="Pieper 2019">Renate Pieper: Geschichtliches aus 39 Orten der Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark). Bismark 2019, S. 88–94, Hohenwulsch.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Garlipp. Abgerufen am 8. Januar 2022.</ref>
<ref name="Steinhart">Heinrich Christoph Steinhart: Ueber die Altmark. Ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Band 2. Franzen und Grosse, Stendal 1802, S. 231 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
Badingen mit Klinke | Berkau mit Wartenberg | Bismark (Altmark) mit Arensberg, Döllnitz und Poritz | Büste | Dobberkau mit Möllenbeck | Garlipp | Grassau mit Bülitz und Grünenwulsch | Hohenwulsch mit Beesewege, Friedrichsfleiß und Friedrichshof | Holzhausen | Käthen | Kläden mit Darnewitz | Könnigde | Kremkau | Meßdorf mit Biesenthal, Schönebeck und Späningen | Querstedt mit Deetz | Schäplitz | Schernikau mit Belkau | Schinne | Schorstedt mit Grävenitz | Steinfeld (Altmark) mit Schönfeld
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Bilderwunsch an bestimmtem Ort
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-02
- Geographie (Bismark (Altmark))
- Ort im Landkreis Stendal
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Stendal)
- Gemeindeauflösung 1928
- Ersterwähnung 1790