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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – Wikipedia Zum Inhalt springen

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

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Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F032574-0003, Frankfurt, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.jpg
Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Gunnar und Alva Myrdal (1970)
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Claudio Magris, Preisträger 2009
Datei:Friedenspreis-ffm-2009-magris-001-u.jpg
Preisurkunde für Claudio Magris 2009
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Karl Schlögel, Laudator 2009 und Preisträger 2025
Datei:Amartya Sen no Fronteiras do Pensamento São Paulo 2012 (6964218850).jpg
Amartya Sen, Preisträger 2020
Datei:Tsitsi Dangarembga FBM 2021.jpg
Tsitsi Dangarembga, Preisträgerin 2021
Datei:Serhiy Zhadan Toronto 2019.jpg
Serhij Schadan, Preisträger 2022
Salman Rushdie (2023)
Salman Rushdie, Preisträger 2023
Datei:Anne Applebaum, 2024-4.jpg
Anne Applebaum, Preisträgerin 2024

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist eine internationale Auszeichnung, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels einmal im Jahr an eine Persönlichkeit vergibt, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat.“<ref>Stiftung Friedenspreis des deutschen Buchhandels – Das Statut. Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, 6. November 2007, abgerufen am 20. Juni 2013.</ref>

Die Verleihung des mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreises findet jährlich anlässlich der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt. Die Ehrung im Rahmen der größten Buchmesse der Welt findet stets internationale Beachtung. Erster Preisträger war im Jahr 1950 der deutsch-norwegische Schriftsteller und Verleger Max Tau. Bei der bislang letzten Preisverleihung, am 19. Oktober 2025, wurde der Historiker und Essayist Karl Schlögel für seine Arbeiten über Russland und die Ukraine ausgezeichnet.<ref>Karl Schlögel - Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Abgerufen am 24. Oktober 2025.</ref>

Der Friedenspreis geht auf die Initiative weniger Schriftsteller und Verleger im Jahr 1949 zurück und wurde zunächst als „Friedenspreis deutscher Verleger“ in Hamburg verliehen. Seit 1951 ist er eine Auszeichnung der gesamten Buchbranche. Im Jahr 1972 wurde er erstmals auch postum verliehen. Die Preisträger werden vom Stiftungsrat bestimmt, abgesehen von der ersten Verleihung 1950, als es noch keinen Stiftungsrat gab, sodass der Vorstand des Börsenvereins Max Tau als Preisträger auswählte.<ref>Andreas Kaiser: Friedenspreis als Selbstreinigung In: Kirche+Leben, 1. Juni 2025, S. 10.</ref> Vorschläge können von jedermann kommen, müssen aber hinreichend begründet und belegt sein.

Stiftungsrat

Mitglieder des Stiftungsrats (Stand 3. Dezember 2023<ref>Stiftungsrat des Friedenspreises. Abgerufen am 3. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>):

Preisträger

Direkt zu Jahrzehnt: 19501960197019801990200020102020

Der Preis wurde bislang 74-mal vergeben, darunter vierzehn mal an eine Frau (Stand: 2024).

Jahr Preisträger Laudator Titel der Dankesrede
1950 Die Friedensbücherei
1951 Dann dürfen wir hoffen
1952 Der Friede und der Dialog
1953 Das echte Gespräch oder Möglichkeit des Friedens
1954 Heimat
1955
1956 Der Friede der Welt
1957 Kultur in einer Demokratie
1958 Wahrheit, Freiheit und Friede
1959
1960
1961
1962 Grenzen
1963 Bedingungen des Friedens
1964 Der Philosoph und der Friede
1965
1966 und Willem Adolf Visser ’t Hooft (zusammen)
1967 Widerstand und Friede
1968 Die Versöhnung der Gegensätze
1969 Über Feindseligkeit und hergestellte Dummheit
1970 und Gunnar Myrdal (zusammen)
1971 Zur Konvergenztheorie
1972 (posthum)
1973 Club of Rome
1974 keine Laudatio keine Dankesrede
1975 Die Bundesrepublik, der internationale und der innere Friede
1976 Wir hoffen
1977 Erziehung zum Haß, Erziehung zur Würde
1978 und Gerold Ummo Becker Niemals Gewalt!
1979 Was ist Friede?
1980
1981 Die Waffen des Wortes nie ruhen lassen
1982 Warum denn nicht Friede?
1983 (erkrankt, von Alfred Grosser vertreten) Leben im Jahrhundert der Weltkriege
1984
1985
1986 Kein Frieden ohne Freiheit
1987 Technik, Freiheit und Pflicht
1988 Am Rande des Friedens
1989 Slovo o slovu – Ein Wort über das Wort
1990 Das Buch als Wille und Vorstellung
1991 Sondermeinungen eines Urlaubers
1992 Friede und Liebe und Kompromiß
1993 Den Frieden riskieren
1994
1995
1996 Dinosaurier in schwierigen Zeiten
1997
1998 Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede
1999
2000 Frankfurter Rede
2001 Glauben und Wissen
2002 Literatur und Frieden
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010 Nur Frieden wird Israel ein Zuhause und eine Zukunft geben.
2011 Wer schreibt, trifft bereits eine Wahl.
2012 Dieses Imperium muss auseinanderbrechen
2013 Warum bin ich in die Hölle hinabgestiegen?
2014 <ref>„Mit Jaron Lanier zeichnet der deutsche Buchhandel ironischerweise einen Computerentwickler aus, der Zeit seines Lebens versucht hat, Computer und digitale Medien von der Dominanz der geschriebenen Sprache zu befreien“ (merkur-blog.de).</ref> Der „High-Tech-Frieden“ braucht eine neue Art von Humanismus
2015 <ref>Islamwissenschaftler und Publizist: Navid Kermani erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In: Spiegel Online, 18. Juni 2015; spiegel.de abgerufen am 18. Juni 2015.</ref> Über die Grenzen – Jacques Mourad und die Liebe in Syrien
2016 Anfangen!
2017 <ref>Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Margaret Atwood, abgerufen am 14. Juni 2017.</ref> Geschichten in der Welt
2018 und Jan Assmann Wahr ist, was uns verbindet!
2019 Meine Sprache ist das Licht.
2020 <ref>Friedenspreis 2020, friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de, abgerufen am 17. Juni 2020.</ref> <ref>Klaußner verlas die Laudatio von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der wegen einer freiwilligen Corona-Quarantäne nicht anwesend war (Börsenblatt)</ref> Bücher und Freiheit
2021 <ref>Tsitsi Dangarembga erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, am 21. Juni 2021.</ref> <ref>Porter Anderson: Auma Obama To Give the German Book Trade Peace Prize Lecture, publishingperspectives.com, veröffentlicht und abgerufen am 30. August 2021.</ref> Für die, die sich im Wal befinden: Wir brauchen eine neue Aufklärung
2022 <ref>Friedenspreis 2022: Serhij Zhadan. In: friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de. Abgerufen am 27. Juni 2022.</ref> <ref>Friedenspreis an Serhij Zhadan verliehen, Deutschlandfunk, 23. Oktober 2022</ref> Lass es einen Text sein, aber nicht über den Krieg
2023 <ref>Friedenspreis 2023: Salman Rushdie. In: friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de. Abgerufen am 19. Juni 2023.</ref> <ref>Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2023: Daniel Kehlmann hält Laudatio auf Salman Rushdie. In: buecher.at. 23. August 2023, abgerufen am 23. August 2023.</ref> Wäre der Frieden ein Preis
2024 <ref>Anne Applebaum - Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2024, abgerufen am 12. August 2024.</ref> Gegen den Pessimismus
2025 Karl Schlögel<ref>Historiker Karl Schlögel erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 29. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Von der Ukraine lernen. Verhaltenslehren des Widerstands

Literatur

  • Stephan Füssel, Georg Jäger, Hermann Staub und Monika Estermann (Hrsg.): Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 1825–2000. Ein geschichtlicher Aufriss. MVB GmbH, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-7657-2297-4.

Weblinks

Commons: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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