Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Kaliumnitrosodisulfonat – Wikipedia Zum Inhalt springen

Kaliumnitrosodisulfonat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fremys Salz)
Strukturformel
Struktur von Fremys Salz
Allgemeines
Name Kaliumnitrosodisulfonat
Andere Namen

Fremys Salz

Summenformel K2[ON(SO3)2]
Kurzbeschreibung

orangegelber Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 238-219-0
ECHA-InfoCard 100.034.729
PubChem 3032624
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 268,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt

>65 °C (Zersetzung)<ref name="TRC">Vorlage:TorontoResearch</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 260​‐​302​‐​312​‐​332
EUH: 014
P: 223​‐​231+232​‐​280​‐​301+312​‐​302+352+312​‐​304+340+312<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

100 mg·kg−1 (LD50Mausi.v.)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumnitrosodisulfonat (auch Fremys Salz, K2[ON(SO3)2]) ist das Kaliumsalz der im freien Zustand nicht bekannten Nitrosodisulfonsäure. Es wurde 1845 durch Edmond Frémy (1814–1894) entdeckt.

Darstellung

Nitrosodisulfonate sind Oxidationsprodukte der im freien Zustand ebenfalls nicht bekannten Hydroxylamin-N,N-disulfonsäure. Kaliumnitrosodisulfonat erhält man über die Synthese dieser Säure und deren Oxidation. Dazu versetzt man eine eisgekühlte, wässrige Lösung von Natriumnitrit und Natriumhydrogensulfit mit Essigsäure, wobei sich das entsprechende Hydroxylamin-N,N-disulfonat bildet:

<math>\mathrm{HNO_2 + 2 \ HSO_3^{-} \longrightarrow HON(SO_3)_2^{2-} + H_2O}</math>

Dies wird im ammoniakalischen Milieu mit Kaliumpermanganat zum Nitrosodisulfonat oxidiert:

<math>\mathrm{3 \ HON(SO_3)_2^{2-} + \ MnO_4^- \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{3 \ [\cdot ON(SO_3)_2]^{2-} + \ MnO_2 + \ OH^- + \ H_2O}</math>

Nach Filtration vom ausgefallenen Braunstein, Versetzen der violetten Lösung mit Kaliumchlorid und Kühlung erhält man Fremys Salz als orangegelbe Kristalle.<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 504–6.</ref>

Eigenschaften

Die orangegelb gefärbten Kristalle des Kaliumnitrosodisulfonats lösen sich in Wasser mit violetter Farbe. Im Kristall liegt das Anion dimer vor, in wässriger Lösung dissoziiert es in zwei Radikalanionen (genauer Aminoxylradikale). Kaliumnitrosodisulfonat ist ein starkes Oxidationsmittel, das beispielsweise in der organischen Chemie dazu benutzt werden kann, Phenole in Chinone zu überführen. Der Feststoff ist thermisch instabil, insbesondere mit steigenden Verunreinigungsgrad mit Nitrit.<ref name="Roth_Weller CD-ROM">L. Roth, U. Weller-Schäferbarthold: Gefährliche Chemische Reaktionen - Potentiell gefährliche chemische Reaktionen zu über 1750 Stoffen, Eintrag für Kaliumnitrosodisulfonat, CD-ROM Ausgabe 8/2021, ecomed Sicherheit Landsberg/Lech, ISBN 978-3-609-48040-4.</ref>

Einzelnachweise

<references/>