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Domäne Wachau

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Datei:Kellerschlössel Domäne Wachau Dürnstein.jpg
Kellerschlössel Dürnstein

Die Domäne Wachau ist eine Winzergenossenschaft im österreichischen Weinbaugebiet Wachau mit Sitz in Dürnstein. Seit 2005 wird der Betrieb von Weingutsleiter Roman Horvath (Master of Wine) und Kellermeister Heinz Frischengruber geleitet.

Geschichte

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung fand als Weingut der Herrschaften von Dürnstein und Thal Wachau schon 1137 statt. Die Besitzer des Gutes, wozu für kurze Zeit auch die Habsburger zählten, wechselten mehrmals. Schließlich gelangte es in den Besitz der Starhemberger. Um 1790 kauften sie die Weingärten und das Kellerschlössel aus dem Nachlass des im Jahr 1788 säkularisierten Chorherrenstiftes Dürnstein. Ernst Rüdiger von Starhemberg verkaufte seine Domäne dann in den 1930er Jahren den Weingartenpächtern. Dies führte auch zur Gründung der Winzergenossenschaft Wachau.

Seit 1990 firmierte das Weingut unter dem Namen „Freie Weingärtner Wachau“, zu Beginn des Jahres 2008 erfolgte die Umbenennung in „Domäne Wachau“.

Unternehmen – Domäne Wachau

Die Domäne Wachau ist eine Genossenschaft mit rund 200 Weinhauern, die überwiegend kleinstrukturierte Weingärten in Steillagen der Wachau weitgehend von Hand bewirtschaften. Die durchschnittliche Rebfläche pro Betrieb beträgt etwa zwei Hektar. Die Weingärten werden zunehmend nach biologischen Richtlinien kultiviert.

Als Winzergenossenschaft bündelt die Domäne Wachau die Interessen ihrer Weinhauer. Die Entlohnung der Trauben richtet sich unter anderem nach Qualität, Herkunft und Bewirtschaftungsaufwand.

Die Trauben werden nach Herkunft getrennt gelesen und verarbeitet, wodurch standortspezifische Unterschiede berücksichtigt werden. Die Vinifikation erfolgt zentral in den Kelleranlagen in Dürnstein. Dabei kommen Edelstahltanks ebenso wie große Holzfässer, Amphoren, Betoneier und Granitfässer zum Einsatz; Weine werden zum Teil spontan vergoren und längere Zeit auf der Hefe ausgebaut.

Das Logo der Domäne Wachau stellt die Vorderansicht des Kellerschlössels dar.

Ökosystem Wachau

Die Weingärten liegen in der geschützten Kulturlandschaft der Wachau, die unter anderem zum UNESCO-Welterbe sowie zu Natura-2000-Schutzgebieten gehört.<ref>Europaschutzgebiete Wachau und Wachau-Jauerling, auf weltkulturerbe-wachau.at, abgerufen am 22. April 2026</ref>

Innerhalb der Genossenschaft werden umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität und der Bodengesundheit umgesetzt, darunter zählen unter anderem vielfältige Bodenbegrünung, der Verzicht auf Herbizide und Insektizide, Kompostierung und Bio-Bewirtschaftung. Seit 2018 ist die Domäne Wachau nachhaltig zertifiziert.

Kontinuierliche Schulungs- und Beratungsprogramme gewährleisten einen nachhaltigen Wissensaufbau der Weinhauer bei Themen wie Bodenmanagement, biologischem Weinbau und Anpassungsstrategien an den Klimawandel.

Weine

Datei:DW Riesling Smaragd Achleiten oJ.jpg
Riesling Smaragd Ried Achleiten von der Domäne Wachau

Das Sortiment der Domäne Wachau umfasst Gebiets-, Orts- und Rieden-Weine.

Domäne Wachau Rieden: Das individuelle Terroir der Wachauer Steil- und Terrassenlagen bildet das Fundament unserer Rieden-Weine. Es verleiht ihnen Charakter, Tiefe und Einzigartigkeit. Die Rieden der Domäne Wachau: Kollmütz, Kollmitz, Pichlpoint, Kaiserberg, Liebenberg, Loibenberg, Kreuzberg, Trenning, Bruck, 1000-Eimer-Berg, Steinriegl, Schön, Axpoint, Achleiten, Kellerberg, Kirnberg, Brandstatt, Singerriedel.

Domäne Wachau Terrassen: Diese Weine sind Rieden-Cuvées von kleinsten Wachauer Urgesteins-Weingärten, welche in den Stilen Steinfeder, Federspiel und Smaragd angeboten werden. Sie stammen aus Wachauer Terrassenlagen, von denen ein Einzelausbau aufgrund der kleinen Fläche nicht sinnvoll wäre.

Domäne Wachau Backstage: Weine abseits der klassischen Wachauer Stile. Diese Weine der Domäne Wachau steht für rare Rebsorten, ungewohnten Weinen und alternativen Ausbau in Amphoren, im Betonei, in Granit- & Marmorfässern oder im kleinen Holzfass.

Rebsorten: Grüner Veltliner (70 %), Riesling (20 %), Neuburger, Pinot Blanc, Chardonnay, Gelber Muskateller, Blauer Zweigelt, Pinot Noir, Roter Traminer

Im Altweinarchiv der Domäne Wachau lagern Weine zurück bis ins Jahr 1947.

Sonstiges

Datei:DW Keller.jpg
Fasskeller der Domäne Wachau

Dürnsteiner Katzensprung war die Bezeichnung für einen kleinen, überaus steilen Weingarten. Berühmt wurde der Jahrgang 1954 durch Leopold Figl. Schon bei den Verhandlungen zum Staatsvertrag in Moskau hatte die österreichische Verhandlungsdelegation den Katzensprung als Gastgeschenk überreicht. Er wurde auch der Staatsvertragswein, der beim Bankett nach der Vertragsunterzeichnung kredenzt wurde.

Heute ist Katzensprung ein Grüner Veltliner Federspiel Gebietswein in typischer eleganter Wachauer Charakteristik.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 23′ 32,2″ N, 15° 31′ 38,5″ O

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