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Bahnhof Frankfurt (Main) West – Wikipedia Zum Inhalt springen

Bahnhof Frankfurt (Main) West

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(Weitergeleitet von Frankfurt (Main) Westbahnhof)
Frankfurt (Main) West
Datei:Westbahnhof Hochbahnsteig.jpg
S-Bahn auf der südlichen Rampe des Hochbahnsteigs
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 5
Abkürzung FFW
IBNR 8002042
Preisklasse 3
Eröffnung 1848
Profil auf bahnhof.de Frankfurt-(Main)-West
Architektonische Daten
Architekt Julius Eugen Ruhl
Lage
Stadt/Gemeinde Frankfurt am Main
Ort/Ortsteil Bockenheim
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 7′ 9″ N, 8° 38′ 22″ OKoordinaten: 50° 7′ 9″ N, 8° 38′ 22″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Frankfurt (Main) West
Bahnhöfe in Hessen

Der Bahnhof Frankfurt (Main) West ist ein Regional-, Fern- und S-Bahnhof an der Main-Weser-Bahn und Homburger Bahn im Westen der Innenstadt von Frankfurt am Main (Stadtteil Bockenheim), nahe der Messe Frankfurt und dem Campus Bockenheim der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Geschichte

Datei:Frankfurt-Bockenheim Westbahnhof A2.jpg
Frankfurt (Main) West um 1930 mit dem Empfangsgebäude von Julius Eugen Ruhl
Datei:Mk Frankfurt S-Bahn Wbf.jpg
Triebwagen der Baureihe 420 in der ursprünglichen, kieselgrau-orangen Farbgebung auf dem Hochbahnsteig

Der Bahnhof wurde 1848 als Bahnhof Bockenheim an der Strecke der Main-Weser-Bahn (Frankfurt–Kassel) errichtet. Die damals noch selbständige Stadt Bockenheim lag bis 1866 auf kurhessischem Territorium. Sie war im Rahmen des Kurfürstentums bedeutend, das beabsichtigte, hier einen besonders prachtvollen Bahnhof zu errichten. Das aber verhinderten die anderen Partner, die an der Main-Weser-Bahn, einer Kondominalbahn, beteiligt waren. Das Empfangsgebäude wurde nach einem Entwurf von Julius Eugen Ruhl<ref> Siegfried Lohr: Planungen und Bauten des Kasseler Baumeisters Julius Eugen Ruhl 1796–1871. Ein Beitrag zur Baugeschichte Kassels und Kurhessens im 19. Jahrhundert. Masch. Diss. Darmstadt [1982], S. 357. </ref> doch relativ aufwändig im Stil der Neorenaissance, einschließlich eines besonderen Aufenthaltsbereichs für den Kurfürsten, ausgestattet.<ref>Plan der Fassade und Grundriss bei Manfred Berger: Historische Bahnhofsbauten. Band 3: Bayern, Baden, Württemberg, Pfalz, Nassau, Hessen. Transpress / VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1988, S. 217.</ref> Dieser Aspekt setzte sich vor dem Bahnhof mit dem noch heute vorhandenen Kurfürstenplatz als Stadtentree nach Bockenheim fort.

Eine erste grundsätzliche Veränderung der Bahnanlagen ergab sich, als 1888 die Frankfurter Westbahnhöfe durch den neuen Centralbahnhof (heute: Hauptbahnhof) ersetzt wurden. In diesem Zusammenhang gelang zunächst zum 10. Mai 1884 der – zum Zeitpunkt des Baus fünfzehn Jahre zuvor an Kleinstaaterei gescheiterte – Anschluss der Homburger Bahn an die Main-Weser-Bahn im Westbahnhof.

Weiter erforderte die Einfahrt der Main-Weser-Bahn in den neuen Hauptbahnhof eine weit nach Westen ausholende Einfahrtskurve. Die aufgelassene alte Trasse, die gradlinig vom heutigen Westbahnhof bis zum Platz Am Hauptbahnhof führte und dort in westlicher Richtung, der heutigen Kaiserstraße folgend, zum Main-Weser-Bahnhof abbog, wurde in eine Straße umgewandelt. Diese trug zunächst den Namen Bahnstraße und wird heute noch durch Hamburger Allee, Friedrich-Ebert-Anlage und Düsseldorfer Straße im Stadtbild nachgezeichnet.

Heutiger Bahnhof

Datei:Westbahnhof-2010-ffm-015.jpg
Hausbahnsteig (Gleis 3), Blickrichtung Friedberg

Seit 1913 trägt diese Bahnstation im offiziellen Bahn-, Post- und Handelsverkehr die Bezeichnung Frankfurt a.M.-West. Das historische Empfangsgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg während der Luftangriffe auf Frankfurt am Main zerstört. Als Ersatz wurde 1961 ein zeitgemäßer Zweckbau mit zwei Geschossen errichtet. Zugleich wurde ein Personentunnel unter den Gleisen angelegt. Das Empfangsgebäude wurde mit einer Schnellgastronomie und im ersten Stock mit Büro- und Unterrichtsräumen ausgestattet. Als zusätzliche Beleuchtungsquelle war die Halle mit einer runden Deckenöffnung mit dem Flur des Obergeschosses verbunden, in deren Mitte ein modern gestalteter Kronleuchter hing. Bemerkenswert war auch die geschwungene Treppe mit messingfarbenem Geländer sowie ein zwei Stockwerke hohes Wandmosaik, welches eine Eisenbahnszene zeigte. Das Mosaik ist nicht mehr erhalten.

Während des Ausbaus der S-Bahn in den 1970er Jahren wurde zunächst das erste Geschoss abgebrochen, später auch beinahe alle anderen Gebäudeteile, so dass vom ehemaligen Gebäude beinahe nichts mehr vorhanden ist. Ergebnis ist ein schlichter Bau, welcher unter die aufgeständerte S-Bahn-Trasse geklemmt zu sein scheint.

Der Bahnhof besteht so heute aus zwei Ebenen: Ebenerdig halten die Regionalzüge auf den Gleisen 4 und 5 sowie die stadteinwärts fahrenden S-Bahn-Züge der Linie S6 auf Gleis 3. Die S-Bahn-Linien S3, S4 und S5 in beide Richtungen sowie die S6 stadtauswärts in Richtung Friedberg nutzen den rund einen Kilometer langen Hochbahnabschnitt mit der zweigleisigen Hochbahnstation (Gleise 1 und 2) über dem eigentlichen Gleisfeld.

Ende 2008 wurde im Bahnhof ein Service Store mit Lounge (DB Station&Service) eröffnet. Er enthält einen kleinen Laden und ein kleines Café. Fahrkarten sind dort auch zu haben. Dies stellte das Pilotprojekt für ein neues Franchise-System dar, von dem pro Jahr etwa 25 in weiteren Bahnhöfen eröffnet werden sollten.<ref>DB-Welt. Region Mitte. Januar 2009, S. 21.</ref>

Seit 2025 wird der Bahnhof modernisiert. Unter anderem ist geplant, bis 2027 das Empfangsgebäude umzugestalten und die Barrierefreiheit sowie die Zugänglichkeit für Reisende mithilfe neuer Aufzüge und Zugangsbauwerke zu verbessern.<ref>DB InfraGO AG: BauInfoPortal. Abgerufen am 9. November 2024.</ref> Eine funktionale Metalltreppe führt seit Dezember 2025 außen von der südlichen Werrastraße direkt auf den oben gelegenen Bahnsteig der S-Bahn.

Galerie

Anbindung

Die 2003 eröffnete Linie 17 der Straßenbahn Frankfurt am Main berührt das südliche Ende des Westbahnhofs (Haltestellen Nauheimer Straße und Kuhwaldstraße). Die Straßenbahnhaltestelle am Vorplatz des Westbahnhofes wurde zuletzt aufgrund von Baustellen im Stadtbahnnetz im Juli und August 2019 von Verstärkerfahrten der Straßenbahnlinie 16 angefahren<ref>dkd Internet Service GmbH: Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH - Bauvorhaben 2019. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juni 2019; abgerufen am 18. März 2024.</ref>.

Die Buslinie M32 fährt vom Westbahnhof über das Frankfurter Nordend und Bornheim zum Ostbahnhof. Die Buslinie M36 verbindet den Westbahnhof mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität und der Innenstadt und die Linie M73 mit den Stadtteilen Hausen, Praunheim und der Nordweststadt. Die geplante Ringstraßenbahn soll in der benachbarten Schloßstraße eine Haltestelle namens Westbahnhof bekommen.

Vorwiegend in der Hauptverkehrszeit halten Regional-Express-Züge der Linien RE 30 Kassel – Marburg – Gießen – Frankfurt (Main-Weser-Express) und RE 99 Siegen – Gießen – Frankfurt (Main-Sieg-Express) zusammen mit RE 98 Kassel – Marburg – Gießen – Frankfurt sowie alle bis Frankfurt Hbf durchgebundenen Züge der Niddertalbahn (RB 34) und Horlofftalbahn. Darüber hinaus hält auch grundsätzlich der Mittelhessen-Express (RB 40/41) sowie die zweistündliche Regionalbahn-Linie RB 37 (Gießen – Frankfurt) an dieser Station.

Im Fernverkehr verkehren Doppelstock-IC im (ausgedünnten) Zweistundentakt vom Frankfurter Westbahnhof nach Dortmund oder Münster (IC-Linie 34).<ref>Fern- und Nahverkehr der Bahn: Streckenkarten und Liniennetzpläne. Abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 3XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 9XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 3XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 3XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 4XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 4XVorlage:Linienverlauf SPNV RMV 4X
Linie Strecke Takt
IC 34 Frankfurt (Main) Hbf – Frankfurt (Main) West – Wetzlar – Siegen – Dortmund/Unna – Hamm – Münster  120 min / 240 min
Vorlage:ÖPNV Frankfurt Linie Bad Soden (Taunus) – Sulzbach (Taunus) Nord – Schwalbach a Ts (Limes) – Schwalbach a Ts (Limes) Nord – Niederhöchstadt – Eschborn – Eschborn Süd – Frankfurt-Rödelheim – Frankfurt (Main) West – Frankfurt am Main Messe – Frankfurt (Main) Galluswarte – Frankfurt (Main) Hbf tief – Frankfurt (Main) Taunusanlage – Frankfurt (Main) Hauptwache – Frankfurt (Main) Konstablerwache – Frankfurt (Main) Ostendstraße – Frankfurt (Main) Lokalbahnhof – Frankfurt (Main) Süd 30 min
Vorlage:ÖPNV Frankfurt Linie Kronberg (Taunus) – Kronberg Süd – Niederhöchstadt – Eschborn – Eschborn Süd – Frankfurt-Rödelheim – Frankfurt (Main) West – Frankfurt am Main Messe – Frankfurt (Main) Galluswarte – Frankfurt (Main) Hbf tief – Frankfurt (Main) Taunusanlage – Frankfurt (Main) Hauptwache – Frankfurt (Main) Konstablerwache – Frankfurt (Main) Ostendstraße – Frankfurt (Main) Lokalbahnhof – Frankfurt (Main) Süd 30 min
Vorlage:ÖPNV Frankfurt Linie Friedrichsdorf (Taunus) – Seulberg – Bad Homburg – Oberursel (Taunus) – Oberursel-Stierstadt – Oberursel-Weißkirchen/Steinbach – Frankfurt-Rödelheim – Frankfurt (Main) West – Frankfurt am Main Messe – Frankfurt (Main) Galluswarte – Frankfurt (Main) Hbf tief – Frankfurt (Main) Taunusanlage – Frankfurt (Main) Hauptwache – Frankfurt (Main) Konstablerwache – Frankfurt (Main) Ostendstraße – Frankfurt (Main) Lokalbahnhof – Frankfurt (Main) Süd 30 min
15 min (Bad Homburg–Frankfurt Süd werktags)
Vorlage:ÖPNV Frankfurt Linie (Friedberg (Hess) – Bruchenbrücken – Nieder-Wöllstadt – Okarben –) Groß Karben – Dortelweil – Bad Vilbel – Bad Vilbel Süd – Frankfurt-Berkersheim – Frankfurt-Frankfurter Berg – Frankfurt-Eschersheim – Frankfurt-Ginnheim – Frankfurt (Main) West – Frankfurt am Main Messe – Frankfurt (Main) Galluswarte – Frankfurt (Main) Hbf tief – Frankfurt (Main) Taunusanlage – Frankfurt (Main) Hauptwache – Frankfurt (Main) Konstablerwache – Frankfurt (Main) Ostendstraße – Frankfurt (Main) Lokalbahnhof – Frankfurt (Main) Süd – Frankfurt (Main) Stresemannallee – Frankfurt-Louisa – Neu-Isenburg – Dreieich-Buchschlag – Langen Flugsicherung – Langen (Hess) (– Egelsbach – Erzhausen – Darmstadt-Wixhausen – Darmstadt-Arheilgen – Darmstadt Hbf) 15 min (Groß Karben–Langen montags–freitags, Bad Vilbel–Langen samstags, Bad Vilbel–Frankfurt Süd sonn-/feiertags)
30 min (Friedberg–Groß Karben montags–freitags, Friedberg–Bad Vilbel samstags, sonn-/feiertags und Langen–Darmstadt werktags, Frankfurt Süd–Darmstadt sonn-/feiertags)
Stand: 15. Dezember 2024

Literatur

  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Eisenbahnenbauten- und strecken 1839–1939. 1. Auflage. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1917-6, S. 197 (3 Bde.).
  • Martin Schack, Ulrich Langner: Neue Bahnhöfe: die Empfangsgebäude der Deutschen Bundesbahn 1948–1973. 1. Auflage. Neddermeyer, Berlin 2004, ISBN 3-933254-49-3.

Weblinks

Commons: Bahnhof Frankfurt (Main) West – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Zentrum:

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Fahrtor | Hanauer Bahnhof | Lokalbahnhof | Mainspitze | Main-Neckar-Bahnhof | Main-Weser-Bahnhof | Oberrad | Taunusbahnhof

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