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Flachbärlappe

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Flachbärlappe
Datei:Diphasiastrum zeilleri Diphasiastrum tristachyum 240813.JPG

Links: Zeillers Flachbärlapp (Diphasiastrum zeilleri), rechts: Zypressen-Flachbärlapp (Diphasiastrum tristachyum) im Odenwald

Systematik
Lycophyten
Unterabteilung: Lycopodiophytina
Klasse: Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida)
Ordnung: Bärlappartige (Lycopodiales)
Familie: Bärlappgewächse (Lycopodiaceae)
Gattung: Flachbärlappe
Wissenschaftlicher Name
Diphasiastrum
Holub

Die Flachbärlappe (Diphasiastrum, früher Diphasium) sind eine Gattung von Bärlappgewächsen, die auch oft in die Gattung der Bärlappe (Lycopodium) eingegliedert werden.

Beschreibung

Genau wie die Bärlappe zeigen die Flachbärlappe eine Differenzierung des Sprosses in eine meist oberirdisch kriechende Hauptachse und mehr oder weniger aufsteigende, kürzere, bei vielen Arten stark verzweigte Seitenäste. Die Verzweigung der Sprosse ist dabei wie in der Gattung Lycopodium.

Im Gegensatz zu den Vertretern der Gattung Lycopodium hat diese Gruppe nur schuppenförmig reduzierte, bis vielleicht 2 mm lange Laubblätter, die zwar im Prinzip noch spiralig um den Stängel angeordnet sind, dabei aber meist zwei oder vier Orthostichen bilden, wodurch die Sprosse im Querschnitt quadratisch bis abgeflacht sind. Daher kommt auch der Name der Gattung.

Wie bei den Lycopodium-Arten befinden sich die Sporophylle in deutlich abgesetzten ähren- oder keulenförmigen, endständigen Abschnitten. Sie sind deutlich verschieden von den Laubblättern, wenn auch nicht deutlich kleiner.

Verbreitung

Die meisten der Arten kommen aus den gemäßigten und subarktischen Gebieten und wachsen oft in offenen Wäldern, insbesondere Nadelwäldern, felsigen Abhängen oder in Heiden.

Systematik und Arten (Auswahl)

Die Gattung wird oft auch als Sektion Complanata in die Gattung Lycopodium eingegliedert, wurde mehrmals aber auch schon wieder ausgegliedert. Eine endgültige Klärung der Frage, ob es sich um eine oder mehrere Gattungen handelt, steht noch aus.

Die Vertreter dieser Gattung bilden häufig Hybride, so dass viele der Arten durch Zwischenformen miteinander verbunden sind, und auch die Frage der Arteinteilung recht schwierig ist. Sogar in Mitteleuropa wurde 1996 noch eine neue Art beschrieben (Diphasiastrum oellgaardii).

Datei:Diphasiastrum alpinum 100911c.JPG
Alpen-Flachbärlapp (Diphasiastrum alpinum)
Datei:Diphasiastrum complanatum w PNBT 03.07.10 4p.jpg
Gewöhnlicher Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum)

Insgesamt besteht die Gattung aus 15 bis 20 Arten, von denen in Mitteleuropa folgende vorkommen:

  • Alpen-Flachbärlapp (Diphasiastrum alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Holub = Lycopodium alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)
  • Gewöhnlicher Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Holub = Lycopodium complanatum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)
  • Isslers Flachbärlapp (Diphasiastrum issleri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) Holub = Lycopodium issleri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) Domin)
  • Oellgaards Flachbärlapp (Diphasiastrum oellgaardii <templatestyles src="Person/styles.css" />Stoor, Boudrie, Jérôme, K.Horn & Bennert = Lycopodium oellgaardii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Stoor et al.) B.Bock)
  • Zypressen-Flachbärlapp (Diphasiastrum tristachyum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pursh) Holub = Lycopodium tristachyum <templatestyles src="Person/styles.css" />Pursh)
  • Zeillers Flachbärlapp (Diphasiastrum zeilleri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) Holub = Lycopodium zeilleri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) Greuter & Burdet)

Weitere Arten:

  • Diphasiastrum digitatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dillenius ex A. Braun) Holub (= Lycopodium digitatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Dillenius ex A. Braun), im östlichen Nordamerika.<ref name="FNA" />
  • Diphasiastrum madeirense <templatestyles src="Person/styles.css" />(J. H. Wilce) Holub (= Lycopodium madeirense <templatestyles src="Person/styles.css" />J.H.Wilce), auf Madeira und den Azoren.<ref name="Euro+Med" />
  • Diphasiastrum multispicatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(J. H. Wilce) Holub (= Lycopodium multispicatum <templatestyles src="Person/styles.css" />J.H.Wilce), in Südostasien.<ref name="FOC" />
  • Diphasiastrum sitchense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruprecht) Holub (= Lycopodium sitchense <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruprecht), im borealen Nordamerika, Kamtschatka und Japan.<ref name="FNA" />
  • Diphasiastrum veitchii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Christ) Holub (= Lycopodium veitchii <templatestyles src="Person/styles.css" />Christ), in den Gebirgen Süd- und Südostasiens.<ref name="FOC" />
  • Diphasiastrum yueshanense <templatestyles src="Person/styles.css" />(C. M. Kuo) Holub (= Lycopodium yueshanense <templatestyles src="Person/styles.css" />C. M. Kuo), auf Taiwan.<ref name="FOC" />

Literatur

  • Urania Pflanzenreich. 1. Auflage. Band 2, Moose, Farne, Nacktsamer, Urania, Leipzig 1992, ISBN 3-332-00495-6.
  • Warren H. Wagner Jr., Joseph M. Beitel: Diphasiastrum. In:

Einzelnachweise

<references> <ref name="Euro+Med">Maarten Christenhusz, Eckhard von Raab-Straube: Lycopodiophytina. Lycopodium.In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2013.</ref> <ref name="FNA">Warren H. Wagner Jr., Joseph M. Beitel: Diphasiastrum. In: </ref> <ref name="FOC">Li-Bing Zhang, Kunio Iwatsuki: Lycopodium. In: </ref> </references>

Weblinks

Commons: Diphasiastrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien