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International Mobile Equipment Identity

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Final Assembly Code)
Foto eines geöffneten Smartphones
Beispiel für IMEI Nummern, auf einem Label in einem Telefon

Die International Mobile Station Equipment Identity (IMEI) ist eine 15-stellige Seriennummer, anhand derer jedes GSM- oder UMTS-Endgerät weltweit eindeutig identifiziert werden können soll.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 3GPP TS 22.016: International Mobile Equipment Identities (IMEI).] (ZIP/DOC; 36 kB) , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Dezember 2009 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dual-SIM-Handys besitzen zwei IMEI-Nummern.<ref>Nokia FAQ - Gibt es auf meinem Nokia Mobiltelefon zwei IMEI-Nummern? Abgerufen am 5. Januar 2014.</ref>

In der breiten Öffentlichkeit ist die IMEI durch die Möglichkeit zum Sperren eines gestohlenen Mobiltelefons bei den Mobilfunknetzbetreibern bekannt. Nach Sperrung ist das Mobiltelefon auch mit einer anderen SIM-Karte nicht benutzbar. Dazu werden die betroffenen IMEIs in Listen geführt. Die IMEI ist für den Diebstahlschutz jedoch nur eingeschränkt brauchbar, da sich die IMEI eines Handys mit entsprechender Software neu programmieren lässt. Weitere Details zu diesen Listen und deren mangelhafter Eignung zum Diebstahlschutz siehe unter Equipment Identity Register (EIR).

Die IMEI sollte aufbewahrt werden, um das Endgerät im Falle eines Diebstahls der Polizei als gestohlen melden zu können. Die IMEI wird außerdem häufig benötigt, um einen SIM-Lock zu entfernen.

Abfrage

Die IMEI eines Mobiltelefons kann durch die Eingabe *#06# im Eingabefeld der Telefonnummer abgefragt werden. Dieser Tastencode ist einheitlich im GSM-Standard vorgeschrieben.

Bei vielen Mobiltelefonen kann man die IMEI auch auf dem Typenschild, der Verpackung oder auf dem SIM-Tray (seitlich einschiebbare Halterung für das SIM) finden. Bei Telefonen, bei denen der Akku entfernt werden kann, befindet sich diese Angabe üblicherweise unter dem Akku.

Bei iPhones und iPads findet man deren IMEI auch unter Einstellungen > Allgemein > Info.

Bei älteren Ericsson- sowie den meisten Sony-Ericsson-Modellen kann die IMEI auch mit folgender Tastenkombination abgerufen werden: ***.

Format

IMEIs von Endgeräten, die ab dem 1. April 2004 zugelassen wurden, bestehen aus drei Teilen:

Bis 2002 war der TAC nur sechsstellig und gab Auskunft über den Hersteller. Darauf folgte ein zweistelliger Final Assembly Code (FAC) mit einer weiteren Hersteller-spezifischen Kennung. Während der Übergangsfrist von Januar 2003 bis Ende März 2004 wurden anstelle dessen zwei Nullen verwendet. Beide Stellen zählen seit April 2004 zum TAC.

Einige Endgeräte verfügen außerdem noch über eine zweistellige Kennung des jeweils im Gerät vorhandenen Softwarestands, die Software Version Number (SVN). Diese ist nicht Bestandteil der IMEI, wird jedoch häufig bei Abfrage durch *#06# mit ausgegeben.

Eindeutigkeit der IMEI in der Praxis

Während der Standard vorsieht, dass eine IMEI eindeutig und vor Manipulation durch den Benutzer geschützt ist, ist dies in der Praxis nicht der Fall. Bei vielen seit 2002 auf dem Markt befindlichen Geräten ist eine Manipulation der IMEI möglich. 2002 veröffentlichte die BBC einen Bericht, in dem es hieß, dass etwa 10 % der IMEIs nicht eindeutig seien.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Phone firms defend security record.] BBC, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Mai 2016 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die GSMA selbst legt die Verantwortung für die Einhaltung der Standards und somit die Eindeutigkeit der IMEI sowie den Schutz vor Manipulation dieser in die Hände der Gerätehersteller, räumt aber ein, dass die Standards besonders außerhalb der Europäischen Union nur mangelhaft zur Anwendung kommen. Der Umstand, dass ein Großteil der Gerätehersteller außerhalb der EU ansässig sind, verdeutlicht, dass die Sicherheit und Eindeutigkeit von IMEIs nicht gewährleistet ist.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig GSME proposals regarding mobile theft and IMEI security.] (PDF) GSM Europe, , S. 4, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Mai 2016 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Siehe auch

  • IMSI zur eindeutigen Identifizierung von Netzteilnehmern in GSM- und UMTS-Mobilfunknetzen
  • IMSI-Catcher zum Abhören von Mobilfunk-Kunden
  • SIM-Karte im Mobiltelefon zur Identifikation des Nutzers im Mobilfunknetz
  • Handyortung
  • Stealth Ping – auch Silent SMS oder Stille SMS zur Ortung von Handys oder zur Erstellung von Bewegungsprofilen
  • Cell-ID ist ein Verfahren der mobilen Positionsbestimmung im GSM-Mobilfunknetz

Weblinks

Commons: IMEI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />