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Fernsehkritik-TV

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fernsehkritik TV)
Vorlage:Medienbox/Kopf
Sprachen Deutsch
Betreiber Alsterfilm GmbH
Redaktion Holger Kreymeier
Registrierung erforderlich (ab 15. April 2017)
Online 2007 – 2018
https://www.fernsehkritik.tv

Fernsehkritik-TV war eine satirisch-kritische Magazinsendung des Hamburger Journalisten Holger Kreymeier über das deutschsprachige Fernsehen. In dem ausschließlich im Internet erscheinenden Magazin zeigte Kreymeier Fernsehausschnitte, Interviews mit Beteiligten und Vorgänge, die mit dem deutschsprachigen Fernsehen zu tun hatten, und kommentierte sie kritisch.

Sendung

<imagemap> Datei:Oliver Kalkofe, Philipp Walulis, Tobias Klose, Holger Kreymeier (v.l.n.r.).jpg|mini|360px|Oliver Kalkofe, Philipp Walulis, Tobias Klose und Holger Kreymeier in der 100. Folge von Fernsehkritik-TV am 14. Sept. 2012 poly 566 750 377 1312 455 1780 890 1800 1337 2170 1374 2371 1821 2211 1316 1718 787 750 Oliver Kalkofe poly 1329 750 1284 1050 1156 1111 1144 1435 1349 1588 1718 1788 1963 2022 2087 1650 1510 1073 1510 750 Philipp Walulis poly 2220 828 2155 1033 1966 1087 1912 1402 2128 1650 2355 1807 2397 2222 2600 2225 2470 1629 2716 1413 2343 1100 2387 828 Tobias Klose poly 3178 780 3124 996 2990 1048 3032 1764 3470 1794 3587 1416 3509 1057 3360 1014 3382 803 Holger Kreymeier </imagemap> Die Sendung wurde seit dem 10. April 2007 – zunächst in unregelmäßigen Abständen, später zweimal pro Monat – als Internet-TV-Sendung veröffentlicht. Insgesamt sind über 200 Folgen erschienen.<ref>Alle Fernsehkritik-TV Folgen. In: fernsehkritik.tv. Abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref> Thematisiert wurden insbesondere die Qualität des öffentlich-rechtlichen und des privaten Fernsehens. Bis zur Einstellung des Sendebetriebes von 9Live nahmen auch Beiträge über Call-in-Gewinnspiele einen großen Teil der Sendung, die von Holger Kreymeier moderiert und gestaltet wurde, ein. Darüber hinaus wurden gelegentlich auch Gastbeiträge in die Sendung aufgenommen. Ein fester Bestandteil der Sendung war die Rubrik „Kurz kommentiert“, in der aktuelle Kurzausschnitte aus dem Fernsehprogramm gezeigt und kommentiert wurden, die entweder kritikwürdig waren oder einen lustigen bzw. skurrilen Moment zeigten. Die Laufzeit pro Sendung betrug in der Regel 50 bis 70 Minuten. Regelmäßig wurden auch verschiedene Gäste in die Sendung eingeladen, unter anderem Hans Meiser, Oliver Kalkofe,<ref>Folge 53. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Serdar Somuncu, die Moderatoren der MTV-Sendung GameOne oder während der Deutschen Webvideotage die durch ihre Beiträge auf dem Videoportal YouTube bekannt gewordene Blogbetreiberin Coldmirror.<ref>Folge 63. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Im Februar 2012 waren Ranga Yogeshwar<ref>Folge 86. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> und kurz darauf Jürgen Domian<ref>Folge 87. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> zu Gast in der Sendung. Im September 2011 wurde die Moderation der Folge 76 während des ersten Fantreffens in Hamburg vor 200 Zuschauern aufgenommen, eingeladen waren die GameOne-Moderatoren Simon Krätschmer, Daniel Budiman und Nils Bomhoff. In der Live-Aufzeichnung der 100. Folge vor 500 Zuschauern im ausverkauften Babylon-Kino in Berlin waren u. a. Oliver Kalkofe, Ralph Ruthe sowie Philipp Walulis und Tobias Klose von Walulis sieht fern zu Gast.

Folge 109 gab es zum Test für Couchabonnenten als HD-Version.

In Folge 112 wurde angekündigt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Folge 112 mit Ankündigung der Neuerungen ab Juni 2013 (Memento vom 26. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> dass zukünftige Folgen ab Juni 2013 jeden 1. und 3. Freitag im Monat in einem Studio vor Publikum aufgezeichnet werden, wofür Zuschauer kostenpflichtig Tickets erwerben konnten. Darüber hinaus wurde zum gleichen Zeitpunkt das Magazin Pantoffelkino-TV eingestellt, an dessen Stelle Pantoffel.TV mit einem breiteren Spektrum der privaten Unterhaltung trat, welches an jedem zweiten und vierten Freitag im Monat auch in diesem Studio vor Publikum produziert wurde. Im Anschluss daran sollten dann Livetalks aufgezeichnet werden.

Am 7. Juni 2013 wurde Folge 115 als erste vor einem Livepublikum in einem Studio aufgezeichnet. Diese Folge wurde am 10. Juni 2013 für Couch-User veröffentlicht und sie beinhaltete u. a. ein neues Intro.

Folge 131 wurde am 21. Februar 2014 als erste Fernsehkritik-TV-Folge live für Massengeschmack-TV-Abonnenten der Sendung über massengeschmack.tv gestreamt, nachdem Folge 15 von Pantoffel-TV als Test dafür als erste Massengeschmack-TV-Sendung überhaupt bereits am 14. Februar 2014 für Abonnenten dieser Sendung live über die Website gestreamt worden war. Seitdem wurde einige Zeit jede Fernsehkritik-TV-Folge live gestreamt; Zuschauer konnten die Sendung in einem IRC-Chatroom kommentieren und Fragen stellen. Dieser Chatroom wurde von Kreymeier beobachtet und ggf. Fragen beantwortet.

Am 15. Februar 2015 wurde im Zuge der Veröffentlichung von Folge 150 die Fernsehkritik-TV-Webseite neu gestaltet. Nun konnten alle Nutzer die Folgen über einen HTML5-Player anschauen, wobei die Auflösung selbst bei neueren Folgen auf 720 × 416 Bildpunkte beschränkt ist; eine HD-Version war für Abonnenten verfügbar.

Am 16. Juli 2018 verkündete Kreymeier im Massengeschmack-TV-Blog, dass Fernsehkritik-TV im Rahmen der Programmreform nach 11 Jahren beendet wird.<ref name="DWDL">Nachfolgeformat ab September: "TV ist langweilig geworden": Schluss für "Fernsehkritik-TV", dwdl.de, 17. Juli 2018.</ref><ref>Fernsehkritik-TV wird eingestellt „Manche nennen es eine Eselei“, Der Tagesspiegel, 5. August 2018.</ref> Die 237. und letzte Folge fand am 1. September 2018 statt.<ref>Die Programmreform kommt – wichtige Info für Abonnenten. Abgerufen am 16. Juli 2018.</ref><ref>Alsterfilm: Fernsehkritik-TV Folge 237. Abgerufen am 7. September 2018.</ref><ref name="DWDL" /> Als Nachfolgeformat wird seit September "Die Mediatheke" gesendet.

Episodenliste

Finanzierung

Das Magazin finanzierte sich ursprünglich nur durch Werbeeinnahmen, Spenden und einen Onlineshop. Nachdem der Hoster des Servers, auf dem die Webseite zu finden ist, die Traffic-Preise erhöhte, wurde mit Folge 67 Werbung innerhalb der Folgen eingeführt. Von Folge 69 bis Folge 119 gab es das Bezahlsystem Fernsehkritik-TV-Couch. Seitdem stehen neue Folgen werbefrei und in höherer Bildqualität zur Verfügung. Dazu konnte über PayPal oder per Überweisung ein Abo zwischen einem und sechs Monaten abgeschlossen werden. Der Preis pro Folge lag dabei zwischen 70 und 80 Cent. Die kostenfreie, werbefinanzierte Flash-Version der jeweiligen Folge erschien jedoch weiterhin im Abstand von zwei Tagen nach der Abo-Version.<ref>Fernsehkritik-TV Couch. In: couch.fernsehkritik.tv. 21. Mai 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Mai 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/couch.fernsehkritik.tv (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Fernsehkritik-TV Blog » Blog Archiv » Rauf auf die Couch! In: fernsehkritik.tv. 21. Mai 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Mai 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/fernsehkritik.tv (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Im August 2013 wurde die Couch durch das Portal Massengeschmack-TV<ref>Website von Massengeschmack</ref> ersetzt, unter dem auch weitere von Alsterfilm produzierte Formate wie z. B. Pressesch(l)au<ref>Website von Pressesch(l)au</ref> angeboten werden. Zwischenzeitlich standen Kombinationen aus verschiedenen Massengeschmack-Formaten zum Abonnement zur Verfügung, bei denen eine Folge Fernsehkritik-TV zwischen rund 99 Cent und 1,49 Euro kostete. Um sinkende Werbeeinnahmen auszugleichen, wurde der Zeitraum zwischen der Veröffentlichung für Abonnenten und der frei verfügbaren Version erhöht. Inzwischen setzt das Portal auf verschiedene monatliche Abo-Stufen für Preise ab 6,99 Euro, für den alle Formate unbeschränkt zur Verfügung gestellt werden.

Am 15. April 2017 wurde bekannt gegeben, dass Fernsehkritik-TV nicht mehr kostenlos zur Verfügung steht. Die Webseite fernsehkritik.tv soll im Zuge dessen komplett gelöscht werden.<ref>Veränderungen bei Fernsehkritik-TV. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2017; abgerufen am 15. April 2017.</ref> Stand Dezember 2022 hostet die Seite eine Kopie der Seite alsterfilm.de.

Kampagne „Dafür zahl’ ich nicht“

Durch eine Tätigkeit als freier Mitarbeiter für den NDR<ref name="presseportal">NDR zur angeblichen Entlassung von Holger Kreymeier. Presseportal.de, 4. März 2009. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> hatte Kreymeier nach eigenen Angaben interne Einblicke in den öffentlich-rechtlichen Sender und die seiner Ansicht nach fehlgeleitete Verwendung von Gebührengeldern. Aufgrund dieser Erfahrungen startete Kreymeier Mitte Februar 2009 die Kampagne „Dafür zahl’ ich nicht“. Die Kampagne kritisierte den Umgang mit den Rundfunkgebühren und der GEZ durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Sie warf den Sendern eine ständig sinkende Qualität des Programms vor – die Sender orientierten sich nicht mehr an ihrem Bildungsauftrag, sondern strebten stattdessen eine möglichst hohe Einschaltquote an. Intention der Kampagne war dabei nicht der Aufruf zu einem Gebührenboykott, sondern die Forderung an die Sender, ihr Programm zu verbessern.<ref name="heise1">Ernst Corinth: Dafür zahl’ ich nicht. In: Telepolis. 2. März 2009. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> So steht etwa an prominenter Stelle auf der Kampagnen-Homepage der Slogan „Rundfunkgebühren? Ja, aber bitte für besseres Fernsehen!“<ref name="dafuernicht">Homepage der Kampagne „Dafür zahl' ich nicht“</ref> Kernstück der Aktion war ein Kinospot, der in einer kleinen Anzahl von Kinos in Großstädten zu sehen war und durch welchen Kreymeier und seiner Sendung gesteigerte Aufmerksamkeit zuteilwurde.

Nach Veröffentlichung und Ausstrahlung dieses Werbespots endete die Zusammenarbeit vom NDR und Holger Kreymeier. Aufgrund gegenteiliger Stellungnahmen der Parteien ist nicht bekannt, ob dies auf Wunsch des NDR geschah oder eine freie Entscheidung Kreymeiers war.<ref name="heise2">Peter Muehlbauer: Dafür zahlen wir nicht. In: Telepolis. Heise Zeitschriften Verlag, 4. März 2009, abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref><ref name="presseportal" /><ref name="spiegel1">Christoph Cadenbach: Posse um GEZ-Parodie: Herr Heidenreich vom NDR. In: Spiegel Online. 4. März 2009, abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref>

Rechtsstreitigkeiten

Anrufen und verlieren

Ende 2009 veröffentlichte Marc Doehler den Film „Anrufen und verlieren“, der Call-in-Sendungen in Österreich und der Schweiz kritisiert und wenig später auf der Website von Fernsehkritik-TV zum Download angeboten wurde.<ref name="fernsehkritik2">Holger Kreymeier: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anrufen und verlieren (2) (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive). In: Fernsehkritik-TV. 2. Dezember 2009. Abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Infolgedessen kam es zu einem Rechtsstreit zwischen den Firmen mass response Service GmbH, Primavera TV und Internet Production GmbH einerseits und Fernsehkritik-TV andererseits. Die Mass Response Service erzielte vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung dagegen, in dem Film als Produzent der Call-in-Gewinnspiele bezeichnet zu werden.<ref name="LGHH"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss des LG Hamburg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dl.fernsehkritik.tv. PDF-Datei, 508 kB. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> Die Primavera TV und Service GmbH reichte gegen die im Film aufgestellten Behauptungen einen Antrag auf einstweilige Verfügung ein, scheiterte damit zunächst aber vor dem Landgericht München I;<ref name="LGMuenchen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss des LG München (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dl.fernsehkritik.tv. PDF-Datei, 599 kB. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> später konnte Primavera einen Teilerfolg vor dem Oberlandesgericht München erzielen.<ref name="OLGMuenchen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss des OLG München (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dl.fernsehkritik.tv. PDF-Datei, 3,24 MB. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> Beide Verfahren haben einen Streitwert von 160.000 Euro. Die Verfahrenskosten für Fernsehkritik-TV in Höhe von 12.000 Euro konnten nach einem Spendenaufruf gedeckt werden.<ref>Spendenaufruf vom 11. Mai 2010 auf fernsehkritik.tv. Fernsehkritik-TV, Holger Kreymeier, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Das Verfahren gegen Primavera und Internet Production GmbH wurde im September 2011 aufgrund eines Versäumnisurteils zugunsten von Fernsehkritik-TV vor dem Landgericht München I entschieden. Kreymeier erkannte die Einstweilige Verfügung vor dem Oberlandesgericht Hamburg an. Da Marc Doehler in derselben Sache kurz darauf gewann, bezeichnete Kreymeier die vorzeitige Anerkennung im Nachhinein als großen Fehler.<ref>Fernsehkritik-TV Blog » Blog Archiv » Fernsehkritik-TV vor Gericht! In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref><ref>Postecke #29 (Folge 76) – YouTube ab Minute 41. In: youtube.com. Abgerufen am 28. September 2011.</ref><ref>Stefan Niggemeier » Blog Archiv » Gericht erlaubt Kritik an dubiosem Call-TV. Abgerufen am 21. September 2012.</ref>

„Scheiß-RTL“-T-Shirt

Im September 2011 mahnte der Fernsehsender RTL Television die Produktionsfirma von Fernsehkritik-TV ab, weil über den Onlineshop der Webseite ein T-Shirt mit der Aufschrift „Scheiß RTL“ vertrieben wurde.<ref>RTL mahnt Geschäftemacherei von fernsehkritik.tv ab. In: DWDL.de. 4. September 2011, abgerufen am 18. März 2019.</ref> RTL Television sah durch die unerlaubte Nutzung des Senderlogos seine Markenrechte verletzt und forderte von Alsterfilm die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.<ref>Holger Kreymeier: Scheiß RTL, armes RTL. In: Fernsehkritik-TV. 3. September 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. September 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/fernsehkritik.tv (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Holger Kreymeier veröffentlichte das Schreiben von RTL auf seiner Webseite, obwohl RTL eine Veröffentlichung des Schriftstückes ausdrücklich untersagte. Kreymeier sieht in dem Vorgehen von RTL einen Versuch, seine kritische Berichterstattung zu stoppen. Er beruft sich auf Satire und sieht darin eine legitime Verballhornung des Senderslogans „mein RTL“ analog zum üblichen Sprachgebrauch im RTL-Programm.

Zuvor hatte RTL schon mehrere an den RTL-Jingle angelehnte Videos auf der Plattform YouTube löschen lassen. Da Alsterfilm weiterhin das T-Shirt in seinem Onlineshop anbot, stoppte RTL Television den Verkauf durch eine Einstweilige Verfügung am 23. September 2011.<ref>Holger Kreymeier: “Scheiß RTL”-Shirt: Verkauf gestoppt! In: Fernsehkritik-TV. 23. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2011; abgerufen am 28. September 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fernsehkritik.tv</ref> Im Shop wurden anschließend ähnliche T-Shirts angeboten, die nicht mehr das geschützte Senderlogo enthielten, sondern z. B. Mülltonnen in den von RTL dominierten Farben. Holger Kreymeier versuchte, sich diese durch eine Schutzschrift schützen zu lassen. RTL sah darin sein Markenrecht aber ebenfalls verletzt, womit der Verkauf dieser Variante vorerst auch durch eine einstweilige Verfügung gestoppt wurde.<ref>Fernsehkritik-TV Shop. In: Fernsehkritik-TV. 28. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2011; abgerufen am 28. September 2011.</ref>

Ende November 2011 erhielt Kreymeier eine Ladung für den 19. Juni 2012 vor dem Landgericht Köln.<ref>Holger Kreymeier: Der Kampf geht weiter! In: Fernsehkritik-TV. 31. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2016; abgerufen am 28. November 2011.</ref> Dafür startete er Ende März 2012 einen Spendenaufruf und sammelte binnen weniger Tage 5.000 Euro.<ref>Fernsehkritik-TV Blog » Blog Archiv » Der Kampf beginnt… nur mit finanzieller Unterstützung. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.youtube.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2018. Suche im Internet Archive )DANKE! – YouTube. In: youtube.com. Abgerufen am 5. April 2012.</ref> Die Gerichtsverhandlung begann am 4. September 2012, das Urteil fiel am 25. September.<ref>RTL wehrt sich gegen „Scheiß RTL“-T-Shirts vor Gericht. WAZ, 4. September 2012, abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Das Gericht untersagte den Verkauf der T-Shirts.<ref>Urteil im T-Shirt-Prozess. Gericht verbietet „Scheiß RTL“-Aufdruck. In: SZ. 25. September 2012, abgerufen am 28. September 2012.</ref>

In einem Blogeintrag,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Blogeintrag (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive) über das weitere Vorgehen bei den Scheiss-RTL-T-Shirts</ref> in dem die Entscheidung über das weitere Vorgehen verkündet wurde, kündigte Kreymeier an, das Urteil über das Scheiß-RTL-Shirt mit dem echten RTL-Logo anzuerkennen und gegen das Urteil über das Scheiß-RTL-Shirt mit Mülltonnen als Logo Widerspruch einzulegen. Er plante, in die nächste und wenn nötig auch in die darauffolgende Instanz zu gehen. Hierfür wurden seit Ende Oktober 2012 Spenden gesammelt mit einem Ziel von 25.000 Euro.

Der öffentliche Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Köln fand am 3. Mai 2013 statt. Kreymeier zog auf Vorschlag des Gerichts die Berufung zurück, das T-Shirt bleibt damit verboten – jedoch trägt RTL seine Rechtsanwaltskosten selbst.<ref>Tweet über den Ausgang der Scheiss-RTL-Shirt-Verhandlung am 3. Mai 2013.</ref> Nach Ansicht des Gerichts werde die Marke durch die isolierte Verwendung des Wortes Scheiß als Ganzes verunglimpft, es werde überhaupt nicht deutlich, was Kreymeier genau an RTL kritisiere. »Es ist ein Rundumschlag gegen den ganzen Sender«, so Richter Nolte.<ref>„Scheiß RTL“-T-Shirts bleiben verboten. In: welt.de. 3. Mai 2015, abgerufen am 13. März 2017.</ref>

Katharina Saalfrank

Im September 2012 verklagte Katharina Saalfrank Holger Kreymeier<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Folge 101 (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive): Katharina Saalfrank verklagt Holger Kreymeier (ab 36:50)</ref> unter Berufung auf den Bericht über die Dreharbeiten<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Folge 77 (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive): Beitrag über die Super Nanny</ref> ihrer Sendung Die Super Nanny auf Unterlassung. In ihrer Klage bestritt sie, es hätte in der Sendung Regieanweisungen gegeben; außerdem wären auch viele andere aufgestellte Behauptungen falsch.

Der entsprechende Bericht enthielt ein Interview mit einer Familie, die von den Dreharbeiten und dem Verhalten Frau Saalfranks und ihres Teams erzählt. Darunter waren Aussagen, die dem widersprachen, was in der Sendung gezeigt oder gesagt wurde. U. a. erzählte die Familie, Katharina Saalfrank wäre sehr viel kürzer und seltener zu Besuch gewesen, als es in der Sendung den Anschein hat; oder dass Saalfrank zu Crewmitgliedern gesagt hätte, sie sollen ihr „diese Blagen vom Hals schaffen“, als Kinder aus der Nachbarschaft versuchten, mit Frau Saalfrank Kontakt aufzunehmen.

Eine der schwersten Anschuldigungen war, dass ein Mitglied der Crew gesagt haben soll, dass es jetzt passe, wenn der Hund der Familie stürbe; dieser starb im Laufe der Dreharbeiten tatsächlich an einer Vergiftung. In der Sendung wurde dies als ein schwerer emotionaler Moment und Wendepunkt für die ganze Familie dargestellt. Kreymeier betonte in seinem Beitrag, dass niemand behaupte, Frau Saalfrank oder jemand aus der Crew habe den Hund absichtlich getötet; allerdings erschienen nach Veröffentlichung des Beitrags viele YouTube-Videos, die den Beitrag so umschnitten und/oder kürzten, dass es so schien, als hätte Kreymeier offen die Tötung unterstellt. Dass Kreymeier dies tatsächlich unterstellt habe, war Teil der Klage.

Am 8. Januar 2013 erweiterte Katharina Saalfrank die Klage um Verdachtsberichterstattung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Saalfrank erweitert ihre Klage um Verdachtsberichterstattung (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Die erste Verhandlung fand am 16. Januar 2013 öffentlich vor dem Landgericht Köln statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Blogeintrag über die erste Verhandlung gegen Katharina Saalfrank (Memento vom 31. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Kreymeier muss aufgrund des Gerichtsurteils im Jahr 2015 den beanstandeten Beitrag ändern.<ref>Alexander Krei: Landgericht spricht Urteil: "Super Nanny"-Prozess: Kreymeier will keine Berufung, DWDL, 2. Oktober 2015.</ref>

Sonstiges

Am 25. Dezember 2021 wurde der YouTube-Kanal Massengeschmack-TV mit rund 130.000 Abonnenten wegen Verstößen gegen die Community-Richtlinien durch YouTube entfernt. Nachdem Kreymeier dagegen Widerspruch eingelegt hatte, wurde der Kanal am 27. Dezember wiederhergestellt. YouTube gestand ein, dass der Kanal nach erneuter Prüfung in der Tat nicht gegen die Community-Richtlinien verstoße und es sich bei der Löschung um einen Fehler gehandelt habe.<ref>Unser YouTube-Kanal war gelöscht - STATEMENT auf YouTube</ref>

Kritik

Der Branchendienst DWDL kritisiert die „Selbstinszenierung“ Kreymeiers „als einsamer Kämpfer gegen die Großen“, wobei er „sich manchmal eher des Holzhammers denn der Analyse“<ref>RTL mahnt Geschäftemacherei von fernsehkritik.tv ab</ref> bediene.

Die Online-Plattform Endstation Rechts kritisierte einen Fernsehkritik-TV-Beitrag, in dem die Südtiroler Deutschrockband Frei.Wild interviewt wurde. Anstoß nahm sie an der Interviewtechnik Kreymeiers, der von der politischen Unbedenklichkeit der Band überzeugt ist und während des Interviews „nickend und zustimmend neben Burger“ (dem Sänger der Gruppe) saß und „ihm sogar Beschwichtigungen und intelligente Formulierungen in den Mund“ legte, „die Burger so nicht gesagt hätte“.<ref>Felix Benneckenstein: Frei.Wild und die Gutmenschen-Verschwörung – Herr Burger, wie wäre es mit einem Ausstieg? In: Endstation Rechts. Institut für Information und Dokumentation e. V., 21. Januar 2013, abgerufen am 22. April 2026.</ref>

Weitere Formate

Datei:Holger-Kreymeier-Fernsehkritik-Fantreffen-Berlin-2-Ausschnitt.jpg
Kreymeier auf einem Fantreffen (2011)

Deutscher Geheimdienst

Kreymeier und viele der Mitwirkenden von Fernsehkritik-TV produzierten den 2009 erschienenen interaktiven Kriminalroman Deutscher Geheimdienst.<ref>Deutscher Geheimdienst. In: deutscher-geheimdienst.de. Abgerufen am 5. September 2011.</ref>

Bloomsday

Ebenfalls 2009 erschien der 45-minütige Film Bloomsday 2009. Hierzu wurde das Fernsehprogramm des 16. Juni 2009 von etwa 50 Sendern mit Hilfe der Zuschauer von Fernsehkritik-TV aufgezeichnet und neu zusammengeschnitten.<ref>Folge 35. In: fernsehkritik.tv. Abgerufen am 5. September 2011.</ref> Das Projekt wurde 2014 erneut durchgeführt.

Postecke

In der Postecke wurden regelmäßig Zuschauereinsendungen und -Reaktionen (zum Teil) der letzten Folge behandelt. Sie erschien meist wenige Tage vor der nächsten offiziellen Fernsehkritik-TV-Folge. Bis Folge 46 wurden Zuschauerreaktionen noch in der darauffolgenden Folge kommentiert; ab Folge 47 dann wurden die Postecken außerhalb der Folgen aufgezeichnet und erst auf MyVideo,<ref>MyVideo-Channel von Fernsehkritik-TV. Abgerufen am 12. Dezember 2012.</ref> ab Postecke Nr. 16 auch, ab Postecke Nr. 19 ausschließlich auf YouTube<ref>Kanal von FernsehkritikTVplus – YouTube. In: youtube.com. Abgerufen am 12. Dezember 2012.</ref> und ab Postecke Nr. 50 dann auf der eigenen Homepage hochgeladen. Mit dieser Postecke wurde auch die separate Nummerierung der Postecken eingestellt.

In der 138. Postecke wurde angekündigt, dass ab der nächsten Folge der Live-Talk und die Postecke gleichzeitig abgehalten werden. Es wurde zwischen dem Lesen von Zuschauermails und Zuschaltungen von Zuschauern via Skype gewechselt. Die Postecke wurde also faktisch mit Nr. 138 beendet.

Live-Auftritte

Bis Juni 2013 fanden in unregelmäßigen Abständen Livestreams statt, die regelmäßig gegen Anfang des Streams von mehr als 500 Zuschauern verfolgt und bei denen Zuschauer per Skype live dazugeschaltet wurden. Seit Juni 2013 wurden die Livestreams dann regelmäßig jeden 2. und 4. Freitag im Monat produziert. Bei in diversen Städten stattfindenden Veranstaltungen trafen sich Moderator und bis zu 500 Zuschauer der Sendung.<ref>Fernsehkritik-TV – Live-Events. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juli 2011; abgerufen am 1. Februar 2017.</ref>

Ab Folge 115 wurde zeitweise jede Fernsehkritik-TV-Folge am 1. und 3. Freitag im Monat live vor einem Publikum in einem Studio aufgezeichnet, seit Folge 131 wurde zeitweise die Aufzeichnung jeder Fernsehkritik-TV-Folge auch live über das Portal Massengeschmack-TV ausgestrahlt.

Weiteres

Nach der 100. Folge wurden zwei Rückblicke veröffentlicht, die die Folgen 1–50<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rückblick Teil I (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive)</ref> bzw. 51–100<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rückblick Teil II (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive)</ref> in jeweils einer knappen Stunde moderiert zusammenfassen.

Im Forum der Website konnten unter anderem die Folgen beitragsspezifisch diskutiert, Themenvorschläge gemacht und Fragen an Holger Kreymeier gestellt werden.

Nicht mehr fortgeführte Formate waren Schlechte Filme TV,<ref>Fernsehkritik-TV – Extras. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. August 2014; abgerufen am 1. Februar 2017.</ref> das Musik-Format Tonangeber sowie das DVD- und Bluray-Magazin Pantoffelkino TV für Filmfans,<ref>Fernsehkritik-TV – Pantoffelkino-TV. In: fernsehkritik.tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. April 2014; abgerufen am 1. Februar 2017.</ref> das seit der 17. Folge auf dem Videoportal YouTube veröffentlicht wurde.<ref>Kanal von PantoffelkinoTV – YouTube. In: youtube.com. Abgerufen am 5. September 2011.</ref>

Auszeichnungen

  • 2008 wurde Fernsehkritik-TV mit dem Sonderpreis des deutschen IPTV Award ausgezeichnet.
  • 2010 erhielt die Website den Publikumspreis des Grimme Online Awards.<ref>Alle Preisträger - Grimme Online Award. Abgerufen am 22. August 2023.</ref><ref name="heise3">Grimme Online Award für "außerordentliche publizistische Qualität im Netz". In: heise online. 1. Juli 2010. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref> Zudem war das Format in der Kategorie Information nominiert.<ref name="grimme2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nominierte des Grimme Online Award (Memento vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive). Webseite des Grimme Online Award. Abgerufen am 23. Dezember 2012.</ref>
  • 2011 wurde Holger Kreymeier in der Kategorie Persönlichkeit für den Webvideopreis der ersten Deutschen Webvideotage nominiert und gewann letztendlich den Publikumspreis in dieser Kategorie. Er setzte sich dabei gegen die YouTube-Kanäle Coldmirror und EbruZa durch.
  • Im November 2011 erhielt Holger Kreymeier mit 56 % der Stimmen den Preis für den „Besten Podcast“ des t3n-Awards.

Weblinks

Einzelnachweise

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