Fahrzeugsegnung
Die Fahrzeugsegnung ist ein Ritus, durch den in der katholischen<ref>Katechismus der Katholischen Kirche, 1671</ref> und orthodoxen Kirche Fahr- und Flugzeuge gesegnet werden, um für die Menschen, die sie gebrauchen, Schutz und Heil von Gott zu erbitten. Gesegnet werden können – oft anlässlich ihrer Inbetriebnahme – Luftfahrzeuge (Flugzeuge, Ballons), Schiffe, Eisenbahnstrecken und ihre Fahrzeuge, Autos, Motorräder und andere motorisierte Zweiräder, Fahrräder und Kinderroller.
Der Segen wird vom Priester oder Diakon durch das Segensgebet aus dem Benediktionale gespendet, dabei werden die Fahrzeuge oft mit Weihwasser besprengt und, vor allem in der orthodoxen Kirche, auch mit Weihrauch inzensiert. Die Segnung kann für ein einzelnes Fahrzeug, Flugzeug oder Schiff erfolgen. Verbreitet werden jedoch auch einmal jährlich vor allem neue Kraftfahrzeuge im Rahmen eines Gottesdienstes gesegnet.
Bei der Segnung können die Fahrzeuge einem Schutzpatron unterstellt werden. Häufig gewählte Schutzpatrone sind der hl. Christophorus, einer der vierzehn Nothelfer und Schutzheiliger der Reisenden, sowie – vor allem für Feuerwehrfahrzeuge – der hl. Florian. Vom Patronat des hl. Christophorus leiten sich die verbreiteten Christophorusmedaillen und -plaketten ab, die unter anderem in Autos befestigt werden. Christophorus wird als Nothelfer auch gegen einen unvorbereiteten Tod angerufen. Bei den Rettungshubschraubern in Deutschland beginnt das Funkrufzeichen mit „Christoph“, in Österreich die der ÖAMTC-Hubschrauber.
Siehe auch
Literatur
- Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich; [Hrsg.]: Benediktionale, Studienausgabe für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes 14., Aufl. 455 S. Herder 2004, ISBN 3-451-17984-9.
- Johanna Rahner: Einführung in die katholische Dogmatik, Darmstadt 2008, ISBN 3534200632.
- Gerhard Ludwig Müller: Katholische Dogmatik: Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg 2005, ISBN 3451286521.
Einzelnachweise
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