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Erciyes Dağı

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Vorlage:Infobox Berg

Der Erciyes ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=tr|SCRIPTING=Latn|SERVICE=türkisch}}) ist ein Vorlage:Höhe<ref>Erciyes Dagi auf Peakbagger.com</ref> oder 3916 m<ref name="Hütteroth" /> hoher ruhender Vulkan in der Türkei. Er liegt 25 km südlich von Kayseri in Kappadokien. Der Berg ist ein Wahrzeichen Kayseris. Er überragt die etwa 1000 m hoch liegende Stadt um 2900 m. In diesem trockenen Gebiet sorgt der Erciyes für mehr als 1000 km² fruchtbares Land. Am Fuß des Berges kann man auf die Zelte von Halbnomaden treffen.

Die berühmten und einmaligen Tuffsteinlandschaften von Göreme und im weiteren Kappadokien mit ihren typischen Felskegeln – von den Einheimischen „Feenkamine“ (türkisch peri bacaları) genannt – sind vorwiegend durch die Ausbrüche des Erciyes und zum Teil auch des Hasan Dağı (nahe Aksaray) entstanden.

Geschichtliche Aspekte

Der antike Name des Erciyes Dağı war Argaios (Vorlage:GrcS, bzw. Vorlage:Lang Argaion oros, Vorlage:LaS).<ref>Karl Strobel: Argaios (2) In: Der Neue Pauly. Stuttgart 1996ff</ref> Der Name ist eine Umbildung des hethitischen Namens Ḫarki (auch Harhari,<ref>John David Hawkins: Corpus of Hieroglyphic Luwian Inscriptions. Band 1: Inscriptions of the Iron Age. Part 2: Text. Amuq, Aleppo, Hama, Tabal, Assur Letters, Miscellaneous, Seals, Indices. (= Studies in Indo-European Language and Culture 8). de Gruyter, Berlin u. a. 2000, ISBN 3-11-010864-X. S. 499.</ref> „der Weiße“). Während des hethitischen purulliya-Festes wurde Ḫarki neben anderen Bergen aufgefordert, an seinem Platz zu bleiben.<ref>Volkert Haas: Geschichte der hethitischen Religion (= Handbuch der Orientalistik. Band 1,15). Brill, Leiden 1994, ISBN 978-9-004-09799-5, S. 726.</ref>

Datei:Trajan Argaeus Rv.JPG
Berg Argaeus auf Didrachme zur Zeit des Kaisers Trajan

Der Geograph Strabon berichtete in seiner Schilderung der Umgebung von Caesarea (Kayseri) von Ebenen, die mit Feuergruben übersät waren, wo nachts die Flammen aus dem Boden brachen. Laut Strabo gab es noch zu seiner Zeit (frühes 1. Jahrhundert n. Chr.) schwefelhaltige heiße Wasserdämpfe am Erciyes Dağı.<ref name="Hütteroth">Wolf-Dieter Hütteroth/Volker Höhfeld: Türkei. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2002, ISBN 3-534-13712-4, S. 43.</ref> Der Argaios galt als heiliger Berg und wurde noch in römischer Zeit gelegentlich auf den Rückseiten von Münzen für die griechisch geprägten Provinzen abgebildet.<ref>Achim Lichtenberger: Der Olymp. Sitz der Götter zwischen Himmel und Erde. W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-039616-6, S. 144–147.</ref>

Die Erstbesteigung erfolgte durch William John Hamilton im Jahre 1837.

Jedoch belegen die Ruinen einer Kirche am Gipfel die mehrmalige Besteigung in Byzantinischer Zeit.<ref>Friedrich Hild, Marcell Restle: Kappadokien (= Tabula Imperii Byzantini. Band 2). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1985.</ref>

Heutige Nutzung

Von Osten her lässt sich der Berg verhältnismäßig leicht besteigen. Lediglich in der Partie des Gipfelkammes – auch im Hochsommer verschneit – empfiehlt sich für kurze Streckenabschnitte Seilsicherung.

Der Erciyes ist ein wichtiges Wintersportgebiet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Bahattin Ayranci: Zur Petrologie und Geologie des Erciyes-Vulkan-Gebietes bei Kayseri in Zentralanatolien, Türkei. Dissertation, Würzburg 1991.
  • Gerhart Bartsch: Das Gebiet des Erciyes Dağı und die Stadt Kayseri in Mittel-Anatolien. In: Erich Obst, Gerhart Bartsch, Hugo Weigold (Hrsg.): Jahrbuch der Geographischen Gesellschaft zu Hannover für 1934 und 1935. Helwing, Hannover 1935, S. 87–202.
  • Oğuz Güler: Antik çağ ikonografisinde Erciyes. Enthalten: İhsan Ketin: Erciyes Dağı volkan topluluğunun jeoljik evrimi. Arkeoloji ve Sanat Yayınları, İstanbul 1995, ISBN 975-7538-27-2.
  • Harald Kürschner: Vegetation und Flora der Hochregionen der Aladaǧları und Erciyes Daǧı, Türkei. Reichert, Wiesbaden 1982, ISBN 3-88226-126-9.
  • Peter Weiß: Argaios/Erciyes Dağı – Heiliger Berg Kappadokiens. Monumente und Ikonographie. In: Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte. Band 35, 1985, S. 21–48.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />