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Erbium(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von ErCl3)
Kristallstruktur
Kristallgitter von Erbium(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Er3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Raumgruppe

C2/m (Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12

Allgemeines
Name Erbium(III)-chlorid
Andere Namen

Erbiumtrichlorid

Verhältnisformel ErCl3
Kurzbeschreibung

rosafarbener Feststoff<ref name="Lax">Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 2007, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 444 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 66277
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 273,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

4,1 g·cm−3<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt
Siedepunkt

1500 °C<ref name="Lax" />

Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="Lax" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

4.417 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Erbium(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride.

Gewinnung und Darstellung

Erbium(III)-chlorid kann durch Reaktion von Erbium(III)-oxid oder Erbium(III)-carbonat und Ammoniumchlorid gewonnen werden.<ref name="Brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 897.</ref>

<math>\mathrm{Er_2O_3 + 6 \ NH_4Cl \longrightarrow 2 \ ErCl_3 + 6 \ NH_3 + 3 \ H_2O}</math>

Das Hexahydrat entsteht durch Reaktion von Erbium mit Salzsäure. Durch Reaktion mit Thionylchlorid kann dieses zur Anhydratform umgesetzt werden.<ref name="Brauer" />

<math>\mathrm{2 \ Er + 6 \ HCl \longrightarrow 2 \ ErCl_3 + 3 \ H_2}</math>

Erbium(III)-chlorid kann auch direkt aus den Elementen Erbium und Chlor synthetisiert werden.<ref>Webelements: Erbium</ref>

<math>\mathrm{2 \ Er + 3 \ Cl_2 \longrightarrow 2 \ ErCl_3}</math>

Eigenschaften

Datei:Erbium(III) chloride in fluorescent light.jpg
Erbium(III)-chlorid-Hexahydrat unter dem Licht einer Leuchtstofflampe

Erbium(III)-chlorid ist ein fast farbloser leicht rosaroter Feststoff. Sein Hexahydrat ist ein rosafarbener hygroskopischer Feststoff. Beide sind löslich in Wasser. Erbium(III)-chlorid besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12 entsprechend der von Aluminium(III)-chlorid. Das Hexahydrat besitzt ebenfalls eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P2/n (Nr. 13, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/13.2.<ref name="Lax" /> Erbium (III)-chlorid ist ein guter Katalysator für die Acylierung von Alkoholen und Phenolen.<ref>Renato Dalpozzo, Antonio De Nino, Loredana Maiuolo, Manuela Oliverio, Antonio Procopio, Beatrice Russo, Amedeo Tocci: Erbium(III) Chloride: a Very Active Acylation Catalyst, Australian Journal of Chemistry, 2006, 60(1), S. 75–79, doi:10.1071/CH06346.</ref>

Verwendung

Erbium(III)-chlorid wird zur Herstellung von reinem Erbium verwendet.<ref name="Emsley">John Emsley: Nature's building blocks: an A-Z guide to the elements. Oxford University Press, 2003, ISBN 978-0-19-850340-8, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Es kann auch als Ausgangsmaterial für neue kantenverbrückte oktaedrische M6-Cluster-Verbindungen wie CsErTa6Cl18 verwendet werden, für die Elektronen- und Stabilitätsstudien durchgeführt werden.<ref name="Sigma" />

Zudem kann es zur Synthese chloridischer Ionenleiter wie K2,6Er0,6Zr0,4Cl6 verwendet werden, welche für die Verwendung in Festkörperbatterien diskutiert werden.<ref>Roman Schlem, Ananya Banik, Mirco Eckardt, Mirijam Zobel, Wolfgang G. Zeier: Na 3– x Er 1– x Zr x Cl 6 —A Halide-Based Fast Sodium-Ion Conductor with Vacancy-Driven Ionic Transport. In: ACS Applied Energy Materials. Band 3, Nr. 10, 26. Oktober 2020, S. 10164–10173, doi:10.1021/acsaem.0c01870.</ref> Die Synthese erfolgt durch mechanochemische Umsetzung mit Kaliumchlorid und Zirconium(IV)-chlorid.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Lanthanoidchloride