Entschäumer
Entschäumer oder Schaumbekämpfungsmittel<ref>Eintrag zu Entschäumer. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> sind chemische Formulierungen mit ausgeprägter Grenzflächenaktivität, die geeignet sind, unerwünschte Schaumbildung (z. B. bei der Abwasserreinigung, der Papierherstellung, beim Waschvorgang in Waschmaschinen, beim Lackieren, bei Fermentationsprozessen) zu unterdrücken oder bereits gebildeten Schaum zu zerstören. Dabei wird teilweise zwischen Entschäumern (verhindern die Entstehung von Schaum bzw. lösen Schaum auf) und Entlüftern (bringen die Luftblasen schneller an die Oberfläche) unterschieden.<ref name="buch">Bodo Müller: Additive kompakt. 2008, ISBN 978-3-86630-915-9 (Seite 54 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der ähnliche Begriff Schaumverhüter bezieht sich fast ausschließlich auf den Bereich der Lebensmitteltechnologie und beschreibt prinzipiell identisch wirkende Stoffe oder Gemische.<ref name="roempp-sv">Eintrag zu Schaumverhütungsmittel. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Häufig werden Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren und Dimethylpolysiloxan eingesetzt.<ref name="Schwedt">Georg Schwedt: Chemie im Alltag für Dummies. 2010, ISBN 978-3-527-70318-0 (Seite 102 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
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Strukturformel eines 2-Monoglycerids – Verwendung als Entschäumer in Lebensmitteln
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Strukturformel eines 1,2-Diglycerids – Verwendung als Entschäumer in Lebensmitteln
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Strukturformel eines Triglycerids – Bestandteil vieler Lebensmittel
Weite Verbreitung finden sog. Compounds aus Silikonölen und darin implementierten Kieselsäure-Partikeln. Hierbei handelt es sich um heterogene Entschäumer, da diese Systeme im schäumenden Medium unlöslich sind.
Es gibt jedoch auch homogene Entschäumer, d. h. Entschäumer, die in der schäumenden Flotte gelöst vorliegen (z. B. so genannte Trübungspunkt-Entschäumer) aus der Klasse der Phosphorsäureester:
Siliconpolyether können ebenfalls als Trübungspunkt-Entschäumer wirken<ref>Zsolt Németh, György Rácz, Kalman Koczo: Foam Control by Silicone Polyethers—Mechanisms of “Cloud Point Antifoaming”. In: Journal of Colloid and Interface Science. Band 207, Nr. 2, 15. November 1998, S. 386–394, doi:10.1006/jcis.1998.5777.</ref>.
Mechanismus
Für die Wirkung von Entschäumern auf schäumende Systeme werden verschiedene Mechanismen diskutiert. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Spreitung (Maß für die Fähigkeit von Ölen und ähnlichen Substanzen, sich flächig auszubreiten) eines in die Oberfläche einer Schaumlamelle eingedrungenen Entschäumer-Öltröpfchens. Der Einbau von z. B. Kieselsäure-Partikeln in Silikon-Entschäumer dient dabei dem Zweck, den Eintritt der dispergierten Öltröpfchen in die Grenzfläche Wasser/Luft zu beschleunigen bzw. überhaupt zu ermöglichen.<ref name="Brock">Thomas Brock, Michael Groteklaes, Peter Mischke: Lehrbuch der Lacktechnologie. 2000, ISBN 978-3-87870-569-7 (Seite 166 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
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Literatur
Peter R. Garrett (Hrsg.) The Science of Defoaming: Theory, Experiment and Applications (Surfactant Science, 155), CRC Press Revised ed.2013, ISBN 978-1420060416