Einsamkeit (Insel)
| Einsamkeit
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewässer | Karasee | |||||
| Geographische Lage | 77° 30′ N, 82° 24′ O
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dim=11500 | globe= | name=Einsamkeit | region=RU-KYA | type=isle
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| Länge | 11,5 km | |||||
| Breite | 5,2 km | |||||
| Fläche | 20 km² | |||||
| Höchste Erhebung | 30 m | |||||
| Einwohner | unbewohnt | |||||
Die Einsamkeit ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine unbewohnte russische Insel in der Karasee. Sie gehört verwaltungsmäßig zur Region Krasnojarsk und liegt zwischen Nowaja Semlja (300 km westlich) und Sewernaja Semlja (330 km östlich).
Geographie
Die Insel ist 11,5 Kilometer lang, 5,2 Kilometer breit und besitzt eine Landfläche von 20 km². Ihre mit 27 m höchste Erhebung liegt im Südwesten.<ref>Topografische Karte T-44-XXII, XXIII, XXIV im Maßstab 1:200.000</ref>
Der Umriss der Insel ähnelt dem eines Atolls. Das Festland der Insel umschließt fast komplett die Laguna Sewernaja („Nordlagune“), die nur im Norden eine schmale Öffnung zum Meer hin aufweist. Bei der so genannten Lagune handelt es sich tatsächlich um eine fast 20 km² große Meeresbucht, die im Norden, Osten und Süden nur durch schmale Nehrungen vom offenen Meer abgetrennt ist. Die Fläche der Laguna Sewernaja ist also Meeresgebiet und geht nicht in die Fläche der Insel ein. Anders verhält es sich mit dem Osero Medweschje, einem Binnensee im Süden der Insel.
Der Westen der Insel ist von Fließgewässern durchzogen, die nach Osten zur Lagune hin abfließen und deren längstes der Rutschei Iogansena („Johannesenbach“) ist.
Sie ist Bestandteil des 1993 eingerichteten Großen Arktischen Naturreservats, des größten russischen Naturschutzgebiets.<ref>Großes Arktisches Naturreservat im Informations- und Auskunftssystem Besonders geschützte Naturgebiete Russlands des Zentrums für Naturschutz (russisch), abgerufen am 1. April 2012.</ref>
Geschichte
Die Insel wurde am 26. August 1878 vom norwegischen Seefahrer Edvard Holm Johannesen aus Balsfjord bei Tromsø entdeckt, der ihr aufgrund ihrer isolierten arktischen Lage den Namen Ensomheden – norwegisch für Einsamkeit – gab.<ref name="Schalansky"/> Erstmals betreten wurde sie vom Norweger Otto Sverdrup, der 1914/15 im russischen Auftrag als Kapitän der Eclipse auf der Suche nach der verschollenen Russanow-Expedition war.<ref>Kurt Hassert: Die Polarforschung. Geschichte der Entdeckungsreisen zum Nord- und Südpol. Wilhelm Goldmann Verlag, München 1956, S. 137.</ref><ref>William Barr: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Otto Sverdrup to the Rescue of the Russian Imperial Navy ( vom 24. Mai 2011 im Internet Archive). In: Arctic. Bd. 27, 1974, S. 1–14 (englisch, PDF, 1,4 MB).</ref> 1933 erreichte die Cheliuskin unter dem Kommando des Arktisforschers Otto Juljewitsch Schmidt die Insel.<ref name="einsamkeit"/> Die ersten Gebäude auf der Insel, eine sowjetische Wetterstation mit Nebengebäuden, wurden 1934 errichtet.<ref name="einsamkeit"/>
Am 8. September 1942 vernichtete das deutsche U-Boot U 251 diese Wetterstation durch von Bord abgefeuerte Granaten und tötete die sowjetische Besatzung, die aus sieben Personen bestand (vgl. Unternehmen Wunderland).<ref name="station"/> Die kleine Wetterstation wurde gleich wieder aufgebaut und war während der Zeit des Kalten Krieges ständig mit mindestens einem Stationswärter besetzt. Sie wurde am 23. November 1996 aufgegeben.<ref name="Schalansky"/>
Einzelnachweise
<references>
<ref name="Schalansky"></ref>
<ref name="einsamkeit">На острове Уединения (Auf der Insel der Einsamkeit). In: Rund um die Welt. Dezember 1977 (russisch).</ref>
<ref name="station">Судьба российских полярных станций на фоне глобального потепления (Das Schicksal der russischen Polarstationen vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung). In: Priroda. Nr. 9, 2004 (russisch).</ref>
</references>
Weblinks
- Yuri Zaruba: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TTHE LOST ISLANDS (Or how a New One in Central Arctic was conquered) ( vom 27. April 2017 im Internet Archive). Russian Robinson Club (mit Photos der Wetterstation, englisch).