Emmy Surén
Emmy Surén, geborene Emmy Rosette Elise Krigar (* 14. August 1873 in Neuschönfeld bei Leipzig<ref name=":0">Konfirmationsbuch Domgemeinde zu Güstrow, Nr. 24/1888</ref>; † 3. Januar 1974<ref name="buch-E4QwAQAAIAAJ-">Agnes Van Dyk: A history of nursing in Namibia. Gamsberg Macmillan, 1997, ISBN 9789991601182 eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> in Swakopmund, Südwestafrika) war eine deutsche Krankenschwester und Hebamme in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia.
Leben
Über das Vorleben von Emmy Surén ist wenig bekannt. Sie wurde in Sachsen als Tochter eines Bahnbeamten geboren. 1888 ließ sie sich in Güstrow konfirmieren.<ref name=":0" /> Später arbeitete sie in Berlin als Krankenwärterin. Dort brachte sie 1894 eine uneheliche Tochter auf die Welt,<ref>Geburtsregister StA Berlin IX, Nr. 205/1894</ref> die aber bereits nach zehn Monaten verstarb.<ref>Sterberegister StA Berlin XIII, Nr. 2535/1894</ref> 1897 kam sie unverheiratet als staatlich geprüfte Hebamme<ref>Koloniales Hand- und Adreßbuch 1926–1927 [Archiv] – Seite 3. In: forum.ahnenforschung.net. 30. Mai 2009, abgerufen am 2. Januar 2015.</ref> und Rot-Kreuz-Schwester im Auftrag des Johanniterordens in die deutsche Kolonie. Sie hatte sich auf eine Anzeige im Berliner Lokal-Anzeiger gemeldet. Als der für die Organisation der Krankenpflege der kaiserlich-deutschen Schutztruppe in Südwestafrika verantwortliche Rittmeister Ernst von Heynitz die kleine Schwester Emmy zwischen den anderen Kandidatinnen sah, platzte es aus ihm heraus: „Material wie diese kleine drahtige Schwester brauchen wir für die Tropen. Die gröbsten Parasiten in Afrika können denen nichts anhaben.“ Entsetzt über seine unhöfliche Äußerung wurde er von Kollegen zurechtgewiesen, doch sollte Heynitz mehr als recht behalten.<ref>Leonhard von Dobschütz: Eine Farm in Afrika, unveröffentlichtes Manuskript in Familienbesitz, Berlin 2009</ref>
Schwester Emmy arbeitete viele Jahre erfolgreich in Südwestafrika als Krankenschwester und Hebamme, was ihr die Beinamen Florence Nightingale Südwestafrikas und Engel Südwestafrikas einbrachte. Im Jahr 1911 gründete sie in Windhoek ihre eigene Entbindungsklinik. In weit über 1.000 Fällen leistete sie erfolgreich Geburtshilfe.<ref>100. Geburtstag von Emmy Surén</ref>
Sie war in Windhoek verheiratet mit dem Friseur Johann Surén. In Swakopmund konnte sie noch ihren 100. Geburtstag feiern,<ref name="buch-l_4MAQAAIAAJ-">Ursula Massmann: Swakopmund. A chronicle of the town's people, places and progress, Society for Scientific Development and Museum, 1983, ISBN 0620062258, Seite 79. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> bevor sie ein Jahr später starb.<ref name="buch-DpgMAQAAMAAJ-">P. E. Raper, L. A. Möller: Naamkunde-Bronnegids, Teil 2, Verlag S.A. Naamkundesentrum, 1981, ISBN 0869656287, Seite 162. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
Sie war mit 101 Jahren eine der nachweislich ältesten Menschen Namibias.
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Surén, Emmy |
| ALTERNATIVNAMEN | Krigar, Emmy Rosette Elise (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Krankenschwester und Hebamme in Namibia |
| GEBURTSDATUM | 14. August 1873 |
| GEBURTSORT | Neuschönefeld |
| STERBEDATUM | 3. Januar 1974 |
| STERBEORT | Swakopmund, Südwestafrika |